Sind traditionelle Werte schlecht?

Die Frau, die zu Hause bei ihren Kindern bleibt und vorrangig darauf schaut, das Haus, Hof und Kinder gut in Schuss sind, wird heutzutage, je nach Region, ziemlich schief angesehen bis vollkommen degradiert und als asozial hingestellt.

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Vor einiger Zeit erstellte ich eine Facebook Gruppe: Spielgruppe? Nein! Ein JA zur Selbstbetreuung! Eigentlich zum Ziel, mich mit den örtlichen (Vorarlberger) Müttern zu vernetzen, die ihre Kleinkinder, bis zur Kindergartenpflicht, auch zu Hause betreuen, zwecks Austausch und Treffen. Es haben sich jedoch ziemlich schnell auch Mütter und Väter aus Deutschland, vorrangig Nord-bzw. Ostdeutscher Raum für diese Gruppe interessiert und Horrorszenarien geschildert. Die meisten werden von ihrem Umfeld als asozial hingestellt, weil sie ihre z.T. erst einjährigen (!!!) Kinder nicht unter Fremdbetreuung stellen um wieder arbeiten zu gehen.

Eine Mutter hat geschrieben: Wir wohnen in Berlin und müssen uns ständig rechtfertigen und werden auch oft kritisiert (unser Sohn ist 1!). Ich selbst bin in einer Kleinstadt in NRW aufgewachsen, wo es normal war, U3-Kinder selbst zu betreuen und auch Ü3-Kinder mussten dort nicht über Mittag in der Betreuung bleiben, umso schlimmer finde ich hier die Reaktionen und wir überlegen daher auch, wieder wegzuziehen.


Ein Vater schrieb: Bei uns ist das Wort “Selbstbetreuer” schon ein Schimpfwort. Was man dem Kind alles antut wenn es Zuhause bleibt. Von “asozial” und “nicht richtig entwickelt”. Oooj. Aber !! Wir kommen damit zurecht.


Eine andere Mutter erzählte: Die Familie meines Mannes wohnt in NRW, Landkreis Paderborn. Eigentlich ist es da auch “verpönt”, aber weil sie alle sehr konservative russlanddeutsche Baptisten sind werden sie sowieso schief angesehen mit ihren vielen Kindern.

GEHTS NOCH???

Natürlich binden meine Beschreibungen nur das klassische Familienbild mit ein: Vater, Mutter und Kind/er. Alleinerziehende Mütter oder Väter haben es natürlich viel schwerer, wenn sie ihre Kinder zu Hause bei sich lassen möchten. Meistens ist das faktisch unmöglich. Glück haben diejenigen, die ein gut funktionierendes Familienumfeld von Großeltern und anderen leiblichen Verwandten haben, die sich in ihrer Abwesenheit um die Kinder kümmern können. Was zudem auch noch Geld spart.

Bildungsauftrag

Das sind genau die Meinungen aus der NS- und Kommunismuszeit, die scheinbar bis heute das Familienbild untergraben. Kinder möglichst früh aus den Familien nehmen und unter staatliche Betreuung nehmen, damit man sie “richtig ziehen” kann. Religiöse Werte, die normalerweise bei liebevoller Erziehung von den Eltern erlernt werden und die das Zusammenleben in der Gesellschaft bis heute noch prägen, sind in der neuzeitlichen Gesellschaft offensichtlich nicht mehr erwünscht und werden als rückschrittlich angesehen. Es wird darauf gedrängt, das schon im Kleinstkindbereich Ideologien auf dem “Lehrplan” stehen, die komplett die religiösen Weltbildstrukturen untergraben und als Lüge hinstellen. Es wird auf den Bildungsauftrag in Kitas hingewiesen…

Bildungsauftrag? Hier geht es um Kleinkinder! Diese Kinder müssen von Natur aus genug erlernen: Selber auf die Toilette gehen, mit anderen (fremden) Kindern und ErzieherInnen interagieren, sich selber an- und ausziehen, unter Umständen sogar noch richtig sprechen lernen müssen, die noch lernen müssen, ihre Gefühle und Empfindungen zu kontrollieren und diese richtig mitzuteilen, einen halben bis ganzen Tag OHNE Eltern bzw. Mama auszukommen und ständig in Angst zu leben das Mama evtl. nicht mehr kommt und, und, und…

Kinder von 1 bis 3 Jahren durchleben eine wahnsinnig rasante Entwicklung und normalerweise benötigen sie in dieser Zeit größtenteils ihre Eltern, die sie führen und leiten und ihnen Halt geben.

Die Gesellschaft ist geprägt von rücksichtslosen Egoisten, die die Welt nach ihren Vorstellungen umformen wollen, dazu zählen Feministinnen wie Alice Schwarzer und Co… (die nebenbei gesagt nicht mal Kinder haben) Kinder sind ein Hindernis, da sie den Egoismus in Frage stellen. Eine Mutter, die ihre Kinder liebt, tut normalerweise alles, damit es ihren Kindern gut geht und stellt ihre Wünsche und Bedürfnisse, zumindest für eine Weile, hinten an.

Biblisches Bild von Ehe und Familie

Zudem wird “der starke Mann” nicht akzeptiert. Männer, die sagen wo es lang geht sind nicht erwünscht und werden als negativ angesehen, wahrscheinlich, weil diese Macht ziemlich lange von Kirche und somit Männern ausgenutzt wurde, um Frauen zu unterdrücken.
Wenn man sich allerdings das biblische Bild von Ehe und Familie ansieht, wird man ziemlich schnell erkennen, dass die Rolle des Mann in der Familie rein gar nichts Unterdrückung zu tun hat. Im Gegenteil, Mann und Frau sind auf Augenhöhe, weil sie vor Gott ein Leib sind. Aber der Mann ist für seine Frau verantwortlich und muss sich irgendwann vor Gott rechtfertigen, wenn seine Frau durch ihn vom richtigen Weg abgekommen ist, weil er sie und/oder ihre Kinder nicht gut behandelt hat, denn so konnte er sie dazu bringen, an Gott zu zweifeln. Also, eine ziemliche Verantwortung für den Mann!

Für ein harmonisches Paar, die sich einander innig lieben und jeder den anderen so akzeptiert wie er ist, dürfte dies jedoch nicht das geringste Problem darstellen. Probleme gibt es erst, wenn ein Partner eine Ego-Nummer durchziehen möchte, ohne Rücksicht auf Partner und Kinder und das sind leider zumeist die Frauen. Durch den Feminismus angestachelt geht es nur um die eigene Selbstverwirklichung und dass die Männer dies unterdrücken würden. Warum wird es nicht mehr schön angesehen, wenn eine Frau Kinder bekommt und diese nach besten Wissen und Gewissen erzieht, versorgt und formt? Das Wunderwerk Frau ist so komplex und hat die Möglichkeit einem Menschen das Leben zu schenken. Ein unglaubliches Privileg! Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass das jede Frau MUSS, ich behaupte jedoch, jede psychisch gesunde Frau, verspürt diesen Wunsch tief in ihrem Inneren.

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Rechtspopulismus und konservative Mitte

Dies ist vielleicht mit ein Grund, warum rechtspopulistische Parteien und die konservative Mitte in vielen Ländern Europas derzeit so einen Aufwind erleben (und nein, das ist für mich nicht dasselbe). Sie propagieren genau das traditionelle Familienbild und christliche Werte, die meiner Meinung in unserer Gesellschaft fehlen. Zudem haben sie oft Persönlichkeiten an oberster Stelle, die unangenehm für die “Machthaber” Europas sind und die deren Politik in Frage stellen. Das will man nicht! Es soll alles so ablaufen, wie sie es sich in ihren Köpfen erdacht und über Jahre geplant haben. Gender-Queere-Politik, die alles fördert, außer die traditionelle Familie und ja, diese Art von Politik wird von den Linken eher gefördert. Unbequeme Politiker und Journalisten werden “aus dem Weg geräumt”, damit das gemeine Volk keine Zweifel hegen kann.

Buchempfehlungen

Wer sich mal über die Machenschaften von Medien und Politik informieren möchte, dem empfehle ich das Buch von Eva Hermann: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien. Die sehr umstrittene Journalistin wurde 2007 medial entfernt, weil sie ein konservatives Familienbild öffentlich hoch gehoben hat. Dies hat sehr vielen Größen aus Medien und Politik nicht gefallen und sie wurde mit einer regelrechten Hexenjagd aus ihren Ämtern enthoben. Danke an dieser Stelle an Berufung Mami für die Buchempfehlung!

Eine weitere ganz tolle Autorin und Journalistin, die medial sehr präsent ist, ist die Publizistin Birgit Kelle. Sie stellt die komplette Genderideologie (absichtlich das Wort Ideologie, da es sich um nichts anderes als Theorien handelt, die schon mehrfach widerlegt worden sind) auf den Kopf und kämpft für eine familienfreundliche Politik. Eine Auswahl ihrer Bücher: Gender Gaga- Wie eine absurde Theorie unseren Alltag erobern will* und Muttertier- Eine Ansage*

Beide Autorinnen vertreten die Meinung, dass Mütter finanziell dafür entlohnt werden sollten, wenn sie zu Hause bei ihren Kindern bleiben. Dies würde den Staat weniger kosten, als der Ausbau und den Unterhalt für Kita Plätze. Eigentlich gäbe es zu dem Thema mittlerweile genügend Abhandlungen und der Regierung lägen schon lange Pläne vor, wie man dies aktiv umsetzen könnte. Leider scheint es die Regierung nicht im Mindesten zu interessieren.
Die feministische Grundhaltung, dass Frau nicht zu Hause am Herd zu stehen habe, sondern der Wirtschaft dienen muss, spiegelt sich in der Politik wieder. Lieber nimmt man der Frau die Kinder und zwingt sie, durch Aussetzen von Familienleistungen, arbeiten zu gehen, als dass man die Kinder bei der Mutter lässt und sie dafür entlohnt. ErzieherInnen werden gezahlt, wenn sie fremde Kinder erziehen, aber Mütter nicht, wenn sie ihre eigenen Kinder erziehen. Logisch, zu Hause kann man nicht kontrollieren, was man mit den Kindern macht und wer möchte, dass die Kinder gesellschaftskonform aufwachsen, der fördert den frühen Ausstieg aus der Kernfamilie und kappt so auch gleich die Eltern-Kind-Bindung.

Fremdbetreuung unter drei Jahren nur in Maßen, ein bis drei Tage die Woche, maximal ein paar Stunden. So wäre es gesund für alle Beteiligten.


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Bilder mit freundlicher Genehmigung von Pixabay und Anni Side | andererseits.at

6 Replies to “Sind traditionelle Werte schlecht?”

  1. Ich gebe Dir recht,dass es eigentlich am besten wäre,dass die Kinder von der Mutter zu Hause betreut werden! Aber es gibt leider immer mehr Mütter,die leider nicht fähig sind,diese Verantwortung zu übernehmen. Einfach,weil ihnen nicht klar ist,wie wichtig,aber auch wie schwer diese Aufgabe ist. Wenn die Kinder nur “versorgt” werden und vor dem Fernseher sitzen,sind sie tatsächlich in der Kita besser aufgehoben. Leider sind auch immer mehr christliche Frauen davon überzeugt,dass es nicht ihre erste Aufgabe wäre,Mutter zu sein,wenn sie Mutter ist. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen,als Vollblutmutter zu sein. Meine Kinder sind inzwischen erwachsen,aber ich werde bald Oma und freue mich,dass meine Tochter genauso denkt!

  2. Lesermeinung von J.F. via Facebook:

    “Es liegt auch viel an der Wirtschaft. Alles ist so teuer geworden und es werden so niedrige Löhne gezahlt das ein Gehalt einfach nicht reicht. Zudem wird einem eingebläut das man Gegenstände braucht um zu Leben. Die Gesellschaft ist auf Konsum fixiert. Nur wenn du was hast, bist du was.
    Das ist nun ergänzend zum Artikel, dem ich voll zustimme! Bin selbst Mutter von 3 Kindern.
    Man merkt es jetzt auch als Kinderloser super wie das läuft. Man überlegt ernsthaft die Wirtschaft vor Leben zu stellen.
    Kapitalismus muss erhalten bleiben obwohl er schon beim kleinsten Beben anfängt in sich zusammen zu fallen.
    Sie dienen dem Mammon.
    Die Welt ist Gottlos geworden.”

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