Wer bestimmt, ab wann Leben lebenswert ist? #2

Es folgt ein stark politisch motivierter Beitrag. Verzeihung. Eigentlich wollte ich auf diesem Blog mich mit politischen Äußerungen zurückhalten, bei diesem Thema jedoch, kommt man nicht daran vorbei… Leider.

Obwohl ich nicht mehr in Deutschland wohne, komme ich irgendwie trotzdem nicht an dieser Diskussion über Paragraf 218 und 219a vorbei, welche derzeit in Deutschland sehr medial ausschlachtend geführt wird. Unsere Medien berichten auch darüber und daher denke ich, dass es auch in Österreich demnächst eine Debatte darüber geben wird. Die gesetzliche Lage ist hier allerdings etwas anders, wenn auch nicht viel. Siehe in einem unserer letzten Beiträge über das Thema Abtreibung (klick).

Was die junge SPD (Jusos) da von sich gibt, ist wirklich haarsträubend! Sinngemäß soll die Frau über allem stehen. Eine Frau hat das Recht über Leben und Tod zu entscheiden. Die Vorsitzende hat folgende Aussage getätigt (kann man in den oben verlinkten Video nachsehen):

Menschenrechte würden erst einmal für die Frau gelten, und dann „für alles andere“.

Sabrina Simmons- Jusos Vorsitzende

Diese Aussage beschreibt für mich eigentlich alles, was ich in den letzten Jahren schon angekreidet hatte: moderner Feminismus ist menschenfeindlich und egoistisch.

Die Frau soll als ranghöchster Mensch wahrgenommen werden und über allen und alles erhaben sein. Der Mann ist ihr Lakaie. Gleichberechtigung ist Augenwischerei für die dumme Bevölkerung, die den linksextremistischen Meinungen glaubt: Die Vorherrschaft der Frau soll angestrebt werden. Der Mann soll (wird) entmannt werden, damit er Ruhe gibt und keine eigene Meinung mehr hat. Die männliche Bevölkerung soll freundlich lächelnd der weiblichen Bevölkerung alles durchgehen lassen. Sonst werden sie des Patriarchats bezichtigt und somit als rückschrittlich beschimpft. Eine Frau MUSS immer und überall (mit-)bestimmen können. Was dabei herauskommt, wenn Frauen bestimmen, kann man an der Gender-Ideologie erkennen, welches von führenden Feministinnen Verbänden mitgetragen und initiiert wird.

Es geht dabei in keinster Weise um die Gleichberechtigung von Mann und Frau, es geht um das Gleichsein von Mann und Frau. Im Grunde soll der Mann mit seiner Männlichkeit ausgerottet werden, indem Mann Sein als negativ dargestellt wird. Aber gut, darüber schrieb ich auch schon des öfteren. Wenngleich ich auch viele Berichte wieder von diesem Blog gelöscht habe, nicht aus Angst vor den Reaktionen, sondern einfach aus dem Grund, weil zu weit hinten und in manchen Passagen nicht mehr aktuell. Ein paar Dinge werde ich vielleicht in Zukunft wieder veröffentlichen, nur mit anderer Wortwahl, besser gesagt, etwas umformuliert. 

Paradox finde ich ich jedoch den Fokus auf Tier- und Umweltschutz bei Feministinnenbewegungen. Ihren eigenen Nachwuchs möchten sie ohne Einschränkungen töten dürfen, aber sobald Tier oder Pflanze drauf steht, muss es unter allen Umständen geschützt und beschützt werden und darf ja nicht getötet werden! Veganismus hat Hochkonjunktur in diesen Kreisen. Im Grunde, meiner Meinung nach, eine Ersatzreligion um das schlechte Gewissen beruhigen zu können. 

Die radikal Linken sind absolut menschen verachtend, genauso wie die radikal Rechten. Diese beiden Lager sind auf die absolut selbe Stufe zu stellen! 

Tagespost.de Gastkommentar: Entlarvter Beschluss

Ich war die Tage mal wieder in eine Facebook Diskussion über Abtreibung involviert (letzten Endes wurde es mir zu doof und ich hab meinen Kommentar gelöscht) und die Meinungen sind echt heftig. Wie kann man nur so wenig natürlichen Menschenverstand besitzen, dass man wirklich glaubt, nur einen Zellklumpen zu vernichten? Wie Tami schon mal in ihrem Beitrag über Abtreibung geschrieben hat: die Sache mit dem Zellklumpen betrifft nur die ersten paar Wochen, in dieser wird jedoch seltenst eine Abtreibung durchgeführt. 

Eigentlich sollte ich meinen Facebook Account endlich mal wieder stilllegen… 😉

Es ist traurig, dass nur Menschen die einen religiösen Hintergrund haben, dieses als das titulieren was es ist: Mord. Es ist die bewusste Auslöschung von Leben mit Potenzial, wie Tami einmal treffend formulierte.

Die Grenzen von Moral und Anstand wurden in den letzten Jahren enorm aufgeweicht und verschoben. Wenn man einigen Berichten im Netz glauben schenken darf, ist der Großteil Nord- und Ostdeutschlands mittlerweile absolut antichristlich eingestellt. Berichte aus Berlin von christlichen Organisationen beschreiben, dass es enorm viel Aufklärungsarbeit benötigt, um den Menschen das Christentum nahe zu bringen. Zumeist wird man ausgelacht und verspottet. Kinder von gläubigen Christen haben es an Schulen enorm schwer. Die Früchte des vergangenen kommunistischen Regimes… 
Sobald man nur das Wort Gott oder Glauben in den Mund nimmt, wird man in seiner Argumentation nicht mehr für voll genommen. Alles weitere was man dann sagt oder tut ist eigentlich von vorneherein schon irrelevant und man wird als dumm und rückschrittlich betitelt.
„Wir leben nicht mehr in den 50ern“, ist die häufigste Antwort auf alles was man zu dem Thema sagt. Sehr einseitige und vorgefertigte Antwort. Manchmal fragt man sich, ob die Leute überhaupt noch eine eigene Meinung haben… 

Diese Strategie: „Einen Menschen versuchen mundtot zu machen, indem man ihn als dumm bezeichnet“, geht mal bei mir nicht auf. Im Gegenteil, ich weiß was ich vertrete. Ich informiere mich schon seit Jahren fortlaufend über dieses Thema, sowie über viele andere.

Abtreibung darf nicht ohne umfassende Kontrolle und unabhängige Information für jede Frau frei zugänglich werden! 

Wenn man Aufklärungs- und Informationsarbeit betreibt, dann umfassend. Mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Und eben diese müssen auch bekannt sein! Im Internet kann man sich über alles informieren und eben diese Berichte über Frauen, die diese Entscheidung bereuen und zutiefst bedauern findet man viel zu selten. Viele Frauen trauen sich laut mir damit gar nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, weil sie Angst vor den Radikalfeministinnen haben.
Die meisten Berichte, die ich bisher las, waren größtenteils positiv gehalten mit Frauen, die sich sogar ihrer Entscheidung noch rühmten. Negative Schwingungen wurden gekonnt umschrieben, sodass es sich gar nicht so schlimm anhörte. 

Auf der anderen Seite sind es bei weitem nicht nur Frauen, mit unsicherer Lebenslage, die eine Abtreibung vornehmen lassen! Viele sind wohl in einer fixen Partnerschaft und haben schon Kinder oder bekommen in weiterer Folge noch andere Kinder.

Kurze Geschichte dazu:

Eine Freundin von mir wohnte lange Jahre neben einer Abtreibungsklinik (selber Hausflur) und sie erzählte, es würden oft Frauen kommen, mit Kinderwagen und dem Kindsvater im Schlepptau.
Die Frau würde ins Behandlungszimmer gehen und der Vater mit dem vorhandenen Kind draußen warten.

Da fragt man sich: Wie kann das sein??? Wer gibt einem das Recht darüber zu entscheiden: Dieses Kind darf leben, aber das andere nicht???

Sie sprach ab und an mit der ein oder anderen Frau, die dort wartete und betete sogar mit der einen oder anderen oder sie kamen einfach über ihre eigenen Kinder ins Gespräche über Gott und die Welt. Meistens waren die Frauen davon überfordert so schnell nach einem Kind wieder schwanger geworden zu sein  und meinten, sie würden das nicht schaffen. 

Ihr wurde dies dann jedoch in Folge von der Klinikleitung, von dem verantwortlichen Arzt, abgestellt, da man befürchtete, sie würde die Kundinnen vergraulen- so ihre Vermutung. Den Frauen wurde angeraten, sich nicht mehr vorne im Hausflur aufzuhalten.

Fazit

Allerdings frage ich mich, warum die Männer da mitmachen? Wenn ich ein Mann wäre und eine Frau hätte, die sagt, sie schafft das mit den Kindern nicht, würde ich sie ermutigen und bestärken und ihr helfen, damit sie es schafft! Je nach ausgemachter Familienstruktur. Gemeinsam ist man stark. Für was hat man einen Partner?
Nein, ich würde nicht zulassen, dass meine Frau unser gemeinsames Kind abtreibt! Gut, wahrscheinlich würde ich erst gar keine Frau heiraten, die pro Abtreibung ist… Der Wenn und der Hätte.

Also ja, mischt euch ein, wenn eine (deine) Frau ein Kind abtreiben möchte und dies sogar noch kommuniziert. Nichts tun und einfach aus falsch verstandener Toleranz hinnehmen ist genauso schlimm, wie bei Fehlern bestärken. Man nimmt bewusst hin, dass dieser Mensch auf einen Abgrund zugeht.

Wie sich die Frau dann schlussendlich entscheidet, ist ihre Sache, richtig. Sie muss mit den Folgen lebenslang leben, nicht ihr. Aber ihr habt ein reines Gewissen, dass ihr alles getan habt, um diese Frau vor einem massiven Fehler zu bewahren.

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7 Kommentare

  1. Dein Absatz über Feminismus ist mir sehr befremdlich. Wenn es den nicht gegeben hätte, wo wären wir dann? Dann könnten Papas zum Beispiel heutzutage nicht in Elternzeit gehen (oder fällt das für dich unter Entmannung?)
    Zu Abtreibung habe ich ja schon unter den letzten Beitrag was geschrieben. Ich finde es gefährlich, ein Verbot auszusprechen.

    1. Ich lasse es jetzt einfach mal so stehen. Vielleicht schreibe ich mal noch einen Blogbeitrag darüber, warum ich Feminismus so sehe und warum das Bild von Mann und Frau in den letzten Jahrhunderten so fehlgeleitet war und ist und vor allem was die Kirche und die Industrialisierung damit zu tun haben.
      Im Grunde lebt keiner so, wie es menschlich wäre.
      Deine Meinung. Kann ich nicht ändern. 🙂

    2. Nun ja der Urfeminismus war und ist förderlich, jedoch befinden wir uns in der sogenannten 4. Generation von Feministen. Meine Mutter selbst starke Verfechterin von Feminismus, die selbst in den 1970er Jahren für mehr Frauenrechte auf die Straße gegangen ist sagt, das der jetzige Feminismus nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun hat. Die heutigen Feministen verstehen nicht das weder Frau noch Mann je wirklich frei sein wird. Ganz einfach aus dem Grund, jeder Mensch hat eine Box, die seine Freiheit darstellt. In einer perfekten Gesellschaft liegt jede dieser Boxen nebeneinander und ist gleich Groß. Sobald jemand an Freiheit dazugewinnt, verlieren automatisch die Personen um ihn herum an Freiheit.Früher haben wir demonstriert weil die Freiheit(Boxen) der Männer zu groß waren. Heutzutage gibt es nur noch minimale Unterschiede bei denen Frauen benachteiligt werden, die Liste der Männer wird währenddessen immer größer(sehen sie Anzahl an Frauenhäuser im Vergleich zu Männerhäuser, bzw Suizidraten zwischen Mann und Frau. Die Suizidrate entsteht durch das Rollenbild des starken Mannes in der Gesellschaft, der niemals schwäche zeigen darf.). Wir brauchen einen neuen Reformierten Feminismus, der wirklich für beide Geschlechter steht und nicht nur auf dem Papier leer Worthülsen sind.

  2. Klar passt es der Kirche nicht, dass sie Einfluss verliert. Aber an was man glaubt oder nicht sollte jeder für sich selbst entscheiden und den anderen an das glauben lassen was er möchte. Natürlich fällt es schwer, solche grundsätzlichen. Wenn Weltanschauungen völlig anders sind wird dieses auch auf andere Aussagen übertragen, leider auch auf die Bewertung davon unabhängigen Dingen. Das man beim missionieren auf Spott stößt , damit muß man rechnen. Wie kommt man auf die irrige Idee, dass jemand nur darauf wartet sein Weltbild einreißen zu lassen. Es gab Zeiten und heute noch Orte, da wurde und wird man für so eine Lästerung erschlagen. Sei froh, dass man bei uns nur ausgelacht wird.

    1. Ich rede jetzt nicht von einer Kirche, ich rede vom christlichen Glauben allgemein. Für mich ist das Christentum nicht an eine Organisation gebunden. Ich bin auch in keiner Kirche/ Organisation und glaube trotzdem was in der Bibel steht.
      Ich glaube vielmehr, dass durch den Kommunismus und den forcierten Atheismus und den Bezug auf sich und seine Arbeitskraft, den Menschen abhanden gekommen ist, dass es sehr wohl etwas höheres gibt, auch wenn man es vielleicht nicht wahrhaben möchte.
      Aber das ist jetzt wieder meine Auslegung.
      Da hast du allerdings recht, in anderen Ländern dieser Erde wird man für konträre Sichtweisen getötet und hingerichtet.

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