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Kann man sich bewusst und aus Überzeugung, allen Widrigkeiten zum Trotz, gegen ein Abtreibung entscheiden? JA!

Dazu meine Geschichte, als ich mit unserem dritten Kind schwanger wurde:

Mein Ältester ist derzeit fünf, mein Zweiter fast drei und meine Jüngste ist 15 Monate, also knapp anderthalb Jahre. Ziemlich eng aufeinander! Und nein, dies war nicht so von uns geplant!

Als mein Zweiter 11 Monate alt war, wurde ich überraschend wieder schwanger. Klar, man kann lapidar sagen: wir waren zu blöd zum verhüten- was ja auch stimmte, aber die Schwangerschaft war da und nicht mehr rückgängig zu machen.

Ich war von meinen beiden Jungs schon vollkommen gefordert und teilweise auch überfordert. Unsere Kinder sind alle sehr willensstarke Persönlichkeiten, über die man nicht einfach drüber fahren kann und gut ist, sonst hängt hier der Haussegen massiv schief. Also keine gute Voraussetzung für eine weitere Schwangerschaft, besser gesagt, Kind.

Im Grunde wollte ich zu diesem Zeitpunkt gar kein weiteres Kind mehr. Wir sprachen immer mal wieder davon: „Vielleicht, in ein paar Jahren… Dann hat sich vielleicht alles wieder soweit beruhigt, um wieder Nerven und Elan für ein Baby zu haben…“ Aber innerlich sagte ich nein zu einem weiteren Kind.

Ach, wie hab ich mit mir gerungen, als ich von dieser Schwangerschaft erfuhr….

Wenn… Ja, wenn, ich keine Gewissensbisse hätte, könnte ich das Kind doch einfach wegmachen lassen, oder? Dann wäre alles erledigt.

Nein, Abtreibung ist Mord!

Aber… Ich schaffe das nicht.

Nein, Abtreibung ist Mord!

ICH WILL doch endlich mal wieder leben, was ohne Kinder tun, ich hab keine Lust, nochmals ein Baby und schlaflose Nächte zu haben!

Nein, Abtreibung ist Mord!

Scheiße ich mag nicht!!! Warum??? Warum ich???

Nein, Abtreibung ist Mord!

So ging es die ersten paar Wochen immer mal wieder.

Ich schrieb vor einiger Zeit schon mal einen Bericht über meine dritte Schwangerschaft und Geburt, dieser ist jedoch auf diesem Blog nicht mehr verfügbar. Als meine Nachbarin dies las, war sie schockiert von meinen Gedanken: „Würdest du das so deinem Kind erzählen? Dein armes Kind! Gut, bis deine Tochter lesen kann, gibt es diesen Blog wahrscheinlich eh nicht mehr“- womit sie wahrscheinlich recht hat.

Würde ich dies alles meiner Tochter erzählen? Ja. Einfach aus dem Grund, damit sie weiß: ich habe mich bewusst für sie entschieden. Sie ist meine kleine geliebte Tochter und ich bin Gott froh, sie im Arm halten zu dürfen!

Gott hat uns nach zwei Söhnen noch eine wunderbare Tochter geschenkt!

Mein Mann und ich hatten für ihre Entstehung bewusst Sex. Es war schön! 😉 Dazumal hatten wir seit einem Jahr keinen Sex mehr (krass, oder?) und ja… da hat man nicht so sehr über Verhütung nachgedacht, im Eifer des Gefechtes. Ihr wisst was ich meine… Oder auch nicht, je nachdem. Und es ist auch etwas wunderschönes dabei herausgekommen! Auch wenn ich von diesem Geschenk erst überhaupt nicht begeistert war… Den Wert mancher Geschenke lernt man erst im nachhinein zu schätzen.

Während meiner Stillzeiten hatte ich absolut keine Lust auf Sex. Im Gegenteil, ich war angewidert von dem Akt und konnte keine körperliche Nähe ertragen. Das Baby den ganzen Tag an mir und um mich, hat mir mehr als gereicht… Mein armer Mann… 😁 Er hat es ganz gut verkraftet… Wäre vielleicht auch mal ein Thema für einen weiteren Blogbeitrag: Verheiratet- immer einen ständig verfügbaren Sexualpartner im Haus? Wir werden sehen…! 😉

Also nein, das Argument „ich schaffe es nicht“ lasse ich nicht gelten, aus dem einfachen Grund: Ich habe es auch durchgezogen und… es klappt!
Ja, es gehört eine ordentliche Spur Überzeugung dazu, aber die kann sich jeder aneignen!

Wem Kinder wirklich wichtig sind, für den sollte das Thema Abtreibung nicht relevant sein!

Verurteile ich jetzt alle Frauen, die schon mal eine Abtreibung haben durchführen lassen? Nein, wie könnte ich! Wie ich in Teil 1 schrieb: Geschehen ist geschehen und nicht rückgängig zu machen. Es wäre falsch auf alten Fehlern herumzureiten. Das bringt niemanden etwas. Nach vorne blicken und beim nächsten Mal besser machen!

Ach ja, wer sich mal Bilder von abgetriebenen Kindern ansehen „möchte“ gibt bei Google einfach mal die Worte: „no abortion“ ein. Mir wird mal schlecht dabei…

⬅Teil 2

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