Mein Blogtitel mit vielen Worten erklärt

Vergangenes Jahr benannte ich meinen Blog nach zwei Jahren um, da der letzte Titel nicht mehr wirklich zu mir passte.

Warum eigentlich andererseits?

Ich überlegte lange, sehr lange, was ein guter Name für meinen Blog sein könnte. Denn, darauf baut sich im Grunde alles auf. Ein typischer Mamablog wollte ich nie werden. Nach außen hin bin ich, privat, vielleicht eine ganz typische traditionelle Mama, aber innen drin sehe und fühle ich mich nicht so. Nicht falsch verstehen, ich liebe meinen Job Mamasein! Es ist für mich ein sehr erfüllendes Dasein und ich würde mit niemand auf dieser Welt tauschen wollen!
Aber ich möchte nicht ständig darüber erzählen, das machen andere schon und auch sehr gut! Ich liebe die verschiedenen Mamablogs, mit ihren oft doch sehr guten Inputs bezüglich Kindererziehung und Kindsein. Ohne diese Blogs wäre ich vielleicht, bei der ein oder anderen Erziehungsfrage, schon manchmal verzweifelt, da sich die heutige Erziehung schon sehr davon unterscheidet, wie ich selbst erzogen worden bin und ich manchmal an mir selbst verzweifle. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich anderen davon nicht erzählen mag, denn alles was im Internet geschrieben steht, nimmt der ein oder andere für bare Münze und ich möchte nicht, dass meine Kindererziehung für irgendjemand zu einem Fixpunkt wird. Noch dazu, da ich meine Methoden öfter ändere, besser gesagt änderte. Die Kinder bleiben nie gleich und es erfordert oftmalige Anpassung, wie ich finde, um allen gerecht zu werden. Die Grundstrukturen bleiben selbstverständlich gleich, aber ein Kleinkind erziehe ich anders, als ein Kindergartenkind. Gut, wobei Erziehung in dem Zusammenhang, wahrscheinlich, nicht das richtige Wort ist.

Lassen wir das.

Den Namen andererseits wählte ich aus besonderen Gründen, die ich nun folgend erläutern möchte.

Ich bin Christin. Ich glaube an das was in Gottes Wort, der Bibel, steht. Ich möchte kompromisslos Jesus nachfolgen, da dies meiner Ansicht nach der einzig richtige Weg ist. Ohne Jesus und seine Erlösung rennen wir alle ins Verderben. Mit ihm können wir erlöst und befreit leben und uns darauf freuen, eines Tages mit ihm im Paradies sein zu dürfen. Und doch lebe ich in dieser Welt, in der Glauben und Religion immer mehr Widerstände erlebt. Die Säkularisierung schreitet voran. Gläubige Menschen werden nicht ernst genommen, ihnen wird Dummheit vorgeworfen, sie werden als intolerant beschimpft, wenn sie das propagieren was in der Bibel (oder in einem anderen Glaubensbuch- es betrifft ja oft nicht nur Christen) steht.

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!

Die Welt da draußen, die Menschen die ohne Gott leben, sind leider die Mehrheit. Sie bestimmen, wie wir in der Öffentlichkeit leben (müssen), sie machen die Regeln und Gesetze. Sie legen die Grenzen fest und auch immer mehr, was die Gesellschaft als gut und richtig empfindet.

Der Mensch der mit Gott lebt und das tun möchte, was Gott sich für den Menschen erdacht hat, gerät immer mehr in die Zwickmühle, da er erkennt, dass vieles was der Mensch heute tut, nicht Gottes Willen entspricht!

Leider habe ich persönlich das Gefühl, dass viele Christen versuchen sich im Graubereich aufzuhalten, um nicht anzuecken. Sie möchten Anerkennung von den Menschen und nicht als intolerant oder sonst irgendwas abgestempelt werden. Habe ich auch lange, ich verstehe die Gedankengänge, bis ich kapierte: Das geht so nicht! Ich muss mich klar zu Gott und seinen Regelwerken bekennen oder es gleich ganz sein lassen. Sonst werde ich nie ein erfülltes Glaubensleben haben und die Zufriedenheit und Liebe bekommen, die ich mir so sehr wünschte! Allerdings bin auch ich noch auf der Reise und möchte hier nicht als perfekter Christ wahrgenommen werden! Davon bin ich nämlich weit entfernt. Wobei man sich da die Frage stellen muss: Gibt es überhaupt einen perfekten Christen? Eher nicht, denn sonst wäre der Mensch Gott.

Was ich mitbekam, haben die Menschen die sich dem ein oder anderen bestimmten Thema nicht stellen wollen, Freunde oder Familie die es komplett anders sehen und diese möchten sie logischerweise nicht verärgern oder abschrecken. Das verstehe ich vollkommen! Wer das Christsein wirklich verstanden hat, der hat hoffentlich auch kapiert, dass es Gott nicht darum geht die Menschen die ihm nicht folgen abzulehnen, aber trotzdem sagt er ganz klar und deutlich was er sich wünscht und auch was er sich nicht wünscht. Und diese liebende Deutlichkeit fehlt mir heutzutage bei vielen, vielen Christen und auch Kirchen, vor allem auch bei Personen, die eine Leitungsfunktion innerhalb einer christlichen Organisation innehaben.

Ich erzählte diese Geschichte, zum Teil, schon einmal, aber ich tue es nun nochmals:

In meiner vorletzten Arbeitsstelle verstand ich mich super gut mit einem Arbeitskollegen, wir hatten den größten Fez beim arbeiten und wir freuten uns jedesmal, wenn wir gemeinsam Dienst schieben durften, weil einfach alles reibungslos funktionierte. Wir erzählten uns im Laufe der Zeit so ziemlich alles und folglich wusste er auch, dass ich Christin bin und er erzählte mir, dass er homosexuell ist.
Einige Jahre später, ich arbeitete dort schon nicht mehr, besuchte ich ihn uns seinen Lebensgefährten. Sie eröffneten mir, dass sie heiraten wollen und zeitgleich erzählte sein Lebensgefährte mir, dass seine Mutter streng katholisch sei und sich Literatur zulegte, die seine Homosexualität anhand der Bibel erklärte, damit sie sich damit abfinden konnte. Er redete und redete und redete und irgendwann meinte ich zu Beiden: “Ich habe nichts gegen Homosexuelle!”, und beide meinten: “Ja, sonst wärst du ja nicht hier.” Korrekt!
Nein, ich habe nichts gegen Homosexuelle! Es sind Menschen wie du und ich! Wenn mich allerdings jemand fragt, wie ich in meiner Funktion als Christ die Homosexualität sehe, dann antworte ich mit dem was in der Bibel steht. Allerdings bin ich der Meinung, das wissen die meisten Betroffenen mehr als genau. Da muss ich nicht mehr viel erzählen. Ihnen ist es lediglich wichtig, dass sie anerkannt werden in ihrem Dasein- darum geht es jedem Menschen.

Den Menschen keine Ablehnung in ihrem Dasein entgegenbringen, aber dennoch zu dem stehen, was Gott dazu sagt. Klingt das so schwer? Anscheinend ja.

Vor ein paar Wochen unterhielt ich mich mit einer Freundin, die schon länger in Kambodscha lebt und dort mit ihrer Familie missionarisch tätig ist. Wir unterhielten uns über einen Facebook Beitrag von mir über Gendermainstreaming und deren folglich negativen Auswirkungen auf unsere Jugend und dass viele Christen über das Thema noch viel zu wenig bescheid wüssten.
Folgend kamen wir auch noch auf das Thema Homosexualität zu sprechen. Sie erzählte, dass in ihrem engen Umfeld ganz viele junge Männer offen homosexuell seien und es immer mehr werden. Eines Tages kam ein junger Mann zu ihr und fragte sie, ob ein Christ homosexuell sein kann. Sie machte sich Gedanken darum, was sie antworten soll, denn wenn sie sagt: “Gott möchte nicht, dass du homosexuell bist”, fühlt er sich angegriffen und das wollte sie nicht. Sie antwortete daraufhin: “Wir reden ein anderes mal darüber.” Sie ging in sich und betete. Sie bekam von Gott eine Prophetie über ihn, sagte nichts eigenes dazu und las ihm diese vor. Er weinte nur und wusste: Gott hat ihn lieb!

Ich bekam eine Gänsehaut als sie mir dies erzählte. Gott ist so wunderbar!

Diese Geschichten sollen zeigen, dass es für uns Christen selbstverständlich sein sollte, liebevoll mit unserem Umfeld umzugehen. Gott liebt alle Menschen!

Was machen wir jedoch nun mit den ganzen Geboten und vor allem auch Verboten? Sollen wir diese unter den Teppich kehren? Nein!

Denn, wenn ein Mensch kapiert hat, dass Gott ihn liebt und dieser in Folge zu einer neuen Kreatur wird, sprich sich bekehrt, legt er seine sündige menschliche Natur ab und wird so zu einem freien und geheilten Menschen, sprich ein neuer Mensch. Ein befreiter und geheilter Mensch lebt so, wie Gott ihn sich ursprünglich erdacht hat. Alle Bindungen und Sünden sind weg! Wie und in welcher Schnelligkeit der Neubekehrte sein Leben ändert, hängt sicherlich auch damit an, mit wem er sich umgibt und wie gut dessen geistlichen Lehrer sind.

Und wie Gott sich den Menschen eben nicht erdacht hat und was er nicht möchte, wie der Mensch ist, lesen wir unter anderem an vielen Stellen in der Bibel. Damit ein Mensch fest bei Gott bleibt und nicht mehr in der Welt rückfällig wird, hat Gott einen Verhaltenskodex festgelegt, anhand dessen jeder Christ weiß, was richtig und was falsch ist und wie er sich zu verhalten hat. Denn, wie wir wissen hat jedem Mensche einen freien Willen und jeder Mensch kann selbstständig über sein Leben und sein Tun entscheiden. Ein Christ ist in erster Linie ein Mensch und Menschen entscheiden aus sich heraus nicht immer so, dass es gut für sie wäre.

Meiner Ansicht nach sind viele Kirchen und Kirchengemeinden zu liberal und tolerieren Dinge, die Gott nicht möchte, weil sie niemand abschrecken wollen. Somit nehmen sie jedoch in Kauf, dass ihre Schäfchen auf den Abgrund zulaufen. Das ist inakzeptabel! Ich las, hörte und erlebte schon viele zu viele negative Dinge über christliche Institutionen, die sich nicht an Gottes Wort gehalten haben und die die Bibel häufig sehr merkwürdig auslegen. Aber meistens erledigte es sich von selbst. Das faule Stück wurde irgendwann schmerzhaft entfernt.

Ich sage immer: Man kann nicht einzelne Verse herausnehmen und daraus eine Lehrmeinung konstruieren. Man muss das Gesamtwerk betrachten.

Ich möchte mit diesem Blog ein Gegenpol sein zu der geläufigen weltlichen Meinung, aber trotzdem das Künststück schaffen, nicht abschreckend zu wirken, denn Gott liebt alle Menschen! Wer nur mit der Keule kommt, wird Hass und Ablehnung ernten.

Es gibt nur zwei Optionen: Für Gott oder gegen Gott.

Jeder Christ hat mit Anfechtungen zu kämpfen und denen können wir nur widerstehen, wenn wir uns fest an Gott halten. Entweder mit Gott und auch seinen Geboten und Verboten leben oder es sein lassen, wenn man dies nicht möchte.

Ich blogge hier überwiegend für Menschen, die sich bereits für Gott entschieden haben! Jeder, der sich aufgrund meiner Ausführungen angegriffen fühlt: Gehe in dich und überlege. bete und lies in der Bibel.

Daher also der Name andererseits– sozusagen die andere Seite als die Weltliche und für viele Menschen leider Normale.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Unbekannt, Horst Stricker, Pixabay und Anni Side | andererseits.at

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