Du bist geliebt!

Tag für Tag begegnen wir vielen Menschen. Einige kennen wir gut, andere eher weniger und viele wahrscheinlich gar nicht. Es gibt Menschen, die finden wir sympathisch, die haben wir gern, andere mögen wir nicht und möchten ihnen am liebsten aus dem Weg gehen. Dasselbe gilt auch umgekehrt. Einige mögen uns, andere lehnen uns ab, und es fällt uns oft schwer, mit solcher Ablehnung umzugehen.

Doch warum ist das so? Was ist der Hintergrund für Sympathie oder Ablehnung? Nach welchen Kriterien beurteilen wir unsere Mitmenschen – und dürfen wir überhaupt Menschen auf diese Weise beurteilen?

Die Bibel beschreibt den Menschen in erster Linie als Ebenbild und Geschöpf Gottes. Das macht seinen Wert und seine Würde aus. Für Gott spielt es keine Rolle, ob wir es mit einem kleinen Kind oder einem alten Menschen zu tun haben. Auch Herkunft, Hautfarbe, Charakter, Fähigkeiten und besondere Eigenschaften sind unwichtig, Gott liebt alle in gleicher Weise – und er möchte ebenso von allen geliebt werden!

Was aber, wenn ich unter einem anderen Menschen leiden muss, wenn mich jemand schikaniert, mich ständig ärgert, mich hintergeht oder betrügt? Dann fällt es mir schwer, ihn als geliebtes Geschöpf Gottes zu sehen.

Auch dazu gibt es Beispiele in der Bibel. Besonders in den Psalmen begegnen wir Menschen, die unter ihren Mitmenschen leiden, weil sie ihnen hart zusetzen, sie verspotten, sie sogar bedrohen.

In Psalm 43,1 heißt es: „Errette mich von den falschen und bösen Leuten!“ Der Beter wendet sich in seiner Situation an Gott. Er versucht nicht, Böses mit Bösem zu vergelten. Genau das entspricht dem, was Jesus in der Bergpredigt seinen Zuhörern sagt: „Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen!“ (Matth. 5,44)

Wenn wir sehen, wie Jesus selbst mit den Menschen umgegangen ist, begreifen wir, was diese Liebe auch heute will. Das aber fällt uns so schwer – weil wir von klein auf eher nach dem Motto handeln „Wie du mir, so ich dir!“ Das ist unsere Vorstellung von Gerechtigkeit. Dadurch verändert sich jedoch nichts in unserem Verhältnis zueinander – es wird eher noch schlimmer. Auch gute Vorsätze bewirken oft nur wenig.

Wie aber können wir es schaffen, im Sinne Jesu auch diejenigen Menschen zu lieben, ihnen Gutes zu tun, die wir nicht mögen oder die uns gar etwas angetan haben? Manche stellen sich dann die Frage: Was würde Jesus jetzt an meiner Stelle tun? Das hilft ihnen in bestimmten Situationen, etwas von der Liebe Jesu weiterzugeben.

Andere machen es wie der Psalmbeter – sie überlassen die Sache Gott, bitten ihn um das rechte Verhalten und die rechte Liebe auch den „Feinden“ gegenüber. Dabei machen sie dann oft die Erfahrung, dass sie selbst verändert werden und die Liebe, von der sie leben, an andere weitergeben können.

Werde ruhig vor dem Herrn und warte gelassen auf sein Tun! Wenn Menschen, die Böses im Schilde führen, auch noch ständig Erfolg haben, reg dich nicht auf! Lass dich nicht hinreißen zu Wut und Zorn, ereifere dich nicht, wenn andere Böses tun; sonst tust du am Ende selber Unrecht! (Psalm 37,7-8)

Alexander Märtin

www.schriftenmission.org

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