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Wie moralisch ist Leihmutterschaft? Dem möchte ich heute auf den Grund gehen.

Seitdem Homosexuelle heiraten dürfen, ist es auch nicht mehr undenkbar, dass sie ein “gemeinsames” Kind haben dürfen. Neben Adoption, welche ihnen nun ebenfalls gesetzlich offen steht, haben jedoch viele, wie jeder andere Mensch wohl auch, den Wunsch nach einem leiblichen Kind. Was bei zwei Frauen wohl eher weniger ein Hindernis ist, ist bei zwei Männern natürlich ein enormes Problem. Zudem Paare, denen der Kinderwunsch einfach trotz aller medizinischer Errungenschaften versagt bleibt und die sich nicht vorstellen können, zu adoptieren, welche die größte Gruppe darstellen. Hier kommt die Sache mit der Leihmutterschaft ins Spiel. Hierzulande noch verboten, ist es jedoch für viele die einzige Möglichkeit, ein “leibliches” Kind zu bekommen.

Allerdings ist die Frage nicht geklärt, wer rechtlich als Mutter gilt. Die Frau, die das Kind geboren hat, oder die Frau, deren Erbgut es trägt?

In Deutschland verbietet das im Januar 1991 in Kraft getretene Embryonenschutzgesetz (ESchG) jegliche ärztliche Leistung bei Leihmutterschaften, nicht bestraft werden das Vorgehen der Leihmutter oder die den Auftrag erteilenden Personen.[2] Diese ärztlichen Handlungen sind Straftaten und werden mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet, § 1 Abs. 1 ESchG. Die Vermittlung von Leihmüttern ist in Deutschland nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz gesetzlich verboten.
Innerhalb der Europäischen Union ist die Rechtslage jedoch unterschiedlich – in diesem Zusammenhang hat das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht eine Tabelle zur Übersicht herausgebracht.[3]
Rechtlich stellt sich die Frage, wer als Mutter und Vater des Kindes gilt, falls es trotz bestehender Verbote zu einer Leihmutterschaft kommt.
Die Mutterschaft regelt in Deutschland der 1997 neu eingefügte § 1591 BGBMutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat. Rechtliche Mutter ist also die Leihmutter und nicht eine spätere „Sorgemutter“, die ggf. den Auftrag gegeben hat. Dies gilt selbst dann, wenn die „Sorgemutter“ die genetische Mutter ist. Es kann weder angefochten werden noch kann durch Vertrag die genetische Mutter wirksam zur Mutter gemacht werden. Auch wenn die „Sorgemutter“ in einer ausländischen Geburtsurkunde als „Mutter“ eingetragen ist, begründet dies nach deutschem Recht nicht ihre Mutterschaft. Die „Sorgemutter“ ist deshalb rechtlich nicht mit dem Kind verwandt.


Die meisten Staaten weltweit verbieten die Leihmutterschaft, insbesondere in ihrer kommerziellen, nicht altruistischen Form. In der Europäischen Union ist sie in 15 der 28 Mitgliedstaaten der EU verboten (Stand: 2014).


https://de.wikipedia.org/wiki/Leihmutter

Die rechtliche, sowie die moralische Frage ist also gar nicht so einfach zu klären!

Ich empfinde Leihmutterschaft als Ausbeute des weiblichen Körpers. Jede Frau, die schon einmal eine Schwangerschaft und die darauffolgende Geburt mitgemacht hat, weiß, wie viel einem das abverlangt und wie lange man danach noch mit dem Folgen zu “kämpfen” hat. Unter Umständen lebenslang anhaltende Körperdeformationen, Hormonungleichgewicht des Körpers, Geburtsnarben und vieles mehr. Und das alles ohne die Belohnung danach, das Kind? Der Körper schüttet bei der Geburt Glückshormone aus. Die Freude über das neugeborene Menschlein ist in aller Regel grenzenlos. Der Mutterinstinkt und die allumfassende Liebe zu diesem Baby erwacht, wenn er nicht z.B. durch Traumata gestört wird. Ein Neugeborenes kriecht instinktiv zur Brust der Mutter um die so wichtigen ersten Tropfen aus Mutters Brust zu erhaschen, welche für die Entwicklung des Gehirnes so wichtig sind. Es erkennt die Stimme der Mutter und fühlt sich an ihrer Brust geborgen. Das soll alles nichts wert sein? Mit Geld aufzuwiegen sein?

Leihmutterschaft ist eine Form des Menschenhandels. Es wird mit einem kleinen wehrlosen Baby gehandelt. Wer genügend Geldmittel zur Verfügung hat, “kauft” sich eine Leihmutter. Es gibt einige Ländern, in denen es legal ist.


In wenigen Ländern wie Russland[16] und Thailand sowie einzelnen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten[17][18] sind Leihmutterschaften sowohl in altruistischer als auch der kommerzieller Form möglich und werden unter anderem von homosexuellen Paaren in Anspruch genommen. Einige Staaten − wie beispielsweise AustralienKanada und die Niederlande − erlauben ausschließlich die altruistische (d. h. nichtkommerzielle) Form der Leihmutterschaft.


https://de.wikipedia.org/wiki/Leihmutter


Leihmutterschaft: weltweit ein Thema
 
Leihmutterschaft ist weltweit ein Milliardengeschäft. Auch auf europäischer Ebene wird daran gearbeitet, legale Möglichkeiten für Leihmutterschaft zu schaffen, wo sie bisher noch nicht erlaubt ist.
 
Gute Bedingungen für Leihmutterschaft gibt es aber nur in der Theorie. In der Praxis verlieren bei dieser Technik der Fortpflanzungsmedizin sowohl Leihmütter wie auch Kinder – in Europa genauso wie in Indien: Belastungen der Kinder wie das Fehlen und Unterbrechen erster Bindungserfahrungen, Konflikte für Leihmütter und letztlich auch für die Wunscheltern werden in Kauf genommen. Diese Konflikte hängen nicht davon ab, ob die Leihmutter Geld erhält oder nicht.


http://www.leihmutterschaft.at/

Wenn man sich das alles so durchliest, ist es moralisch absolut verwerflich, eine Leihmutterschaft zu kaufen. Es wird die wichtige Mutter-Kind-Bindung gekappt, die schon im Mutterleib entsteht, sowie die Frauen ausgebeutet, die als reine Brutmaschinen gehalten werden, für ein bisschen Geld. Frauen, die wahrscheinlich dringendst Geld benötigen, das liest man zumindest oft bezüglich Leihmutterschaft aus den osteuropäischen Ländern. Frauen, die schon eine eigenen Familie haben, in Armut leben und so eine Möglichkeit bekommen, der Armut zu entkommen. Wie es ihnen dabei seelisch geht, ist nicht relevant, es geht lediglich um das Handelsobjekt Kind.
Was müssen die Frauen alles in sich abtöten, damit sie das aushalten?

Wie wäre es nun jedoch, wenn eine Frau freiwillig für eine andere Frau ein Kind austragen möchte? Das wäre dann die nichtkommerzielle Variante.
So ein Gespräch hatte ich vor einiger Zeit mit einer Freundin. Ihre Schwester kann aufgrund Krankheit wohl keine eigenen Kinder bekommen. Sie meinte, sie würde, wenn die Umstände passen und das Kind bei der Schwester dann gut versorgt wäre, die Möglichkeit in Betracht ziehen, ein Kind für ihre Schwester auszutragen.
Ich sehe von außen betrachtet jedoch ein enormes Konfliktpotenzial in so einem Vorhaben. Die Schwestern müssen sich schon absolut gut verstehen, damit das gut geht.

Leihmutterschaft in der Bibel

Da dies ein christlicher Blog ist, möchte ich jedoch nun auch noch die biblische Seite beleuchten und das ist nicht einfach. Leihmutterschaft wird in der Bibel nicht verboten. Wohl aber die Ausbeute von Menschen. Denn, wer nach dem Grundsatz lebt: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst”, wird keinem anderen Menschen absichtlich seelische oder körperliche Schmerzen zufügen, um seine eigenen, egoistischen Wünsche durchzusetzen.

Als Beispiel für Leihmutterschaft in der Bibel wird oft die Geschichte von Hagar, Sara und Abraham genannt.

Da Sara sehr alt war und noch keine eigenen Kinder hatte und der benötigte, versprochene Stammhalter immer noch fehlte, überredete sie ihren Mann und ihre Bedienstete Hagar ein gemeinsames Kind zu zeugen, welches sie dann als eigenes anerkennen wollte. Wie es ausging, wissen alle Bibelkundigen: Sara verstieß nach einer Weile Hagar und ihren Sohn Ismael, da es massive Differenzen gab. Ismael wird als Vater der Muslime gehandelt. Der verstoßene Sohn wurde zu dem Gründern der weltweit zweitgrößten Religion. Daher haben die Muslime auch Abraham als Stammvater, ebenso wie die Juden, die sich auf Isaak als den rechtmäßigen Sohn von Abraham gründen, den Sara dann doch noch im hohen Alter bekam, laut biblischer Überlieferung.

Sprich, durch diese Leihmutterschaft gab es massive Diskrepanzen. Sara vertraute nicht auf Gott, dass er ihr noch den versprochenen Stammhalter schenkt und versuchte Gott ein Schnippchen zu schlagen, indem sie ihre Magd ein Kind von ihrem Mann austragen ließ, welcher dann die Weissagung erfüllen sollte, dass Abrahams Nachkommen so viele werden, wie es Sterne am Himmel gibt. In gewisser Weise wurde es durch beide Söhne erfüllt, dessen Nachkommen sich jetzt aufs Bitterste bekämpfen. Wenn man so will, kämpfen die “Ismaeliten” heute noch um ihr Erstgeburtsrecht, das durch die Einmischung des Menschen entstand und nicht Gottes Plan war. Allerdings ist das nun hinfällig, sie müssten lediglich Jesus als Erlöser annehmen und könnten so alle friedlich gemeinsam leben. Juden und Muslime, sowie alle anderen Menschen, könnten durch Jesus Frieden finden.

Durch die Leihmutterschaft entstand also nichts Gutes.

Die katholische Kirche lehnt Leihmutterschaft ab

Die katholische Kirche, welche ja für viele als DIE christliche Institution steht, lehnt Leihmutterschaft komplett ab.


Die römisch-katholische Kirche lehnt die Leihmutterschaft entschieden ab.
In dem Katechismus der Katholischen Kirche heißt es hierzu: „Techniken, die durch das Einschalten einer dritten Person (Ei- oder Samenspende, Leihmutterschaft) die Gemeinsamkeit der Elternschaft auflösen, sind äußerst verwerflich. Diese Techniken (heterologe künstliche Insemination und Befruchtung) verletzen das Recht des Kindes, von einem Vater und einer Mutter abzustammen, die es kennt und die miteinander ehelich verbunden sind. Sie verletzen ebenso das Recht beider Eheleute, ‚daß der eine nur durch den anderen Vater oder Mutter wird‘ (DnV 2,1).“ (KKK 2376; zweites Kapitel, Artikel 6, „III Eheliche Liebe“).[47]


https://de.wikipedia.org/wiki/Leihmutter

Sehr interessant! Die katholische Kirche lehnt demzufolge auch künstliche Befruchtung ab. Für die Zeugung eines Kindes sind also erstens nur Mann und Frau zulässig und zweitens nur durch ihren gemeinsamen Geschlechtsakt.

Ich bin nicht katholisch und werde es auch nie werden, aber es war für mich in dem Zusammenhang interessant erwähnenswert.

Wie sieht es die Gesellschaft?


Leihmutterschaft: Der geborgte Bauch (2018- der Standard)

Leihmütter entsprechen nicht dem am Muttertag gefeierten Rollenbild. Trotz Verbots ist Leihmutterschaft aber auch hierzulande Realität.

(…)


Schultz bestätigt das: Heterosexuelle seien als Bestelleltern bei weitem in der Mehrheit. Doch darüber reden wollten sie selten – auch nicht für diesen Artikel.



https://derstandard.at/2000079601049/Leihmutterschaft-Der-geborgte-Bauch

Unterschiedlich. Selbst unter Feministinnen ist es ein Reizthema. Die einen sehen es als Ausbeutung, die anderen als gerechtfertigt, da jeder ein Recht auf Kinder hat und sich auf die Entscheidungsfreiheit der Frau gründen.

Ich persönlich sehe die Leihmutterschaft als nichts Gutes an. Kinder werden so zur Ware, die beliebig “gezüchtet” werden können. Es ist für mich genauso verwerflich wie eine Abtreibung. Es erhebt den Menschen über Gott und seine Pläne für den jeweiligen Menschen. Der Mensch erhebt sich zum Richter über das Leben: Wer leben darf und wer sterben darf.

Zum Glück ist es hierzulande noch verboten. Warum das Wörtchen: “noch”? Weil, wenn es so weitergeht und es wird definitiv weitergehen, wird dieses Verbot nicht mehr lange bestehen. Zusammen mit vielen anderen moralisch verwerflichen Dingen, die schon legalisiert wurden, weil der Mensch es möchte, wird auch dies bald kein Unding mehr sein.

Gesundheitliche Risiken

Gerade beim Verfahren der Leihmutterschaft wird mit Eizellspende gearbeitet. Daher untermauerten diese Zahlen den ausbeuterischen Charakter der Leihmutterschaft, bei der die Leihmutter ein genetisch mit ihr nicht verwandtes Kind austrägt und dabei hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt wird, betont Mag. Susanne Kummer, Geschäftsführerin des IMABE. „Man kann die Faktenlage nicht länger ignorieren: Verfahren der künstlichen Befruchtung, insbesondere Eizellenspenden, sind für die Gesundheit der Mutter keineswegs harmlos“, so die Bioethikerin.

Ganzen Beitrag lesen ⬇

https://www.ief.at/studie-bestaetigt-erhoehtes-risiko-schwerer-gesundheitsschaeden-im-zusammenhang-mit-kuenstlicher-befruchtung/

Dies alles wird jedoch enorme Konsequenzen für den Menschen haben und es müssen nicht die Menschen ausbaden, die es angeleiert haben, sondern deren Nachkommen, die in eine moralisch verwerflichen und haltlose Welt geboren werden und unter Umständen noch mit körperlichen Folgeschäden zu rechnen haben.

Ich weine um die Kinder von Morgen und auch um die von heute, die keinen Halt mehr von Eltern und Gesellschaft bekommen und denen vor allem auch die Möglichkeit madig gemacht wird, in Jesus ihren Halt finden zu können. Denn das, würde die wirkliche Heilung für die Menschen bedeuten. Doch trotz allem bin ich mir sicher: Jesus findet Mittel und Wege um sich den Menschen, die für ihn offen sind, zu offenbaren!


Weiterführende Links:

Sicht des Islam zu der Geschichte mit Abraham:
https://www.islamreligion.com/de/articles/296/die-geschichte-von-abraham-teil-5-von-7/

Geschichte von Sarah, Hagar und Ismael aus der Bibel:
https://www.bible.com/de/bible/157/GEN.21.SCH2000

Leihmutterschaft in der Ukraine (Artikel):
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/leihmutterschaft-in-der-ukraine-15340864.html

Die Geschichte von Mohammend bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed

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