“Der Herr wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben.” (1. Mose 24,40).

Das Leben gleicht einer Reise. Nun gibt es ja verschiedene Arten zu Reisen. Doch bevor wir starten können, brauchen wir ein konkretes Ziel: Wo will ich überhaupt hin? Dann können wir uns über den Weg Gedanken machen: Wie komme ich zu meinem Ziel? Trotz elektronischer Hilfsmittel nehme ich gerne eine herkömmliche Straßenkarte. Dort sind viele Wege eingezeichnet. Doch welcher ist der Richtige? Ich kann auch anders fragen: Welcher Weg ist der direkteste / kürzeste / beste Weg? Nicht jeder Weg bringt mich dem Ziel wirklich näher. Manchmal versperren Baustellen einen ansonsten guten Weg.

Die Bibel ist so etwas wie die Karte Gottes für unser Leben. Und Gottes Geist ist der Kompass , damit ich weiß, wie ich die „Karte“ richtig lese. Ich kann die Bibel lesen und doch nicht verstehen. Gottes Geist hilft mir, gibt mir Einblick, zeigt mir den Weg und den nächsten Schritt. Als Christen lernen wir fortwährend, auf Gottes Reden zu hören. Denn Gott redet durch sein Wort und durch seinen Geist zu uns, und wir müssen es hören und begreifen können. Die spannende Frage lautet also: Welchen Weg führt Gott uns? Den direktesten / kürzesten / besten Weg?

„Leben kann man nur vorwärts, das Leben verstehen nur rückwärts.“ (Sören Kierkegaard)

Im Rückblick auf unser Leben wird uns oft manches klarer. Wir haben sicher viele Erkenntnisse und Eindrücke gewonnen. Aber vielleicht sind da auch offene Fragen. War immer alles nach Gottes Plan? Unser Ziel als Christen ist die Ewigkeit, und dort werden wir sicher manche Antworten bekommen.

In unserem Leben gibt es Sackgassen, Schlaglöcher und sogar Unfälle. Doch über allem steht die Gnade Gottes. Gottes Geist kann uns hier helfen, unser Leben nach dem Willen Gottes auszurichten. Er tut dies nicht mit dem Holzhammer oder mit Unmengen von Verbotsschildern, sondern vielmehr mit grenzenloser Liebe und Barmherzigkeit. Er lässt gewissermaßen „Gnade vor Recht “ geschehen, wenn wir uns an ihn wenden. Gott will uns vergeben und uns immer wieder auf den richtigen Weg zurückbringen. Wir brauchen Gnade und Vergebung. Wir können sie in Anspruch nehmen, aber was machen wir dann? Es ist wie bei einem Formel 1-Rennen: Die Fahrer halten an zum Boxenstopp. Wenn sie betankt sind, geht es wieder zurück ins Rennen. Auch hier hilft uns Paulus weiter. Er vergleicht das Christsein mit einem Rennen. Wir laufen, um den Preis zu gewinnen, der unvergänglich ist. Wir laufen nicht allein, sondern mit vielen anderen. Auch hier gilt Gottes Barmherzigkeit, seine Liebe und Vergebung, und nur dadurch können wir als Christen gemeinsam auf dem Weg bleiben.

Und das Schöne ist: Gottes Angebot gilt allen Menschen.

Alexander Märtin

www.schriftenmission.org

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