Mütter und die Altersarmutfalle

Gestern las ich einen sehr interessanten Bericht, der mich gleichzeitig auch betroffen gemacht hat, wie Frauen über sich selbst und über das Kinder kriegen denken. Es dreht sich im Grunde alles um das liebe Geld. Und meine erster Gedanke als ich den Bericht anfing zu lesen war der: Warum ist die Autorin überhaupt schwanger geworden, wenn das alles so unheilvoll ist???

https://editionf.com/altersarmut-Wir-muessen-reden-Ladys

In dem Bericht geht es zusammengefasst darum, dass man das traditionelle Frauenbild nicht mehr halten kann, da die Frau selbst für ihr Einkommen und ihre Rente verantwortlich ist und nicht mehr der Mann, so wie in früheren Zeiten. Stimmt soweit!

Das patriarchalische System wird mal wieder angesprochen. Typisch Feminismus…: Man soll (darf) sich nicht abhängig machen von einem Mann (der Mann ist ja grundsätzlich der Böse), sondern man soll (muss) alles alleine stemmen können.

Wenn ich so denken würde, hätte ich nie Kinder bekommen. Ganz ehrlich.
Es wird das beliebte Argument mit der Scheidung und dass die Frau danach mittellos ist, angesprochen. Klar, Scheidungen gibt es, mehr als je zuvor. Aber es heiraten auch wieder mehr Paare. Die “alten Werte” scheinen wieder vermehrt an Bedeutung zu bekommen. Sie strahlen Sicherheit aus.

Ehe

Wir müssen uns für alles weitere erst einmal die Frage stellen: Was bedeutet Ehe eigentlich? Und ich spreche hier absichtlich nur von der Ehe. Wie die Gesetze aussehen, wenn ein Paar sich trennt, das “nur so” oder in eingetragener Partnerschaft zusammengelebt hat und Kinder zusammen gezeugt haben, weiß ich nicht. Hab ich mich auch noch nie damit beschäftigt. Obwohl ich sagen muss, das die meisten Berichte, die ich hier verwende, aus Deutschland stammen. Hier in Österreich geht es der Frau nach einer Scheidung noch besser. Sie kann, in den meisten Fällen, auf Unterhalt von ihrem Ex-Mann hoffen. Noch… Aber da ich Deutsche bin, interessiert es mich halt, wie es in Deutschland zu geht. 

Ehe bedeutet für mich uneingeschränktes Vertrauen, in ALLEN Lebensbereichen.

Alles gehört beiden zusammen. Ehe bedeutet für mich eins sein. Es ist ein Lebensbund, der besagt, das man von nun an gemeinsam durchs Leben wandelt und auch alle Entscheidungen ab sofort zusammen fällt. Man entscheidet sich gemeinsam Kinder zu bekommen, man entscheidet gemeinsam, dass die Frau z.B. die ersten Lebensjahre der Kinder zu Hause bleibt. Man entscheidet gemeinsam, was mit dem gemeinsamen Geld gemacht wird und man entscheidet gemeinsam über die Kindererziehung.
So machen wir das mal.
Alleingänge gibt es nicht und dies wollen wir auch gar nicht. Wenn ein Partner alleine entscheidet und der andere die Meinung nicht mit trägt, ist Ärger vorprogrammiert. Deswegen verstehe ich das Argument auch nicht, dass Frau für sich selbst sorgen können MUSS. Ein Paar entscheidet sich gemeinsam, dass die Frau am Anfang zu Hause bleibt, einfach aus dem Grund, weil die Mutter die ersten Lebensmonate die wichtigste Bezugsperson ist. Die ersten paar Monate hat der Papa eh nicht viel zu melden. Das Kind hängt vorzugsweise an der Mutter, die gibt die Nahrung, die hat das Kind 9 Monate im Körper getragen und unter Schmerzen geboren. Also… Ein ganz natürliches Phänomen.
ABER natürlich hat der Mann auch eine Verantwortung, wenn er für das Einkommen zuständig ist.

Hier kommt die Rentendebatte.

Zu Beginn erstmal eine Feststellung:
Wenn wir in Rente kommen, in 30 Jahren, bin ich mir fast vollkommen sicher, dass wir von staatlicher Seite fast nichts mehr bekommen. Es wird einem schon seit mehreren Jahren geraten, sich um eine private Altersvorsorge zu kümmern. (Sieht die Autorin übrigens genauso) Wer das nicht tut, tut mir leid, der ist selbst Schuld. Wie die Altersvorsorge im Einzelnen aussieht, das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Wertanlage? Versicherung? Auf Eigenregie sparen? Wer schlau ist, fängt das schon an, bevor Kinder geplant sind und doppeltes Gehalt zur Verfügung steht. Wir haben z.B. fast ein ganzes Gehalt jeden Monat zur Seite gelegt. Was uns jetzt wahrscheinlich zu Gute kommt, weil wir noch nie überschwänglich, ausladend gelebt haben. Normal halt.

Fakt ist, wer darauf vertraut, später mal von der staatlichen Rente leben zu können, der hat sowieso schon verloren. 

Hier kommt die Verantwortung des Mannes ins Spiel. Wer sagt denn, das man von dem gemeinsamen Einkommen, welches der Ehemann erwirtschaftet, nicht Geld anlegen oder beiseite legen kann, nur für die Frau? Ein Sparkonto anlegen, auf welches nur sie Zugriff hat? Einen Bausparvertrag nur für die Frau, eine Rentenversicherung nur für die Frau? Ein guter Mann schaut laut mir, das die Frau versorgt ist, wenn sie die gemeinsamen Kinder unentgeltlich aufzieht. Ganz ohne staatliche bzw. gesetzliche Grundlage. Natürlich für sich selbst auch… 😉 Gut, dies setzt natürlich voraus, dass der Mann genügend verdient.

EIGENVERANTWORTUNG!

Der Gesetzgeber muss nicht alles regeln und bestimmen!
Wenn diese Gegebenheit nicht vorhanden sind, sollte man sich (ohne jetzt jemand angreifen zu wollen) vielleicht überlegen, warum man überhaupt geheiratet hat oder heiraten möchte…

Und… Bevor ihr jetzt denkt, die spinnt doch die Alte… 😉 Ich rede hier “nur” von den ersten drei Lebensjahren des Kindes. Das sind nachweislich die Wichtigsten für die Eltern-Kind-Bindung. Was passiert, wenn diese Bindung nicht da ist, kann man an der hohen Jugendkriminalität und dem großen Hang zum Nationalsozialismus in einigen Regionen Deutschlands beobachten…
Wenn Kinder keine Wurzeln, keine Werte, keine Bindung von zu Hause mitbekommen haben, passiert sowas. Die Kinder hauen früh von zu Hause ab, weil sie keinen (Rück-)Halt zu Hause haben, suchen ihren Halt in dubiosen Organisationen und Philosophien und werden dadurch nicht selten kriminell.
Bei Familien, in denen der Mann nicht gut verdient, muss die Frau sowieso nach ein paar Jahren wieder arbeiten gehen, wenn die staatlichen Förderungen auslaufen.

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