Ich folge einigen christlichen Profilen auf Facebook, sowie Instagram und Twitter. Es sind gute Profile, mit wertvollen Impulsen für das (Glaubens-) Leben. Manche sehr streng, im Sinne von (er-)mahnend, ein paar sehr ermutigend und ein paar sehr informativ, da sie über das aktuelle Weltgeschehen aufklären, fernab von den Mainstream Nachrichten, was mich immer wieder erschüttert. Vieles was auf dieser Welt tagtäglich “abgeht”, wird einfach in keinem öffentlichen Kanal kommuniziert.

Immer öfter lese ich jedoch, dass Beiträge gemeldet und gesperrt werden und nach mehrmaligen zensieren, auch die Profile der Akteure für eine Weile gesperrt oder sogar gelöscht werden. Dabei stechen Facebook und Twitter heraus. Manchmal kann durch einen Einspruch die Sache geklärt werden, manchmal nicht. Manchmal ist es gerechtfertigt, aber meistens, meiner Meinung nach, nicht. Es geht zumeist um Themen wie Homosexualität und Islam. Und da stelle ich mir automatisch oft die Frage: Was ist Hetze und was ist Aufklärung? Wenn ich diese beiden Themen anhand der Bibel beleuchte, komme ich auf eindeutige Ergebnisse. Beides wird von Gott nicht toleriert. Homosexualität ist nicht gottgewollt: Er schuf den Menschen als Mann und Frau und diese Einheit ist gesegnet und heilig und auch nur in diese Kombination kann neues Leben entstehen und der Islam ist nach biblischer Auffassung eine Irrlehre, da es nur einen Gott gibt- den Gott der Bibel. (Im Islam ist es übrigens genauso, daher können diese beiden Religionen nie miteinander kooperieren) Irrlehren werden auch als Götzendienst bezeichnet und allumfassend abgelehnt und verboten.

Die Dame, von deren Profil ich das Bild habe, erzählte, dass sie mit mehreren christlichen Seiten auf Facebook aktiv ist und sie schon mehrfach gesperrt wurde, was dann auch das persönliche Profil beträfe. Meistens geht es um Themen wie Abtreibung, Islamkritik, Asylpolitik, Gender-Mainstreaming, Ehe für Alle, aber auch Christenverfolgung. Es sei der neue mediale Faschismus.
Es wären gezielte Löschungen und sie könne viele christliche Links nicht mehr posten.

In einer weiteren beiläufigen Facebookunterhaltung meinte eine andere Gesprächsteilnehmerin, sie hatte noch nie Probleme mit ihrem christlichen Account, der Ton würde die Musik machen. Kommunizieren die “Problemaccounts” das Christentum also zu aggressiv? Ist dies das Problem? Da bin ich mir noch unschlüssig.
Denn, wer die Bibel kennt, der weiß, dass Gott zwar alle Menschen liebt, aber auch ganz genaue Regelwerke aufgestellt hat, die er auch von einem Gläubigen einfordert. Das menschlich-weltliche eingeforderte Toleranzempfinden deckt sich meiner Meinung nach nicht, mit dem Göttlichen.

Es kommt also wohl immer auf das persönliche Empfinden der Menschen an. Es gibt streng gläubige Christen, die die Bibel wortwörtlich nehmen und absolut keine Abänderung zulassen, was im Grunde nicht schlecht ist, aber es fehlt halt oft die Liebe und das gnädige Gottesbild, welches genauso in der Bibel steht. Und das gibt es die sogenannten “Wohlfühlchristen” (das Wort ist nicht meine Erfindung), die sich nur die Rosinen herauspicken und nur von der Liebe sprechen und (er-)mahnende Worte komplett ablehnen. Beides empfinde ich als falsch. Ich möchte den Mittelweg leben. Es gibt diese Stellen, die von Geboten und Verboten sprechen und es gibt die Stellen, die von Liebe und Gnade sprechen. Man muss das Gesamtwerk Bibel betrachten!

Photo by Matt Botsford on Unsplash

Und noch ein Gedanke, der mir immer wieder in den Sinn kommt: Wenn ich etwas öffentlich über Twitter, Facebook oder Instagram kommuniziere, lesen das nicht nur Menschen, die bereits gläubig sind, sondern auch Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind, denen es egal ist, die mit dem Glauben an sich nichts am Hut haben oder die es vielleicht komplett ablehnen. Ist es dann also sinnvoll, wenn ich mit mahnenden Worten schreibe? Wie gesagt, ich erreiche ja nicht nur gläubige Menschen. Wenn ich etwas öffentlich kommuniziere, sollte es dann nicht einladend wirken? Sollte es nicht positiv klingen? Sollte es nicht ermutigend sein?
Andererseits (und da wären wir wieder bei meinem Blognamen), wenn Christen nur immer schöne Reden lesen, wie beeinflusst dies dann ihr Glaubensleben? Wir wissen alle, wie viel Einfluss die sozialen Netzwerke auf die Menschen haben, im Bezug auf Meinungsbildung. Viele junge Menschen informieren sich wohl nur noch über die sozialen Netzwerke, daher ist es wichtig, dort die Wahrheit zu kommunizieren. Egal zu welchen Themen. Aber was ist die Wahrheit? Für einen Christen ist Gott die Wahrheit und die Antwort auf das komplette Ist und Sein des Lebens. Für einen Atheist ist es die Wissenschaft, für einen Moslem ist es der Koran, für einen Tierschützer u.U. Vegetarismus.

Wie ihr merkt, es wird wohl immer Probleme unter den Menschen geben, was Meinung und Meinungsbildung angeht und DIE Lösung wird es nicht geben.

Ich könnte darüber noch stundenlang schreiben und das Thema aus- und weiterführen, mache hier jedoch einen Punkt und lasse euch noch selber über das Thema nachdenken.

Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Gedanken dazu im Kommentarfeld hinterlasst. ❤

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