Männer in der Zwickmühle der Erwartungen

Nein, ich bin kein Mann, nur mal so vorab und trotzdem bekomme ich natürlich die Gedankengänge meiner männlichen Mitbürger immer wieder mal mit.

Einige fühlen sich wohl dem Erwartungsdruck nicht gewachsen.

Wie sollten Männer laut uns Frauen denn sein?

Da scheiden sich wohl die Geister. Ich unterscheide, nach meinem Empfinden anhand den Aussagen meiner Geschlechtsgenossinnen, zwischen zwei Kategorien:

  • Die einen Frauen wollen einen starken Mann an ihrer Seite, der selbstbewusst seinen Lebensweg geht und Sie und die Familie beschützt und versorgt. Dabei liebevoll umsorgt. Für sie steht die Familie an oberster Stelle.
  • Die anderen Frauen benötigen den Mann nur für die Erfüllung ihrer Wünsche und sehen in einem Mann ansonsten nichts rühmenswertes. Im Gegenteil. Hier hat der Mann sonst wohl nichts zu melden. Ein Mann, der sagt was er will, ist unten durch. Diese Frau kann für sich selbst sorgen, ist finanziell unabhängig und daher ist der Mann im Grunde nicht wichtig.

Natürlich gibt es innerhalb dieser Kategorien noch unendlich viele Unterstufen.

Mir persönlich kommt es manchmal so vor, als ob nur die zweite Art von Mann erwünscht ist. So wird es öffentlich propagiert und das ganze System ist darauf ausgelegt. Im Grunde jedoch, wünschen sich viele Frauen die erste Art von Mann.

Männer und Frauen sollen gleich sein. Gleich denken, gleich fühlen, gleich agieren, gleich handeln (dürfen), gleiche Rechte und Pflichten haben.

Mann und Frau sollen nicht mehr zu unterscheiden sein.

Frauen, die dem entgegen stellen, werden sehr oft ausgebuht.

Die Frau soll wie der Mann werden. Und der Mann?

Dieser soll auch so angepasst werden, dass er seinen natürlichen Instinkten nicht mehr folgen muss. Ein Privileg, oder Unterdrückung? Die Frage muss sich wohl jeder Mann selbst beantworten.

Von den Männern heute wird erwartet, dass sie sich um die Kindern kümmern, arbeiten gehen, ihren Frauen im Haushalt zur Hand gehen und liebevolle Väter und Ehemänner sind. Nebenbei noch ihre Freundschaften und Hobbies erhalten.

Während ich das schreibe, denke ich mir: Ja und? Was ist nun dagegen einzuwenden? Sind doch gute Dinge! Korrekt. Alles super Wünsche an unsere männlichen Mitbürger, gegen die gewiss niemand etwas sagt!

Dasselbe könnte man jedoch für die Frau aufschreiben: Von der Frau heute wird erwartet, dass sie sich gut um ihre Kindern kümmert, den Haushalt ordentlich versorgt, arbeiten geht, ihrem Ehemann eine gute Ehefrau und den Kindern eine gute Mutter ist. Nebenbei noch Freundschaften pflegt und ein gutes Bild nach außen abgibt.

Sprich, jeder muss alles tun und das auch noch absolut perfekt. Ein hoher Erwartungsdruck.

So, und dann kommen so Frauen wie ich und sagen: Nicht mit uns!

Ich habe schlicht und ergreifend keinen Bock, diesem Erwartungsdruck standhalten zu müssen.

Kein Mensch auf dieser großen weiten Welt ist dafür geschaffen x tausend Aufgaben gut erfüllen zu können und zu müssen. Funktioniert auch nicht.

Aufgabenteilung ist das Schlüsselwort.

Dabei ist ausschlaggebend, was jeder gut kann und was die Natur in uns hineingelegt hat. Männer sind körperlich besser dafür ausgestattet schwere Arbeiten zu verrichten, sprich sie sind seit Anbeginn der Zeit für die Nahrungssuche verantwortlich, die zu vorindustrieller Zeit mit sehr viel körperlicher Ausdauer und Anstrengung verbunden war. Die Frau hingegen kann von Natur aus Kinder gebären und diesen Nahrung geben, damit der Nachwuchs überlebt. Daraus ergibt sich eine ganz natürliche Pause. die die Frau dazu “zwingt” sich eine Zeit lang nur mit dem Nachwuchs zu beschäftigen.

Warum meint der “moderne” Mensch, die Natur ohne Konsequenzen für den Menschen aushebeln zu können?

Nein, mir geht es nicht darum, dass die Frau nicht etwas “hinzuverdienen” kann und darf. Mir geht es auch nicht darum, dass die Frau unbedingt zu Hause bei den Kindern bleiben muss. Das soll und muss das jeweilige Paar einvernehmlich und an seine individuellen Bedürfnissen anpassen. Mir geht es um die Ideologie dahinter, welche schlicht und ergreifend zerstörerisch für eine normale menschliche Entwicklung ist.

Mann und Frau sind zwei unterschiedliche Geschlechter, mit je sehr unterschiedlichen Bestimmungen.

Laut mir können auch viele Menschen nur glücklich werden, wenn sie erkennen, wer sie sind und ihrer natürlichen Bestimmung nachkommen,  ohne sich von außen, von den Ansichten der Mitmenschen, fremdbestimmen zu lassen. Aber das… scheint heute fast unmöglich zu sein.

Jeder Mensch folgt irgendeiner gesellschaftlichen Vorgabe. Nun kommt es darauf an, ob man den Mut findet, sich den Vorgaben zu entziehen. Was inkludieren könnte, dass man von seinem Umfeld diffamiert wird.

Hast du den Mut, deine wahre Bestimmung anzuerkennen und aufzuführen? Kennst du deine wahre Bestimmung überhaupt? Wenn nicht, nimm dir viel Zeit und Ruhe. Lasse dich durch nichts ablenken und gehe in dich. Wer bist du wirklich? Erfülle ich nur Vorgaben, oder tue ich wirklich das, was ich gut kann und auch tief in meinem Innersten möchte? Was wollte ich vielleicht als Kind, was mir als “Träumereien” ausgetrieben wurde? Habe ich nur das getan, was alle sagten das gut für mich ist?

Wenn du all dies für dich beantworten konntest und feststellst, dass dein ganzes Leben nicht so abläuft, wie es deinem Sein und deinem Wesen entspricht, was dann tun? Nimm all deinen Mut zusammen und änder es!

Jungen Menschen fällt das wahrscheinlich leichter, als Älteren, die ihr Leben schon eine Weile so leben, wie sie es eben tun.

Ich gebe zu, man kann oft sein ganzes Dasein im Nachhinein nicht (ver-)ändern. Das wäre utopisch in gewissen Lebenslagen. Besonders wenn man schon diverse Verpflichtungen anderen Menschen gegenüber eingegangen ist. Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen!

Was habt ihr für Erfahrungen? Es ist wohl auch regional verschieden, wie die männliche Bevölkerung dies alles auffasst. In vielen Regionen wurden die Männer wohl schon sehr erfolgreich “umerzogen”, sodass dies alles für sie schon zur Normalität geworden ist.

Mir sind schon viele gute Beiträge und Artikel über das Thema Ehe und somit Beziehung zwischen Mann und Frau untergekommen.


Hier eine kleine Auswahl an Beiträgen, die ich gut finde:

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