Homosexualität und Christentum

Ich hatte die Tage eine sehr interessante Diskussion auf Instagram mit einer Userin, die einen Beitrag über ihren Glauben und ihre Ansichten zur Homosexualität geschrieben hatte. Sie schrieb, sie hatte sich in ihrer Jugend für den Glauben an Gott entschieden, sie war Feuer und Flamme für Jesus. Darauf folgend absolvierte sie ein Theologiestudium, um so ihre Leidenschaft zum Beruf machen zu können. Inzwischen zweifelt sie an vielem, insbesondere auch wegen der Haltung von Gott und Kirchen/ Gemeinden (wie ihr am Satzbau merkt, es ist oft nicht eins) zu dem Thema Homosexualität.
Sie erzählte, sie war auf einer Hochzeit eines homosexuellen Pärchens, wohl aus ihrem Studienkreis und einige ihrer ehemaligen Mitstudenten konnten dem Paar nicht zur Hochzeit gratulieren, sondern schauten betreten weg und schwiegen. Sie schrieb, dass das Thema Homosexualität in den Kirchen zwar auf immer mehr Offenheit trifft, es jedoch immer noch Unverständnis und Inakzeptanz gibt und dies verstehe sie nicht.
Allerdings frage ich mich, warum man überhaupt auf eine Hochzeit geht, wenn man damit nicht einverstanden ist. Aber nun gut.

Ist Homosexualität Sünde?

Wir lesen in 1. Mose 18 wie Gott diese Art von Sexualität definiert. Dort geht es um das Verbot der Inzucht und Inzest, des Ehebruches, der Pädophilie (Sex mit Kindern), der Zoophilie (Sex mit Tieren), Verbot von Sex während der Periode, Verbot die Schwester der Frau mit in Ehebett zu holen um die Frau eifersüchtig zu machen, ein Kind nicht Satan weihen und Verbot der Homosexualität. Dies alles wird als Gräuel bezeichnet.

Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.

3.Mose 18,22
gräul

Im Judentum, im Alten Testament, wurden solche Taten mit dem Tode bestraft. Dies ist durch den Kreuzes Tod Jesu für uns nicht mehr relevant. Gott sei Dank, im wahrsten Sinne des Wortes. Kein Mensch muss seine Sünden mehr selbst sühnen, wenn er Jesus Christuns als seinen Heiland und Erlöser annimmt und so frei von Schuld wird. Wir leben in der Gnadenzeit. Jesus hat alle Sünden und Verfehlungen dieser Welt durch seinen Kreuzestod auf sich genommen und ist dadurch in der Lage ALLES zu vergeben. Es kommt nur darauf an, ob der Mensch bereit ist, für seine Verfehlungen vor Gott einzustehen und diese sich in Folge vergeben zu lassen. Also ja, per Definition von Sünde, ist Homosexualität eine Sünde, weil es nicht das ist, was Gott sich für den Menschen erdacht hat.

Der Mensch war schon immer gleich! Er hat sich nie verändert. Die Mittel und Wege, wie man das Mensch-Sein lebt haben sich verändert, aber die Abgründe der menschlichen Sexualität sind seit jeher gleich geblieben. Seit jeher versucht der Mensch gegen Gott aufzulehnen, meistens geht es nicht gut für den Menschen aus.

Ist Homosexualität angeboren?

Davon gehen derzeit Genderwissenschaftler aus: Homosexualität sei ein Teil der Identität, angeboren, vererbt. Andere wiederum gehen davon aus, dass es anerzogen ist. (Ganz am Schluss habe ich eine Webseite verlinkt, die sich zur Aufgabe gemacht hat, mit Wissenschaft, die Behauptungen der LBGT+ Gemeinschaft zu widerlegen.)

Ich für meinen Teil bin bei der zweiten These.

Ich glaube, dass Gott jeden Menschen erschaffen hat. Ich glaube, dass Gott keine Fehler macht. Ich glaube, dass Gott jeden Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Ich glaube, dass Gott rein und ohne Sünde ist. Ich glaube, dass Gott nie etwas tun würde, um seine Schöpfung zu gefährden.
Dies will jemand den Menschen jedoch glauben machen- dass Gott sehr wohl fehleranfällig ist und seine Gebote und Verbote nicht mehr zeitgemäß sind. Dieser jemand ist der Teufel, Satan, oder Gegenspieler. Egal wie man ihn nennen möchte, er tut ALLES um Gottes Schöpfung zu ruinieren. Er infiltriert die Menschen, hinterlistig und ohne Reue. Er redet den Menschen ein, dass Gott dies alles heute nicht mehr so sehen würde. Und leider, ja leider, sind vor solchen hinterlistigen Attacken selbst Christen nicht gefeit! Daher die vielen Spaltungen unter den Christen. Die verschiedenen Bibelauslegungen, die verschiedenen Ansichten auf gewisse Dinge, die im Grunde nicht relevant sind für die Errettung des Menschen. Es zählt nur eins: Glaube, und du wirst errettet! 

Ein Zitat aus einer Facebookgruppe: “Homosexuelle pflanzen sich nicht fort, wie also bitte kann Homosexualität vererbt werden?”, welches ich gar nicht so blöd fand. Mal darüber nachdenken.

Interessant für mich wäre in dem Zusammenhang noch, dass die Bibel viel rund um das Zusammenleben von Mann und Frau regelt: wie sie sich gegenseitig behandeln sollen, wer für wen und wie verantwortlich ist, wie sie zueinander stehen sollen. Auch wie man es handhaben soll, falls eine Beziehung zwischen Mann und Frau nicht mehr funktioniert, wenn man die Ehe beenden will. All das ist genauestens geregelt. Aber keine einzige Bibelstelle, die das Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Paaren regelt. Mann und Mann oder Frau und Frau ist bei Gott schlicht und ergreifend nicht vorgesehen. Und ja, auch dazumal gab auch schon Homosexualität, wie man anhand der Worten des Alten Testamentes erkennen kann.

Ich dagegen sage: Damit ihr nicht der Unzucht verfallt, soll jeder Mann seine Ehefrau haben und jede Frau ihren Ehemann. 

1.Korinther 7,2 GNB

Im Römischen Reich zum Beispiel, zur Zeit der Apostel, gab es die sogenannten Lustknaben. Die Reicheren hielten sich junge Männer, um mit (an) diesen ihre Homosexualität ausleben zu können. Wie freiwillig das war, ist eine andere Sache, obwohl ich schon mal eine Abhandlung las, wonach das in gewissen Kreisen zum guten Ton gehörte, sich sexuell nicht einzuschränken. Ähnlich wie heute also. Und wo ist das Römische Reich heute? Vernichtet, wegen seiner Gottlosigkeit und das wird unserer Gesellschaft auch früher oder später blühen. Allerdings bleibt der Gedanke, dass wenn eine Vernichtung kommen sollte, es die Endvernichtung ist. Aber gut, das glaubten die Christen Jahrtausende vor uns auch schon. Gott lässt die Menschen lange gewähren, damit sie die Chance haben, doch noch zum ihm umzukehren, aber irgendwann reicht es ihm.

Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben. 

1.Korinther 6,9

Gott ist Liebe!

Er liebt jeden Menschen. Unabhängig davon was dieser tut oder schon getan hat. Der Mensch ist sein Geschöpf und er liebt seine Kreation!
Trotzdem rettet er nur diejenigen, die sich bewusst ihm anschließen. Er unternimmt jeden möglichen Versuch einen Menschen zu sich zu ziehen und dies will der Eine, der gefallene Engel der so sein wollte wie Gott und deswegen verstoßen wurde, mit allen Mitteln unterbinden und verhindern.
Man könnte meinen, die Menschen sind im Grunde nur der Spielball von Gott und Satan. Ja, sind sie in gewisser Weise auch, wenn sie sich nicht bewusst für eine Seite entscheiden. Es gibt nur für Gott oder gegen Gott. Für welche Seite entscheidest du dich?

Abschließend gesagt: Ja, Gott liebt auch den homosexuellen Menschen, ohne Frage! Aber er heißt es nicht gut und ist von seiner Homosexualität sogar angewidert (siehe Definition Gräuel). Zum Glück beschränkt Gott den Mensch nicht nur auf seine Sexualität. Der Mensch ist mehr als seine Triebe! Triebe kann man kontrollieren und muss es sogar! Dies scheint jedoch in unserer heutigen Zeit immer unpopulärer zu werden.
Ehepaare, die sich ihr Leben lang, auch sexuell, treu bleiben und Monogamie leben und auch vor ihrer gemeinsamen Zeit keinen anderen Sexualpartner hatten und dies auch noch als gut heißen und den jungen Menschen so weitergeben wollen, werden schon länger schief angesehen.
Sex nur mit einem Menschen und das ein Leben lang? Dies ist schon lange keine Option mehr für viele Menschen. Es wird darauf gepocht, dass man seine Triebe ausleben muss, da sonst scheinbar psychische Störungen die Folge sein können…

Psychische Störungen sind die Folge von Sünde, die man in seinem Leben zulässt. Was ist Sünde? Dies habe ich schon mal in dem Blogbeitrag Konservatives Christentum beschrieben. Sündiges Verhalten führt zu Lebenseinstellungen, die Gott nicht gefallen. Wenn man Christ ist, ist das Ziel eins mit Gott zu werden. Aber das geschieht nur, wenn man sich mit den Worten Gottes beschäftigt, in der Bibel liest und betet, dass Gott einem das Verständnis für sein Wort schenkt.

Lasst uns ein vorbildliches Leben führen, so wie es zum hellen Tag passt, ohne Fressgelage und Saufereien, ohne sexuelle Zügellosigkeit und Ausschweifungen, ohne Streit und Eifersucht.

Römer 13,13

Es gibt nur zwei Optionen: Für Gott oder gegen Gott. Einige versuchen dem aus dem Weg zu gehen, indem sie Agnostiker oder Atheisten werden und dies alles versuchen zu leugnen oder zu widerlegen. Damit spielen sie dem Gegenspieler in die Karten beziehungsweise sind sein Sprachrohr.
Wen Gott frei macht, den macht er wirklich frei! Es liegt an uns, ob wir in dieser Freiheit leben, oder uns wieder binden lassen.

Eine Bibelstelle die unter der Überschrift: ‘Warnung vor Irrlehren’, steht.

Aber für wen ist denn das Gesetz bestimmt? Doch nicht für Menschen, die nach Gottes Willen leben, sondern für solche, die gegen das Recht verstoßen und sich gegen Gott und seine Gebote auflehnen: Es gilt für Menschen, die von Gott nichts wissen wollen und Schuld auf sich laden, für Niederträchtige und Gewissenlose, für Leute, die ihren Vater und ihre Mutter oder einen anderen Menschen töten, sexuell unmoralisch leben, homosexuell verkehren, für Menschenhändler, für solche, die lügen und Meineide schwören oder in irgendeiner anderen Weise gegen die unverfälschte Lehre unseres Glaubens verstoßen.

1.Timotheus 1,9-10

Hier noch eine Bibelstelle aus dem neuen Testament, die anführt, dass die Worte Mose sehr wohl auch für uns heute gelten:

Ich meine deshalb«, erklärte Jakobus, »wir sollten den Nichtjuden, die zu Gott umgekehrt sind, keine unnötigen Lasten aufbürden und ihnen nicht die jüdischen Gesetze aufzwingenWir sollten ihnen allerdings einen Brief schreiben und von ihnen verlangen, dass sie sich nicht durch die Verehrung von Götzen unrein machen, keine verbotenen sexuellen Beziehungen eingehen, kein Fleisch von Tieren essen, die nicht völlig ausgeblutet sind, oder gar das Blut selbst verzehren. Denn diese Gebote von Mose sind seit alter Zeit überall bekannt. Aus seinem Gesetz wird ja an jedem Sabbat in allen Synagogen vorgelesen.«
Apostelgeschichte 15, 19-21 HFA

Zwei Stellen in der Offenbarung bezüglich sexueller Zügellosigkeit in der Endzeit:

Doch den einen Vorwurf muss ich dir machen: Du duldest Leute in deiner Mitte, die an der Lehre Bileams festhalten. Bileam hatte Balak gezeigt, wie er die Israeliten zu Fall bringen könnte. Er verführte sie zum Essen von Opferfleisch, das den Götzen geweiht war, und zu sexueller Zügellosigkeit.

Offenbarung 2,14

Doch den einen Vorwurf muss ich dir machen: Du unternimmst nichts gegen diese Isebel, die sich als Prophetin ausgibt. Und dabei verführt sie mit ihrer Lehre meine Leute zu sexueller Zügellosigkeit und zum Essen von Götzenopferfleisch.

Offenbarung 2,20

Hier noch ein interessanter Auszug zu dem Thema, aus einem katholischen Blog:

Gelebte Homosexualität war nach der Glaubensüberzeugung der Christen aller Jahrhunderte gegen den offenbarten Willen Gottes. Diese Überzeugung war bis vor kurzem gemeinsamer ökumenischer Konsens. Erst in der Folge der sogenannten sexuellen Revolution hat sich vor allem in manchen protestantischen Kirchen des Westens eine Umwertung von Lebensstilfragen ausgebreitet. Diese Entwicklung stößt in den orthodoxen und orientalischen Kirchen ebenso auf Befremden und Unverständnis wie in den lebendigen jungen Kirchen Afrikas und Asiens. Auch die römisch-katholische Kirche kann sich dieser Neubewertung nicht anschließen. Die westlichen protestantischen Kirchen, die sich die Neubewertung oder sogar Propagierung (z.B. durch Synodenbeschlüsse zur Segnung) sogenannter „alternativer Lebensformen“ zu eigen gemacht haben, kommen in ein ökumenisches Abseits, obwohl sie sicher im Trend des nachchristlichen geistigen Klimas der westlichen Welt liegen und damit ihre „politische Korrektheit“ diesen Kräften gegenüber beweisen.
Überzeugen kann mich das alles aber nicht, da ich keine geistige oder geistliche Grundlage erkennen kann, die mir zeigt, daß die gesamte Weltkirche bislang in einer falschen Bewertung gefangen gewesen sein soll.

https://www.dijg.de/homosexualitaet/kirche/warum-ich-als-christ-nicht-homosexuell-leben-kann/

Zum Schluss verlinke ich noch eine ganze Webseite, die sich den Behauptungen der LGBT-Bewegung mit Wissenschaft entgegenstellt: https://pro-lgbt.ru/de/ (ich habe nur zwei Beiträge durchgelesen und verbürge mich nicht für diese Webseite!)

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Pixabay und Duden

One Reply to “Homosexualität und Christentum”

  1. Hmm… Sünde nur als Lieblosigkeit zu definieren, setzt das Ausmaß von Sünde doch sehr arg herab. Lieblosigkeit gehört zu Liebe und Liebe gehört zu den Früchten des Geistes (Galaterbrief). Siehe dazu meinen Blogbeitrag über konservatives Christentum. Da habe ich das mit der Sünde aufgegriffen. https://andererseits.at/2018/03/27/konservatives-christentum/
    Sünde ist ganz einfach gesagt: Getrennt sein von Gott. Gott kann sich nicht in der Nähe von Sünde aufhalten. Wer bewusst sündigt, der trennt sich demzufolge bewusst und freiwillig von Gott.
    Unsere humanistische Gesellschaft redet immer von Liebe. Alles muss aus Liebe geschehen. Man muss alles lieben. Der Mensch wird besser, wenn man alles und jeden liebt und niemand verurteilt. Diese Liebe kommt jedoch nicht von Gott. Diese Liebe möchte der Mensch aus sich selbst produzieren und ist mangelhaft.
    Gräueltaten sind unbeschreiblich schreckliche, abstoßende Dinge und dazu zählt Gott laut der Bibel auch andere sexuelle Ausrichtungen und Vorlieben fernab von der monogamen, heterosexuellen, einvernehmlichen, gewaltfreien Beziehung.
    Wie ich schon schrieb. Gott liebt alle Menschen und wir Menschen sollen uns untereinander in Würde und Respekt begegnen.
    Ich sehe diesen Beitrag als einen Aufklärungsbeitrag. Die Bibel wird heute oft viel zu schwammig ausgelegt. Alles soll erlaubt sein, nichts soll kritisiert werden dürfen. Dies ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Wer die Sünde nicht anspricht, sündigt ebenso. Was dann der Mensch, der sich davon angesprochen fühlt daraus macht, ist seine Sache. Ist dieser Mensch Christ, muss er dies selbst mit Gott ausmachen. Ist dieser Mensch kein Christ und lehnt die Bibel allumfassend ab, wird so ein Beitrag ziemlich wahrscheinlich müde belächelt bis aggressiv dementiert werden.
    Wie sagte Jesus nachdem er vergeben hat: Gehe hin und sündige nicht mehr.
    Trotzdem ist kein Mensch ohne Sünde! Kein Christ ist ohne Sünde! Ich bin nicht ohne Sünde. Wir sündigen tagtäglich und uns muss tagtäglich vergeben werden und Gott vergibt uns auch tagtäglich!
    Wie du eingangs geschrieben hast, warst du mit der Erziehung deiner Eltern im Bezug aufs Christentum nicht einverstanden. Was hat dir da aufgestoßen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.