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Ich weiß nicht, ob nur ich so krank im Kopf bin- aber ich spiele im Kopf immer wieder alle möglichen (schlimmen) Lebensszenarien durch und möchte Lösungswege dazu finden.

Ich überlege mir z.B. was passieren würde, wenn mein Mann einen ganz schlimmen Unfall hätte oder noch schlimmer, sterben würde, und sinniere darüber nach, wie ich dann alles auf die Reihe bekommen soll. Überlege mir, wie ich alles regeln kann, wie ich mit den Kindern verfahre, wie viel Prozent ich arbeiten gehen müsste, um über die Runden zu kommen, wohin wir ziehen müssten, da wir uns dann unsere Wohnstätte wahrscheinlich nicht mehr leisten könnten, was für Förderungen ich beantragen müsste, und, und, und. Andersherum natürlich genauso, was würde passieren, wenn ich plötzlich nicht mehr da wäre? Was würde dann aus meinem Mann werden? Wie könnte er die Familie, die Kinder durchbringen, ohne seinen Job kündigen zu müssen? Würde er Hilfe bekommen?

Und dann auch noch die Partnerfrage: Was wäre, wenn mein Mann sterben würde, würde ich mir einen neuen Partner suchen können? Wie sollte ich das anstellen, mit drei Kindern? Mit drei Kindern nimmt mich doch kein normal, vernünftiger Mann! Vor allem: Wie kann ich mir sicher sein, dass ein fremder Mann sich gut um meine Kinder kümmert? Was hätte ich für Sicherheiten?

Ihr schüttelt wahrscheinlich nun schon den Kopf, oder fasst euch an den Kopf, wie man soviel Blödsinn denken kann… Oder auch nicht und es geht euch zuweilen gleich. Fakt ist, ich würde nicht alleine bleiben wollen, denn, ich bin nicht dafür geschaffen alleine zu leben. Das Leben ist einfacher, wenn man jemand an seiner Seite hat, mit dem alles teilen kann, auf den man sich verlassen kann, damit man nicht für alles alleine verantwortlich ist. Ich bin der Meinung, der Mensch ist auch nicht dafür geschaffen, alleine zu leben. Mann und Frau gehören zusammen! Dieses Szenario hatte ich jahrelang und es war gelinde gesagt: Scheiße. Das Leben ist viel einfacher und lebenswerter, wenn man jemand an seiner Seite hat.

Diesen Blog lesen vielleicht auch Alleinerziehende. Ich möchte euch nicht beleidigen! Ich weiß nicht, warum ihr alleinerziehend seid. Nein, bitte nicht falsch verstehen, das sind lediglich meine Gedankengänge zu einem Zeitpunkt, an dem es nicht im mindesten relevant ist und ich möchte nicht, dass ihr euch angegriffen fühlt. Es geht hier nicht um dich!

Wie komme ich überhaupt auf diesen ganzen Blödsinn?

Ganz einfach. Wenn ich mir mein Umfeld ansehe und immer wieder mitbekomme, wie viele Paare sich trennen und auf einmal wieder neue Partner haben, dann frage ich mich: Wie funktioniert das? Wie findet eine Frau mit zwei, drei kleinen Kindern ruck zuck einen neuen Partner? Innerhalb eines Jahres ist man fix zusammen und unter Umständen sogar schon zusammengezogen. Das würde ich mich nie trauen! Geschweige denn, dass ich selbst keinen Mann haben wollen würde, der schon eigene Kinder hat! Wenn ich das als Frau schon nicht will, wie kann das dann ein Mann wollen? Gut, im Grunde mag das auch kein Mann den ich kenne und schon über so ein Thema gesprochen habe. Wie kann es dann sein, dass es trotzdem bei so vielen „funktioniert“? Funktioniert es überhaupt? Oder ist so ein Patchworkprojekt meistens nur auf Zeit angelegt? Was für Ansprüche haben die meisten überhaupt an eine Beziehung heutzutage? Will man überhaupt noch ein Leben lang zusammen bleiben?

Schon zu Singlezeiten war für mich klar, wenn dann möchte ich nur einen Mann, der schon lange keine Beziehung mehr hatte (wegen möglichen Altlasten) und auf keinen Fall einen Mann mit Kindern! Ich möchte nicht Mutter für die Kinder meines Mannes spielen müssen, zum Schluß noch in einer Dreiecksbeziehung mit der leiblichen Mutter, das ist viel zu kompliziert und auch nicht gesund. Weder für mich, noch für die Kinder. Und wenn die Beziehung dann nicht hält? Letzten Endes mag ich die Kinder vielleicht auch noch und dann werden sie wieder weggerissen.
Ok, wenn ich den großen Kompromiss eingehen sollte, einen Partner mit Kinder(n) zu nehmen (man weiß ja nie wohin die Liebe fällt), dann nur einen Witwer, damit ich seine Exfrau nicht im Nacken habe. Wenn fremde Kinder bei mir leben, will ich für sie sorgen und bestimmen können, wie man mit ihnen verfährt und mir nicht von jemand von außen hineinpfuschen lassen wollen. Wenn die leibliche Mutter noch irgendwo ist, hat diese logischerweise mehr bei den Kindern zu melden, als die neue Frau des Expartners. Eh klar.

Merke: Das ist meine Meinung zu dem Ganzen.

Ich weiß, alles was ich nicht wollen würde, ist Standard bei vielen Paaren „da draußen“. Kinder werden hin- und hergeschoben. Mal der Partner, mal dieser Partner. Wenn der Partner nicht passt, wird sich getrennt und ein möglicher neuer Partner steht schon vor der Tür. Ein hin- und ein her.

Problembehaftete Beziehungen, ständig Stress und Ärger wegen Expartnern, 1000 Altlasten, die einen gar nicht dazu befähigen können, eine neue glückliche und vor allem dauerhafte Beziehung zu führen. Folgend wieder Trennung, wieder Scheidung, neuer Partner und das Spiel beginnt von vorne. Frauen, die sich eigentlich einen starken, verantwortungsvollen Mann an ihrer Seite wünschen, aber nur weil sie nicht alleine sein möchten, jeden Deppen ran lassen. Die ersten Dates enden natürlich gleich im Schlafzimmer und ist dann enttäuscht, wenn der Typ gar kein wirkliches Interesse hat, anstatt das alles zu vorher checken, bevor es intim wird- Selbstaufgabe und feiert es noch als feministische Errungenschaft, dass man mit jeden Typen ins Bett steigen kann und darf. So ein Blödsinn!

Männer und Frauen, die nicht beziehungsfähig sind und oft selbst aus einem defekten, problembehafteten Elternhaus kommen und sich nie die Mühe gemacht haben, das alles aufzuarbeiten, wahrscheinlich weil sie denken, das sei normal. Gar keine anderen Optionen kennend, weil alle anderen außer herum es genauso machen. Und so werden die Menschen immer kränker und beziehungsunfähiger. Der Nachwuchs wächst mit einer falschen Vorstellungen auf, wie eine Beziehung funktioniert und führt es genauso weiter wie die Eltern. Auch wenn das Kind es später mal anders machen möchte, doch bleiben die Prägungen und Verhaltensmuster, wenn nicht aufgearbeitet.

Oh Welt… Wo führt das noch hin?

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