Es ist im Grunde ganz leicht: “Wer du bist, erkennt man daran, mit wem zu dich abgibst oder umgibst.” Ein ganz einfacher Leitspruch, der meistens anwendbar ist.

Viele Menschen umgeben sich mit Menschen, die ihnen genehm sind. Die ihre eigenen Ansichten teilen, die ihre Sprache sprechen, die zu ihrem Leben passen. Das ist weder schlecht, noch bedarf es einer Kritik. So ist das Leben: man umgibt sich mit Menschen, die man mag und die das eigene Leben nicht unnötig verkomplizieren, sodass das eigene Leben nicht zu einem Krampf und einem Kampf wird, sondern Freude bereitet.

Und so leben es auch die meisten Christen

Die meisten Christen umgeben sich mit Menschen, die ihren Glauben teilen, da dies eine enorme Erleichterung darstellt. Ich merke es selber oft, wenn ich mich mit Bekannten und Freunden umgebe und diskutiere, mit denen ich eben keine Übereinstimmungen in Glaubensfragen habe. Es zerrt stark an den eigenen Kräften, wenn man zu seinen Überzeugungen stehen muss! Ja muss, eine andere Option gibt es nicht, für mich. Auch wenn es zu keinem Glaubensthema kommt, man gerät immer wieder in Situationen, in denen man als Christ eine klare Meinung dazu haben sollte oder anders reagieren müsste, da es dem Glauben widerspricht, aber auch niemanden beleidigen möchte und sich oft um eine Antwort drückt oder ausweicht. Das ist auf Dauer enorm anstrengend! Ich weiß, wovon ich rede. Habe das selber jahrelang so gemacht. Im Kreise von Vertrauten und Gleichgesinnten lebt es sich um einiges leichter und entspannter!

Sollen wir Christen uns deswegen immer nur mit Christen abgeben?

Nein, der Ansicht bin ich nicht. Es ist enorm wichtig, sich auch Bekannte außerhalb der Kirche oder der Gemeinde zu suchen. Sich mit Menschen anzufreunden, von denen man ganz genau weiß, die können eigentlich nichts mit dem Glauben an der Gott der Bibel anfangen. Warum? Weil wir ein Licht in dieser Welt sein sollen, weil wir Menschenfischer sein sollen. Wir haben als Christen die Aufgabe, andere Menschen zu Gott zu ziehen. Wie dies jeder einzelne handhabt, sei ihm überlassen und hängt auch von den Charaktereigenschaften der einzelnen Person ab. Manche sind extrovertierter, manche introvertierter. Ich bin der Meinung, jeder Mensch hat von Gott Gaben bekommen und diese Gaben kann man dafür nutzen, seinen Mitmenschen Jesus näher zu bringen.

Für meinen Mann ist zum Beispiel die Art von Evangelisation abschreckend, bei der jemand auf der Straße steht und jeden Mensch voll- und anquatscht. Er hilft den Menschen lieber und kommt so an die einzelnen Menschen heran. Taten statt Worte sind sein Credo.

Mir persönlich fehlen auch oft die richtigen Worte zur rechten Zeit, ich möchte überlegen können, was ich sage und das geht äußerst selten in einem direkten Gespräch. Daher schreibe ich. Dies ist meine Gabe. Eine von meinen Gaben. Aber selbst dabei werden oft Worte oder Sätze missverstanden, die für mich ganz klar sind. Außerdem kann man beim Schreiben nicht um den heißen Brei herumreden. Obwohl, doch, kann man, aber das wäre wohl kein guter Blogbeitrag. 😉

Rückhalt in der Familie

Alle Menschen, die an den Herrn Jesus glauben, sind Glaubensgeschwister und folglich sind alle eine große Familie. Wer eine große Familie hat der weiß, dass dort nicht immer alles harmonisch abläuft und dass es auch oft zu Missverständnissen und Streitigkeiten kommt, aber wenn es hart auf hart kommt, halten alle zusammen wie Pech und Schwefel und so sollte es bei der großen Jesus-Familie auch sein. Daher ist es wichtig Menschen im Hintergrund zu haben, die an dasselbe Glauben, die dieselben Überzeugungen und Wertvorstellungen haben. Einfach, weil der Christ an sich diesen Rückhalt benötigt! Gerade in schwierigen Zeiten, an denen das Christsein stark angegriffen wird, ist es wichtig, seine Familie im Rücken zu wissen, die einem bedingungslos unterstützt.

Wenn man es aus diesem Hintergrund heraus betrachtet, wäre es wohl wichtig eine Kirchengemeinde zu besuchen. Etwas, was wir als Familie derzeit nicht tun. Gut, wir haben unsere gläubige leibliche Familie um uns herum. Kann man sehen, wie man möchte, ob es nun für einen wichtig ist oder nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.