Wie den Glauben weitergeben

Ist es wirklich so schwer, für den Glauben an den Gott der Bibel einzustehen? Ja. Es erfordert unglaublich viel Mut.

In der letzten Zeit, im letzten Jahr, bin ich immer wieder mit der inneren Frage konfrontiert worden, wie ich in dieser heutigen, pseudo-toleranten Zeit den Glauben an Jesus weitergeben kann. Etliche Bücher, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel und Blogbeiträge später ist mir eines klar geworden: Ich darf nicht leise sein!

Viele sind der Meinung, man darf nicht offensiv den Glauben an Jesus weitergeben und lieber einmal zu viel den Mund halten, als einmal zu wenig. Man muss still sein und den Glauben an die jeweilige Situation angepasst weitergeben- letzteres ist natürlich absolut kein Fehler ist und oft sogar sehr weise! Bevor man etwas weitergibt, in sich gehen, kurz darüber beten und warten, wie man diesem Menschen begegnen kann.

Oft kommen mir Christen unter, die der Meinung sind, man darf niemanden auf den Schlips treten. Man darf niemandem das Wort Gottes als die alleinige Wahrheit “verkaufen”. Man muss tolerant sein!
Toleranz wurde so zu einem Kampfbegriff für mich, um die Christen mundtot zu machen: “Man muss die Überzeugungen jedes einzelnen respektieren und darf ja nichts gegen die Überzeugungen eines anderen Menschen sagen, auch wenn man diese noch für so falsch hält.” Es wird immer irgendwie um den heißen Brei drum herum geredet und alles irgendwie relativiert, damit es “nicht so hart” klingt. Und so dümpeln scheinbar viele meiner Glaubensgeschwister in der Toleranzsuppe dahin und können so kein Licht für diese Welt sein. Sie nehmen es bewusst in Kauf, dass ihr Nächster in sein Verderben rennt, nur weil sie tolerant sein wollen und vor allem, weil sie selbst nicht angegriffen werden wollen. Der letzte Satzteil ist dabei wahrscheinlich bei vielen ausschlaggebender. Man möchte Ruhe im Leben!

Ich auch am Liebsten, gebe ich auch ganz offen zu! Ein schön gemütliches, bequemes Leben in dem immer alles rund läuft. Perfekt! Aber ich weiß, dass ich nicht zur Ruhe bestimmt bin. Ich brauche die Herausforderung! Auch wenn ich viele Herausforderungen ehrlich gesagt nicht bis zum Ende durchstehe, da sich mein “innerer Schweinehund” regt und verfrüht nach Aufgabe schreit.

Das Wort Gottes ist mit seinen Aussagen sehr klar und geradlinig.

Steht auf! Kämpft für die Wahrheit! Es kostet Kraft, viel Kraft. Aber wenn unsere Kraft nicht aus uns kommt, sondern aus unserem Schöpfer, können wir die Herausforderungen meistern!
Wichtig ist, fest in Jesus verwurzelt zu sein, sonst fällt man wie ein Baum im Sturm. Erlebte ich in der Vergangenheit auch schon. In den Zeiten, in denen ich die Sache mit Gott nicht ganz so ernst nahm und angegangen bin und versucht habe aus eigener Kraft zu kämpfen, bin ich umgefallen wie ein alter knorriger Baum bei einem leichten Sturm. Ich war so schnell am Boden, so schnell konnte ich gar nicht schauen. Es war sehr zäh, sich danach wieder aufzurappeln und mir einzugestehen, dass ich auf dem Holzweg gewesen bin. Oder zu den Zeiten, in denen mir die Kraft aufgrund äußerer Umstände fehlte. In erster Linie bin ich Mutter und allein dies kostet natürlich schon viel Kraft! Das unterschätze ich immer und immer wieder. Da gibt es zum Glück meinen Mann, der mich immer wieder in das heute, hier und jetzt zurückholt.

Ich bin mir auch fast sicher, dass dies immer wieder geschehen wird. Ich kenne mich. Leider. Wichtig ist, sich seine Fehler einzugestehen, wieder an Kraft zu gewinnen und es erneut anzupacken und nicht resigniert aufgeben.

Für die folgenden Dinge kämpfte ich bisher. Und die Kämpfe sind leider noch lange nicht zu Ende gefochten. Es wird wohl auch nie ein Ende geben, nicht unter menschlicher Zeitrechnung. Im Gegenteil, ich weiß (sorry, ich vermute zu wissen), dass dies noch lange nicht alles war. In den nächsten Jahren werden noch viele andere moralische, biblische Grundfestungen auf dem Prüfstand stehen und abgeschafft werden.

  • Abtreibung ist Mord
  • Homosexualität ist nicht Gott gewollt, im Gegenteil. Gott verabscheut Homosexualität, ebenso wie unzählig andere sexuelle Abartigkeiten. (vgl. 1.Mose 18 und Apostelgeschichte 15)
  • Ehe für Alle ist ein Angriff auf die heilige Verbindung zwischen Mann und Frau, als Alleinstellungsmerkmal. Nur Mann und Frau können eine Ehe eingehen!
  • Die Frau ist dem Manne ebenbürtig, aber nicht gleich! Sie ergänzen sich perfekt und sind beide vor Gott vollkommen gleichwertig.
  • Alle Menschen sind vor Gott gleich. Kein Mensch ist mehr oder weniger geliebt.
  • Es gibt keine großen und kleinen Sünder. Sünde trennt den Menschen von Gott, Sünde und Gott können nicht zusammen sein, dabei ist es egal, wie hoch die Sünde nach menschlichen Standards gemessen wird.
  • Nur die Menschen, die sich bewusst Gott anschließen, werden errettet. Es kommt nicht jeder ins Paradies!
  • Es gibt nur eine Wahrheit: Die biblische Wahrheit, alles andere sind Irrlehren, die nicht hofiert werden dürfen.
  • Christen dürfen und müssen für die Wahrheit kämpfen! Christen dürfen nicht tatenlos zusehen, wie die Menschen auf ihren Abgrund zugehen.
  • Ein Christ, der Jesus im Herzen trägt, beleidigt nicht, beschimpft nicht. Er fordert die Menschen heraus, über sich und ihr Leben nachzudenken, ihr Leben und ihr Sein in Frage zu stellen, damit es erneuert werden kann und bietet einen allumfassenden Lösungsweg an: Gottes Liebe und Vergebung.
  • Ein Christ zieht seine Kraft aus Gott, nicht aus sich selbst. Wer seine Kraft aus sich selbst zieht, der scheitert und zerbricht früher oder später.

Ich weiß, auf jede einzelner dieser Aussagen gibt es weltliche, nicht sehr schöne Aussagen und meisten haben mit den Worten Sekte, radikal und/ oder Extremismus zu tun. Schütteln wir diese Aussagen von uns ab! Wenn wir Gott nachfolgen, so wie es in der Bibel steht und auf Gott hören und nicht auf Menschen und deren oft kuriosen biblischen Auslegungen, dann sind wir keine Sektierer und Irrlehrer, sondern Jünger Jesu.

Hört nur auf die Menschen, die das Wort Gottes unverfälscht weitergeben!

Man muss selbst viel im Gebet und Bibelstudium verbringen, um zu erkennen, was wahr ist und was falsch ist.
Nur auf das zu hören, was der Pastor oder der Prediger der örtlichen Gemeinde sagt oder irgendein berühmter Fernsehprediger und dies ungeprüft übernehmen und glauben, kann ein großer Fehler sein. Wir werden in der Bibel sogar dazu aufgefordert alles zu überprüfen, was uns erzählt wird! Ebenso sollen wir uns selbst immer wieder auf unser Tun überprüfen.

18 Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen. All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein.
19 Lasst den Geist Gottes ungehindert wirken!
20 Wenn jemand unter euch in Gottes Auftrag prophetisch redet, dann geht damit nicht geringschätzig um.
21 Prüft jedoch alles und behaltet das Gute!
22 Das Böse aber – ganz gleich in welcher Form – sollt ihr meiden.

1. Thessalonicher 5


Alle die nicht mit dem Geist Gottes predigen und lehren, sind Irrlehrer. Beten wir für diese Irrlehrer, damit sie die Wahrheit vollständig erkennen und weitergeben und so ihre Schäfchen nicht (weiter) in die Irre führen. Es treten viele Irrlehrer auf, wir leben mitten in der Endzeit.

Die Gemeinden sind großen Bedrängnissen von innen und außen ausgesetzt. Die Sendschreiben nennen Irrlehrer, die in den Gemeinden wirken (2,22,6.152,142,20ff.). Ihre genaue Einordnung fällt schwer, da Johannes z.T. mit alttestamentlichen Tarnnamen (BileamIsebel) arbeitet. Aus der Sicht des Propheten führt ihr Wirken dazu, dass die Identität der Gemeinden verloren geht (vgl. 2,14.20 – Verführung zum Essen von Götzenopferfleisch und Unzucht; vgl. die Regelungen in Apg 15,20).

https://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/neues-testament/offenbarung/

Beten wir um Weisheit, damit wir auf jeden Menschen individuell eingehen können. Jeder Mensch ist wertvoll! Und das Ziel nie aus den Augen verlieren: Die Rettung der verlorenen Seelen. Um die Macht über unsere Seelen, dreht sich alles.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Pixabay

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