Die Politik und die Kinderbetreuung

In Deutschland existiert scheinbar ein Gesetz, wonach jedes Kind ein Recht auf einen Kitaplatz hat. Dies wird jedenfalls von vielen Müttern auf den sozialen Plattformen so weitergegeben. Ebenso häufig hört man, dass die Eltern für ihre Kinder keinen Kitaplatz bekommen. Es herrscht akuter Erziehermangel.
Der Staat steckt seit Jahren Unsummen in den Ausbau von Kitaplätzen. Alles, damit speziell die Frauen, schnell wieder in ihren Beruf einsteigen können und dadurch unter anderem keine Karriereverluste erleiden müssen. Frauen sind weiterhin meistens diejenigen, die am ehesten zu Hause bei den Kindern bleiben. Familienmodelle in denen die Betreuungszeiten von beiden Elternteilen übernommen werden, sind war immer mehr im Kommen, ist jedoch noch nicht gang und gebe. 
Es steckt aber auch ein enormer Druck dahinter: Frauen müssen ihre Kinder möglichst früh in Betreuung geben, damit sie wieder arbeiten gehen können, um das für die Familie notwendige Geld erwirtschaften zu können. Viele Familien kalkulieren fest ein, dass die Partnerin nach einem Jahr wieder, zumindest Teilzeit, arbeiten geht. 
Nun funktioniert dieses System jedoch nicht, da der Staat die Rechnung ohne den Mensch gemacht hat. Es fehlen Betreuungskräfte! Es gibt schlicht und ergreifend zu wenig junge Menschen, die den Beruf der Erzieherin/ des Erziehers erlernt haben, beziehungsweise erlernen wollen. Ohne Erzieher keine Kinderbetreuung.
Was tun? Viele Eltern sind auf ein zweites Einkommen angewiesen. Speziell in den Städten ist es unumgänglich: beide Partner müssen arbeiten gehen, damit das Familieneinkommen gedeckt ist. Hohe Lebenshaltungskosten, durch hohe Mieten.
Was macht der Staat? Was machen die Parteien in den Wahlkämpfen, wie jetzt zuletzt in Bayern? Sie fordern mehr und gratis Kinderbetreuung. Darf ich lachen? Wie ist denn damit bitteschön den Familien geholfen? Es gibt keine Erzieher! Da können diverse Eltern noch so auf ihr Recht pochen und dies sogar versuchen einzuklagen, was ich auf einem sozialen Netzwerk mitbekam. Ohne Personal, ohne Betreuer, keine Betreuung. 
Zu allererst müsste das Berufsbild des Erziehers aufgewertet werden, ebenso wie übrigens etliche andere Dienstleistungsberufe. Und erst dann, wenn genügend Betreuungspersonal vorhanden ist, kann über gratis Betreuung für Kinder nachgedacht werden! Solange dies nicht der Fall ist, besteht für viele Eltern auch keine reelle Chance, überhaupt einen Betreuungsplatz für ihre Kinder zu bekommen.
Aufwachen liebe Staatsobrigkeiten! Ihr macht eklatante Fehler!
Mein Vorschlag? Nehmt das Geld, welches ihr für die Kinderbetreuung und den Ausbau der Kitaplätze veranschlagt und verteilt es auf die Familien. Damit wäre allen mehr geholfen und die Familien könnten finanziell durchatmen. Die Kinder hätten auch was davon: Sie dürften länger zu Hause bleiben. Was gibt es für ein Kleinkind schöneres, als zu Hause bei Mama sein zu dürfen?
Natürlich ist dies alles gebietsabhängig. In Ballungszentren ist schwieriger, als in ländlichen Gebieten. Wobei in ländlichen Gebieten die Familien oftmals noch ein konservatives Familienbild leben und die Kinder somit nicht so früh in Betreuung gegeben werden.
 

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