Anni Side | andererseits.at

Montagsgedanken

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Ich war nun eine gefühlte halbe Ewigkeit nicht mehr von dem Editor meines Blogs gesessen und habe etwas wirklich sinnvolles eingetippt. Die letzten Tage waren voll der Familie und Netflix gewidmet. Es waren herrlich erholsame Tage, ein verlängertes Wochenende voller Sonnenschein und Wärme.

Die zuletzt veröffentlichten Beiträge sind alle automatisch, geplant veröffentlicht worden, sodass ich nun über fünf Tage hier keinen Finger mehr krumm machte. Es war schön! Eine Entspannung für mein Gehirn. Manchmal muss man die Gehirnwindungen etwas ruhen lassen. Es war fast schon wie ein Drang, alles “aufs Blatt Papier” bringen zu müssen, was einem durch den Kopf schießt. Es ist schön, zu wissen, dass andere ihre wertvollen Gedanken hier auch teilen möchten und ich liebe die Beiträge meiner Gastautoren, sie sind so inspirierend.

Eine sehr blöde Angewohnheit von mir ist Serien schauen. Es nimmt wahnsinnig viel Zeit weg. Zeit, die ich im Grunde nicht habe und die ich für Mann und Kinder bräuchte. Manche können dann vielleicht zwischendurch für längere Zeit abschalten und eine Serie pausieren, ich möchte unbedingt wissen, wie es zu Ende geht und mache, so gut es geht, einen Marathon daraus. Sehr zum Leidwesen meines Mannes, der das überhaupt nicht verstehen kann. Er ist in der Beziehung vollkommen anders als ich- er sieht nur einmal in der Woche seine Sendung und wenn es hochkommt noch Nachrichten jeden Tag, das war’s. Alles andere ist für ihn Zeitverschwendung.
Tja… So unterschiedlich können Menschen sein, die sich lieben und beschlossen haben, ein Leben miteinander verbringen zu wollen. Man ist unterschiedlicher, als anfangs angenommen. Es sind Kleinigkeiten, aber die machen manchmal den Hasen halt doch fett.
Ach ja, die Serie habe ich jetzt doch abgebrochen, nicht wegen meinem Mann, sondern weil es einfach kein Ende fand. Ich wollte sehen, ob das Hauptliebespaar doch noch zusammenkommt, aber es zieht es sich nun schon seit gut vier Staffeln endlos in die Länge und gerade wäre alles gut geworden, schon steht die nächste Trennung im Raum. Auch finde ich das Paar gar nicht mehr so spannend wie am Anfang, irgendwie ist das ganze Liebesdrama ausgelutscht. Eines der Nebenliebespaare ist ein männliches homosexuelles Liebespaar, dass so über-romantisiert wird, dass es fast schon einer Propagandaserie gleichkommt. Die haben sich schon öfter geküsst, als das Hauptliebespaar, immer lösen sich Beziehungsprobleme innerhalb kürzester Zeit in Luft auf und sie liegen, sich seelig anlächelnd und sich Liebesschwüre zuflüsternd, am Morgen im Bett und die Sonne scheint durchs Fenster. Haha! Das ich nicht lache.

Das ist eine Art Gehirnwäsche, die ich auch schon aus anderen Filmen kenne. Homosexualität soll so dem Zuschauer so als völlig normal und vor allem besser als eine Heterobeziehung propagiert werden. Las ich vor einiger Zeit auch mal in einem Beitrag, leider weiß ich nicht mehr wo (wie so oft): Homosexuelle und vor allem auch Frauen sollen mehr die Hauptpersonen in Spielfilmen, Serien, sowie der Werbung sein. Was der Mensch immer und immer wieder sieht, glaubt er. Und ja, es stimmt, ich beobachte nun schon seit längerer Zeit die Neuerscheinungen bei Filmen und Serien und auch die Werbung im TV. Es sind seit einiger Zeit viel mehr Frauen Superhelden, Ermittlerinnen, Werbeträger auch für ehemals männliche Domänen wie z.B. Baumarkt- oder Handwerkerwerbung. Das ist alles kein Zufall, sondern genauestes durchgeplant. Nicht falsch verstehen, ich habe nichts dagegen, wenn eine Frau weiß, wie man mit Hammer und Nagel umgeht, ich finde das sogar sehr gut! Aber diese Manipulation durch die Medien ist weitaus größer, als so mancher denkt und weiß. Eigentlich ist man blöd, wenn man sich dem voll absichtlich aussetzt. Schon oft überlegt, ob ich mich dem allem vollständig entziehen soll, aber es reizt halt dann doch mehr als man denkt.

Anni Side | andererseits.at

Und so sitze ich hier in unserem Esszimmer, sehe auf die Terrasse und horche mit einem Ohr, was die Kinder im Garten treiben. Im Moment spielen sie schön im Sandkasten. Herrlich! So kann ich meine Gedanken ohne Störungen eintippen. Die Waschmaschine läuft (mal wieder) und nachher wird die Wäsche in den Garten gehängt. Ich liebe luftgetrocknete Wäsche! Die duftet immer so herrlich frisch. Das kann kein Waschmittel.

Gestern habe ich meinen Beruf auf Facebook auf Hausfrau gesetzt. Klingt schön altbacken, weswegen ich es lange nicht so nennen wollte, beschreibt aber meine Tätigkeit genauestens. Ich bin Hausfrau! Ich kümmer mich um Haus und Kinder und das den ganzen Tag. Bin immer in Bereitschaft, bin für alles verantwortlich. Nebenbei habe ich für die Dinge Zeit, die ich gerne tue, wie zum Beispiel diesen Blog hier führen. Meine Hobbies. Das ist ein Privileg in unserer heutigen Zeit, was ich sehr zu schätzen weiß. Ich kenne mittlerweile viele Mütter, die mich darum beneiden, das ich zu Hause bei den Kindern bleiben darf und kann. Was früher ganz normal war, ist heute ein Privileg, was mir manchmal ein schlechtes Gewissen bereitet, weil ich Mitleid mit den Mütter habe, die gar nicht so leben können, einfach weil es sich finanziell nicht ausgeht. Ich sehe es als Privileg an und erfreue mich meines Lebens. Manche sehen es anders, ich weiß, sie wären davon gestresst, ihre Kinder ständig betreuen zu müssen, aber das kümmert mich recht wenig. Nicht weil es nicht stressig wäre- oh doch, das ist es oft, aber welcher Job ist nicht nie stressig?- sondern weil ich es liebe, meine Kinder um mich zu haben. Die Kinder spielen nun mittlerweile neben mir im Wohnzimmer Lego und ich liebe es ihnen zuzuhören und zuzusehen. Ach ja, noch ein Vorteil, seitdem ich Hausfrau bin: Ich erreiche im Sommer eine angenehme Bräune. Als ich noch Vollzeit in der Pflege arbeitete, hatte ich trotz herrlichstem Sonnenschein immer eine “edle Blässe”. War schon oft etwas peinlich, wenn man irgendwo war, alle braungebrannt und ich daneben als Weißbrot.

Wünsche euch allen eine wunderschöne Woche und genießt das herrliche Wetter!

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