Bindungen und Flüche erkennen

Durch die Geschichte von Jessica Verfürth in ihrem Buch: “Gottes Handschrift in meinem Leben”, bin ich auf die Sache mit der Erbsünde oder auch Erbflüche gestoßen. Es war mir nichts ganz Neues, jedoch gut mal wieder darüber zu lesen.

Darauf folgend hat es mich beschäftigt, denn es ist ein ganz wichtiges Thema, wie ich finde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass davon in meiner Ausgangsfamilie auch einiges vorhanden ist. Leider. Aber ich weiß, dass meine Familie da bei Weitem nicht die Einzige ist. Zuerst einmal muss man jedoch zu der Erkenntnis kommen, dass man Bindungen in sich trägt, die einen an einem freien, glücklichen und selbstbestimmten Leben hindern. Ohne eine Erkenntnis keine Heilung!

Sünden oder auch Flüche werden bis zu sieben Generationen weitervererbt, wenn diese nicht gebrochen werden.

Ich brauche da jetzt gar nichts wissenschaftliches von mir geben, obwohl es was dazu gibt. Denkt einfach mal an euch und eure Familien, oder an Bekannte oder Freunde, die in negativen Dingen gleich sind wie ihre Eltern oder sogar Großeltern. Oft liegen dieselben Laster und Charaktereigenschaften vor. Und die sind hinderlich für ein glückliches Leben: Süchte, psychische Erkrankungen, Ängste, innere Bindungen…

Die Bibel sagt in den Büchern Mose, dass wir Flüche bis ins siebte Gebein vererben. Also bis in die siebte Generation.
Die Medizin spricht davon, dass psychische und physische Krankheiten vererbt werden über Generationen hinweg. Die Mendelsche Regel von Johann Gregor Mendel besagt ebenfalls, dass laut seiner drei Kreuzungsschemen die Eigenschaften der Eltern auf ihre Kinder bis in die siebte Versuchsreihe vererbt werden und danach keine genetische Übereinstimmung mehr mit dem ersten Kreuzungsprobanden besteht.
Auch unsere Charakterzüge und Gewohnheiten vererben wir weiter und das nicht nur durchs vorleben. Und die Biologie sagt auch, dass die Zelle des Menschen sich erinnert und so werden auch Traumata, wie zum Beispiel die der Kriegsgeneration, weiter durch die Zellen vererbt. Wie du siehst, muss an der Vererbungssache was dran sein.

Jessica Verführt in “Gottes Handschrift in meinem Leben”. Beginn letztes Kapitel.

Flüche

Falls ihr jetzt denkt: Sowas wie Flüche gibt es doch gar nicht und Magie ist Hokuspokus. Da muss ich euch leider enttäuschen. Dies ist genauso real, wie dass es einen Gott gibt. Ok, ein doofer Vergleich für diejenigen, die nicht glauben, dass es einen Gott gibt.

Wie sagt man so schön: Glauben heißt nicht wissen! Ein Glaube basiert immer darauf, dass ein Mensch glaubt etwas zu wissen. Ich weiß, dass Gott existiert, einfach weil ich ihn schon erleben durfte. Ein anderer Mensch glaubt dies nicht und hält mich für dumm, weil ich an etwas Höheres glaube.

Aber wenn man mal ganz genau in sich geht und alles im Leben ausführlich beleuchtet: das Sein, die Natur, alles um einen herum, dann kommt man eigentlich ziemlich automatisch darauf, dass es etwas Höheres geben muss.

Der Mensch versucht immer alles zu erklären und bei Vielem ist es ihm auch schon gelungen! Auch viele historische Begebenheiten aus der Bibel wurden schon für wahr erklärt. Aber alles ist derzeit einfach noch nicht erklärbar, oder es hat sich bisher noch nie jemand darum bemüht es korrekt wissenschaftlich zu untersuchen. Klar, der nicht glaubende Mensch kann einfach darauf warten, bis ihm alles ohne Glauben, ohne die Existenz einer höheren Macht, erklärt wurde. Viel Spaß beim warten! 😉

Manche Erkenntnisse der modernen Forschung, die als Anhaltspunkte für einen Beweis gegen Gott angeführt wurden, ist von führenden Wissenschaftlern auch schon wieder revidiert worden. So wie etwa z.B. die Evolutionstheorie von Charles Darwin, die leider Eingang in die Biologie der Lehrinstitute erhalten hat, obwohl die Evolutionskette bis heute nicht vollständig erklärbar ist. Es gibt immer noch Lücken. Ein Mensch mit Hirn glaubt heute nicht mehr, dass die Evolutionstheorie so geschah.

Wer also vehement leugnet etwas zu glauben, aber an eine unbelegte wissenschaftliche Theorie glaubt, glaubt auch etwas! Ich behaupte, jeder Mensch glaubt an irgendetwas. Sei es nun an sich selbst, an den Wert irgendeines Objektes, oder an irgendwelche Götter. Die meisten die sich Atheisten nennen sind laut mir eher Agnostiker. Sie versuchen durch wissenschaftliche Beweise oder sonstige Belege eine Existenz Gottes als widersinnig zu beweisen. Mir persönlich ist mal eher die zweite Kategorie von Menschen unter gekommen. Natürlich schließen sich Agnostizismus und Atheismus nicht aus.

Was ist ein Fluch überhaupt?

Ein Mensch kann über einen anderen Menschen einen Fluch aussprechen und dieser ist bindend. Nur der Mensch, der den Fluch ausgesprochen hat, kann diesen wieder brechen. Oder Gott, denn Gott ist stärker als jeder Fluch, der von seinem Gegenspieler dem Teufel kommt. Und durch seine Helferlein, den Dämonen, ausgeführt wird. Merke: Gott ist stärker als der Teufel! Der Teufel ist ein gefallener Erzengel und steht somit unter Gott.

Es gibt übrigens keine gute und böse Magie. Magie ist immer schlecht. Und vor allem, wenn man Magie anwendend, betrifft das nicht nur denjenigen, den man verflucht, verwünscht oder verhext, sondern es verlangt auch von demjenigen viel ab, der es angewandt hat. Es gibt sozusagen immer eine Rückkoppelung.

Dies alles klingt jetzt “gescheit” von mir, obwohl ich es noch nie gesehen, geschweige denn angewandt habe- Gott sei Dank! Dies las ich in Erfahrungsberichten von Befreiten, unter anderem auch in dem Buch von Jessica Verfürth.

Auf umgekehrte, und bessere, Weise geht es übrigens auch, dann spricht man von einem Segen. Man kann einen Menschen segnen und ihm Gutes mit auf seinen Lebensweg geben. Ein Segen hat genauso viel Macht, wenn nicht noch mehr Macht, wie ein Fluch! Nur dass ein Segen von Gott kommt und immer Gutes beinhaltet, während ein Fluch die eigensinnigen und egoistischen Wünsche und Begierden eines Menschen auf einen anderen Menschen übertragen.

Süchte

Bei uns in der Familie sind es ganz klar die Süchte die binden, die da wären: Alkoholismus, Nikotin, Marihuana. Zudem psychische Störungen wie die narzisstische Persönlichkeitsstörung und Depressionen, die laut mir auch auf den Suchtmittelmissbrauch zurückzuführen sind.

Ich sehe es an meinen Brüdern, wie das Rad sich weiterdreht: Mein Opa väterlicherseits ist am Alkohol früh gestorben- wie es mit den Generationen davor war, weiß ich nicht, darüber ist mir nichts bekannt- mein Vater hat ein Alkoholproblem und mindestens einer meiner Brüder hat auch ein Alkoholproblem. Von einem meiner Onkel väterlicherseits weiß ich auch, dass er Suchtprobleme hat und sein Sohn ebenfalls. Es scheint immer die männlichen Nachkommen zu betreffen. Zudem ist noch bei jedem eine Nikotin- und/ oder Marihuanasucht vorhanden. Auch letzteres zieht sich durch die Familie väterlicherseits hindurch. Ich durfte mich Gott sei Dank davon befreien.

Ich muss diese Flüche brechen! Sonst besteht die Gefahr, dass meine Kinder ebenfalls diese Bindungen erleben müssen.

Mütterlicherseits könnte es irgendwas Richtung Wut und Kontrolle sein, bin mir jedoch noch nicht zu 100% sicher. Ich weiß nur, dass ich manchmal vollkommen unkontrolliert in Rage gerate, wegen nichts und wider nichts, und beginne meine Kinder anzuschreien, wegen Kleinigkeiten, obwohl ich es gar nicht will. Ich fühle mich danach grottenschlecht. Es überkommt mich, ich kann nichts dagegen tun und auch wenn ich es schaffe, es mir selbst noch rechtzeitig zu verbieten, bleibt ein dicker fetter Kloß im Hals übrig, der raus möchte. Selbstkontrolle ist in diesem Zusammenhang bei mir ein großes Thema. Ich vermute, dies hat einen dämonischen Ursprung, kann es jedoch noch nicht genau benennen. Meine Mutter hat früher auch viel herum geschrien, erst als ihre Ehe beendet war und wir Kinder größer, setzte eine Veränderung ein. Vielleicht war es auch einfach nur Überforderung? Ich weiß es nicht. Aber ich bin Gott froh und dankbar, dass ich dies erkennen durfte. Nun fängt die Bearbeitung an.
Einer meiner Brüder könnte da ebenfalls etwas in sich tragen, er war schon immer sehr impulsiv und manchmal auch jähzornig. Wenn es ihm reicht, dann reicht es ihm und die Fetzen fliegen. Sonst ist er ein sehr ruhiger und angenehmer Zeitgenosse.

In der Familie meines Mannes ist Alkoholismus ebenso ein Thema. Wenn auch in seiner direkten Herkunftsfamilie nicht präsent. Es ist in der weiteren Verwandtschaft ein Thema.

Allgemein kommt mir vor, dass Alkohol eine sehr zerstörerische Kraft ist, welche leider frei und legal für jedermann jederzeit verfügbar ist. Leider ist dieses Problem vielen nicht bewusst. Mittlerweile kenne ich traurigerweise viele, die ein Problem damit haben. Auch junge Menschen, die ihr Leben noch vor sich haben und bei denen diese Droge ihre gesamte Zukunft verbaut. Einigen ist es bewusst, anderen nicht, oder sie verdrängen es.

Was ist eine Sucht?

Um von Suchtverhalten bzw. einem Abhängigkeitssyndrom zu sprechen, müssen im Laufe der letzten 12 Monate mindestens drei dieser sechs Kriterien erfüllt gewesen sein:

  • Starkes, unwiderstehliches Verlangen, ein bestimmtes Rauschmittel zu konsumieren,
  • verminderte Kontrollfähigkeit über Menge, Zeitpunkt und Dauer der Zufuhr,
  • körperliche Entzugserscheinungen,
  • stetige Dosissteigerung aufgrund der Toleranzentwicklung, 
  • wachsender Interessenverlust und zunehmende Bedeutung von Beschaffung der Substanz bzw. Erholung vom Konsum der Substanz,
  • anhaltender Konsum trotz nachweisbarer schädlicher gesundheitlicher oder sozialer Folgen

Quelle: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/suchterkrankung-stoffgebunden/was-ist-sucht/

Fazit

Auch wenn man an keinen Gott glaubt, es gibt Süchte und es gibt generationenübergreifende Bindungen. Wie man die nun behebt, ob mit weltlicher Psychologie, oder mit Gott, bleibt jedem selbst überlassen. Ich entscheide mich für Letzteres in Kombination mit Psychologie. Einfach weil ich glaubend weiß, dass der Mensch aus sich allein nichts ausrichten kann. Jedenfalls nicht langfristig bindendes und befreiendes.

Der Mensch natürlich auch nicht dumm ist, sondern hat Gaben von Gott bekommen. Manche Gaben sind dafür da, um anderen Menschen damit helfen zu können. Sowie Psychologen, die sich in die Menschen einfühlen, die Probleme beim Namen benennen und somit helfen können.

Es sind immer höhere Mächte am Werk und es gibt nur zwei Seiten: Für Gott oder gegen Gott. Für welche Seite entscheidest du dich?

Bild mit freundlicher Genehmigung von Anni Side | andererseits.at

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