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Filmvorstellung: Bedingungslos geliebt

Erschienen 2013 | FSK 6 | 80 Minuten | uneingeschränkt empfehlenswert!

Gestern Abend sah ich mir einen wirklich schönen Film an. Dieser war schon lange auf meiner Amazon Prime Wunschliste (Werbung). Warum ich mir gerade diesen Film gestern aussuchte? Keine Ahnung. Es war wohl Fügung… 😉

In dem Film geht es um das Buch Hosea aus der Bibel. Es ist eine Geschichte in der Geschichte.

Eine Jugendgruppe macht einen zweitägigen Campingtrip in einen abgelegenen Waldteil und der Jugendleiter erzählt den Jugendlichen in Folge die Geschichte von Hosea. Die Geschichte von Hosea wird in dem Film mit den historischen Gegebenheiten nacherzählt bzw nachgespielt und so können die Zuschauer in die erzählte Geschichte eintauchen. Die Jugendlichen werden in Folge mit ihren unterschiedlichen Charakteren und Problemen auch noch mit vorgestellt.

Am Abend sitzen alle zusammen und der Jugendleiter erzählt mit eigenen Worten und noch etwas ausgeschmückt, da in der Bibel nicht viel zu den dazumaligen Lebensumständen steht, die Geschichte von Hosea. Als Hintergrund erzählt er, dass das Volk Israel damals in zwei Lager aufgespalten war. Eine Seite glaubte fest an Gott und die andere Seite wendete sich anderen Göttern zu. Um die zweite Seite geht es Gott in dem Buch Hosea.

Hosea war ein Mann Gottes, ein Prophet.

Er glaubte fest an Gott. Er bekam von Gott den Auftrag sein Volk, die Israeliten, zu warnen: Wenn sie nicht von den bösen Wegen abkommen und sich ihm wieder zuwenden, würde er ihnen Strafen schicken.

Dies wurde in Folge von den Jugendlichen als negativ dargestellt- verständlicherweise. Denn, warum straft ein Gott, der die Menschen doch anscheinend so sehr liebt?

Um es gleich vorweg zu nehmen: die Geschichte von Hosea ist ein Sinnbild dafür, wie Gott sein Volk sieht. Hosea erlebt quasi dieselbe Gefühlswelt, wie Gott im Bezug auf sein Volk:  Er liebte seine Frau über alles, aber diese tat alles um ihm zu schaden.

Das Eheverprechen als Gelübde, welches nicht gebrochen wird.

Hosea bekommt von Gott den Auftrag eine Hure/ Prostituierte zu heiraten und obwohl Hosea weiß, dass diese Frau ihm niemals treu sein wird, heiratet er sie, weil es Gottes Auftrag ist. Er liebt sie und behandelt sie gut.

Dies warf in mir die Frage auf: Was ist wahre Liebe wirklich? Wahre Liebe hat nichts mit Gefühlen zu tun. Wahre Liebe ist eine Entscheidung.

In Folge geht sie ihm (wieder einmal) fremd. Der Mann, mit dem sie ihn betrügt überhäuft sie mit Gold und Silber, dafür muss sie alles tun, was er verlangt. Was sie jedoch erst einmal nicht sieht, weil ihr Gold und Silber wichtiger sind. Dies wird in Folge für sie zum Verhängnis, als sie sich seinen Wünschen verweigert. Er wirft sie aus seinen Gemächern und bietet sie als Sklavin zum Verkauf an. Hosea bekommt dies mit und kauft seine Frau, mit allem Ersparten was er hat, zurück. Weil er sie liebt. Hosea ist kein reicher Mann. Er verdient den Familienunterhalt mit Töpferwaren. Seine Frau ist ihm mehr Wert als alles Geld. Die beiden bekommen drei Kinder, welche alle einen besonderen Namen von Gott bekommen. Jeder Name hat eine Bedeutung für das Volk Israel.

Tipp: Die 5 Sprachen der Liebe- Buchempfehlung

Hosea predigt die ihm von Gott eingegebenen Worte den Menschen und vor allem auch den Dienern Gottes, den Pharisäern und Schriftgelehrten der damaligen Zeit. Diese haben jedoch nur spottende Wort für Hosea übrig. Vor allem auch, weil sie wissen, wer seine Frau ist und dass sie ihm nicht treu ist. Was will einer, der nicht mal seine eigene Frau im Griff hat uns erzählen? Wie hochnäsig ist dieser Mann, der uns erzählt, wie wir zu leben haben, obwohl er nicht mal sein eigenes Leben im Griff hat?

Hosea tut was Gott ihm aufträgt und erträgt allen Hohn und Spott. Das hat mich am Meisten fasziniert. Gott hat bei ihm den höchsten Stellenwert. Er gibt Gottes Worte weiter, unabhängig davon, was die Menschen von ihm denken.

Das Ende der Geschichte: Die Israeliten glaubten Hosea nicht, so schickt Gott in weiter Folge die Assyrer. Diese greifen das Volk Gottes an und Versklaven sie um sie für ihre Gottlosigkeit zu bestrafen.

Wer die Geschichte der Israeliten aus der Bibel und den geschichtlichen Dokumenten kennt weiß, dass es solche Situationen von Strafe und Rettung öfter gab. Auch in jüngster Zeit. Gott lässt sein Volk nicht los! Israel ist sein Volk und er liebt es. Leider erkennen die Juden Jesus immer noch nicht als Messias an. Nichtsdestotrotz bleibt er bei ihnen und hilft ihnen! 

Meine Gedanken dazu

Ist Gott ungerecht? Nein. Er liebt die Menschen, er möchte das Beste für jeden von uns. Bei ihm ist Strafe ein Mittel zur Erziehung. Ich weiß, dies ist heute nicht mehr populär, war es dazumal auch schon nicht. Doch Gott ist nicht populär. Er ist und bleibt immer gleich.

Ich glaube, wir wollen hier in unserer Gesellschaft denselben Wohlfühlglauben und Wohlfühlgott, wie die Menschen dazumal schon.

Ich sagte ja schon oft: Der Mensch verändert sich nicht, der Mensch war schon immer gleich auch die Abgründe des Menschen waren schon immer gleich, nur die äußeren Gegebenheiten veränderten sich.

Der Mensch möchte nur das Gute abschöpfen, die Privilegien. Sobald es jedoch darum geht, dass auch etwas von ihm gefordert und verlangt wird, nämlich Regeln einhalten, Treue und Gehorsam dem Schöpfergott gegenüber, wird er zum gemeinen Gott, der die Menschen einschränkt. Diesen Gott möchte man nicht. Man möchte tun uns lassen können, was man möchte. Ohne Einschränkungen und Regeln. Gott lässt dies jedoch nicht zu. Er ermahnt die Menschen immer wieder. Noch lässt er das Treiben jedoch zu, denn er hat jeden Menschen mit einem freien Willen ausgestattet. Jeder Mensch kann und darf sich frei entscheiden: Für ihn oder gegen ihn.

Doch auch wenn ein Mensch sich gegen ihn entscheidet, lässt er keinen Versuch aus um diesen doch noch zu retten. Wir Menschen leben durchschnittlich glaube 80 Jahre, also genügend Zeit, um sich noch umzuentscheiden! 🙂

Wird Gott die Menschheit bestrafen und die Gottesfürchtigen belohnen? Ja, irgendwann. Laut der Bibel wird es irgendwann ein Ende dieser Welt geben. Wann genau weiß keiner, daran beißen sich die größten Wissenschaftler die Zähne aus. Aber bis es dazu kommt, gibt Gott jedem Menschen zigtausend Chancen, sich ihm zuzuwenden. Gott liebt uns! Er möchte mit jedem eine persönliche Beziehung haben. Wir sind seine Kinder! Er hat seinen eigenen Sohn geopfert, damit wir ohne Probleme zu ihm kommen können. Es ist kein Opfer des Menschen an sich mehr nötig. In den Zeiten der Israeliten waren Brandopfer (Tiere, Ernte) notwendig, um sich die Sünden vergeben zu lassen.

Leider glaube ich, dass unsere Gesellschaft in vielem schon zu kaputt ist, um zu erkennen, wer Gott wirklich ist. Trotzdem gibt Gott nicht auf!

Ich für meinen Teil hatte arge Probleme damit, Gott als liebenden Vater anzuerkennen, da ich von menschlicher Seite nicht wusste, wie ein liebender Vater agiert. Und so denke ich, geht es vielen Menschen heute auch.

Männer, die keine richtigen Männer mehr sind und dadurch auch kein guter Vater sein können. Zerbrochene Familien, in der der Vater nicht Vorort ist oder von der Mutter dem Kind bewusst vorenthalten wird. Patchworkfamilien, in denen eine Art von Familie gelebt wird, in denen die Kinder jedoch ein Elternteil vorgesetzt bekommen, welches für sie kein richtiges Elternteil ist. Alternative Familienformen, die das männliche Teil gleich von vorneherein als böse ausschließen.
Wie können Kinder, die nie einen richtig menschlichen Vater erlebt haben, die Liebe Gottes begreifen? Das ist ein harter und schwerer Weg. Aber, wenn man es möchte, dann klappt es! Ich habe erst durch meinen Mann begriffen, wie Gottes Liebe sein kann.

Falls du nie von deinem menschlichen Vater geliebt worden bist, hoffe ich für dich, dass du jemand findest, der dir diese bedingungslose Liebe näher bringen darf!

Gott möchte, dass wir seine Regeln einhalten, da er sie zum Schutz des Menschen aufgestellt hat. Wer an den Gott der Bibel glaubt, der muss zwangsläufig auch glauben, dass sein Gegenspieler, der Teufel, existiert. Dieser ist der offensichtliche Herrscher dieser Welt. Er tut alles, um den Menschen glauben zu machen, dass es Gott schlecht mit ihnen meint. Derweil ist der Teufel es, der die Menschen zerstört. Er lässt keinen Versuch aus, um die Menschen von Gottes Weg abzubringen. Er bringt des Menschen ewiges Verderben.

Gott liebt uns so unendlich, dass er keinen Versuch auslässt uns zu retten! Und das obwohl wir seine Liebe eigentlich gar nicht verdient haben.

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