Foto von Animesh Bhattarai auf Unsplash

Verleugnung, Ablehnung und Relativierung

Ich frage mich ja immer und immer wieder, was das mit den Menschen in unserer Gesellschaft ist. Religion und Glaube werden als etwas wahrgenommen, was scheinbar nur dummen Menschen vorbehalten ist. Die Existenz von etwas möglichem Unsichtbaren, was über allem ist, wird von vielen vehement verleugnet. Ja mehr noch, es wird von vielen gefordert, dass man Glauben und Religion abschaffen sollte, da es dem Menschen schaden würde. “Kein Mensch, der klar denken würde, könne an die Existenz einer unsichtbaren Gottheit glauben!” 

Sind gläubige Menschen dumme Menschen?

In der Vergangenheit führte ich schon einige Diskussionen mit “Hardcore-Atheisten”. Es war immer sehr zäh, da alles darauf hinauslief, dass ich als blöd hingestellt wurde: “Ein Mensch der ein höheres Wesen benötigt um im Leben klar zu kommen, hat ein massives Problem”, so die Botschaft. 

Bin ich blöd? Dumm? Vielleicht in den Augen derer, die ein Abitur und ein Studium haben. Das habe ich nämlich nicht und strebte es auch nie an. Ist Schulbildung das Maß der Dinge um als “gescheit” zu gelten? Hier schütteln wahrscheinlich viele den Kopf. Doch, ab wann ist man klug? Was ist der Indikator für Klugheit? Wenn man im IQ Test viele Punkte hat? Wenn man ein erfolgreiches Leben hat? Wenn man viel Geld auf dem Konto hat? Wenn man in der Gesellschaft angesehen ist? Wenn man eine gesunde Familie hat? Fragen über Fragen. Für mich bedeutet klug zu sein, auch Weisheit zu besitzen. Weise Menschen leben so, dass sie Verstand und Herz in Einklang bringen.

Unsichtbare Welt

Die Woche telefonierte ich mal wieder mit einer Freundin, die in Kambodscha lebt (erzählte schon einmal von ihr). Sie ist dort mit ihrer Familie in einer großen Kirche missionarisch tätig und beschäftigt sich seit kurzer Zeit intensiv mit Seelsorge. Ich weiß nicht mehr, wie wir auf das Thema kamen, aber in dem Gespräch erzählte sie mir, dass man keinem Kambodschaner erzählen müsse, dass es keinen unsichtbaren Mächte gäbe. Diese glauben fest daran, dass es unsichtbare Mächte gibt. Gute sowie böse. Für die Kinder sei es ganz selbstverständlich, Geister zu sehen.

Sind die Menschen in Kambodscha nun blöd? Nein, ganz sicher nicht! Sie leben, und das oft nicht sehr gut und mit vielen und großen Ängsten, mit der unsichtbaren Welt. Für sie ist diese genauso real, wie die Welt vor unseren Augen. Sie bringen ihren Ahnen regelmäßig Opfergaben, damit diese ihnen wohlgesonnen sind. Jede Familie hat einen Schrein im Garten, auf dem sie den Ahnen Opfergaben darbringen müssen. Die Menschen sehen ihre Ahnen, die ihnen als Geister erscheinen. Sie haben Angst davor. Und so geht es nicht nur den Menschen in Kambodscha.

All diese Menschen WISSEN, dass etwas Höheres existiert.

Warum ist das dann bei uns nicht so?

Ich glaube, dass es das bei uns genauso gibt, nur die Menschen hier wollen alles rational erklären können. Was man nicht sieht, existiert nicht und so wird den Kindern eingeredet, es gäbe keine Geister und verniedlicht und verharmlost es. Ich bin oft entsetzt über die Kinderserien, in denen Monster und Geister verharmlost und verniedlicht werden. Oder auch wie sich die Sache mit Halloween in den letzten Jahren so massiv verbreitet hat, wo den Kindern das alles als lustig und normal serviert wird. Meine Kinder dürfen da übrigens nicht mitmachen. Auch viele Riten in der katholischen Kirche sind mir höchst suspekt, in denen die Verstorbenen geehrt werden, oder für sie gebetet wird. Das sind wohl noch alles Altlasten aus den Germanenkulten vor der Christianisierung, vermute ich mal, denn nichts davon steht in der Bibel.

Und wenn jemand gar nicht davon abkommt, dass es höhere Mächte gibt und diese auch Einfluss auf unser Leben haben, der wird psychisch behandelt, wenn er davon Ängste und Bindungen hat, oder eben für dumm erklärt.

Was gibt es für eine Lösung? Jesus! Freiheit gibt es nur mit Jesus.

Die oben genannte Freundin erzählte mal von einer kambodschanischen Frau, die jahrzehntelang unter massiven Angstzuständen litt. Sie sah ihre verstorbenen Angehörigen, die sie bedrohten. Sie hatte Angst um ihr Leben und um das Leben ihrer Kinder, wenn sie nicht all das tut, was die Geister verlangen. Diese Frau kam zum Glauben an den Gott der Bibel und wurde frei von ihren Ängsten. Das Erste was sie als gläubige Christin tat war, den Familienschrein aus dem Garten zu entfernen, damit die Geister keinen Zugang mehr haben.

Mein Schwager war eine Weile in Afrika mit einem Missionswerk. Er erzählte ebenfalls ähnliche Geschichten mit Geistern, Bindungen, Flüchen und Ängsten. Wenn man unseren Menschen hier mal genau zuhört, dann kommt darauf, dass sehr viele ebenfalls Ängste haben oder Bindungen in sich tragen, nur dass sie hier mit Psychopharmaka und Psychotherapie behandelt werden. Der moderne europäische Mensch, der alles mit Wissenschaft lösen möchte.

Hierzulande ist der esoterische Bereich stark belastet. Oder auch diese ganzen germanischen Kulte, die die letzten Jahre wieder aus dem Boden schießen und irgendwie alle ganz nett klingen, so natürlich, so liebevoll, so freudig. Dort basiert auch viel auf dem Glauben an höhere Mächte. Oft wird auch alles irgendwie miteinander vermischt und vieles klingt andeutungsweise doch irgendwie christlich, sodass viele gar nicht checken, mit was sie es zu tun haben. Manchmal sind mir diese als Gesprächspartner dann die Liebsten, weil die irgenwie nichts ablehnen was man bezüglich Glaube sagt, so relativieren sie die Sache mit Jesus jedoch. Was sind das für Mächte? Das muss man sich mal fragen.
Neuerdings finde ich die Sache mit dem Umweltschutz auch fast schon wie ein Religion, oder auch diese ganze Gendersache. Ebenso wie die Sache mit der Homöopathie, die auch auf reinem Glauben an die Wirksamkeit beruht. Jeder der nicht dafür ist, wird oft massivst angegriffen. Mir ist klar, wer da dahintersteckt.

Alles war nicht mit und für Gott ist, ist gegen Gott, sprich vom Teufel initiiert und der Teufel hat das oberste Ziel, den Menschen zu zerstören.

Doch selbst unter den Anhängern des Christentum ist nicht alles Gold was glänzt. Da heißt es genau hinzuschauen! Die persönliche Beziehung zu Jesus ist das Wichtigste. Wissen und gute Taten allein machen aus niemanden einen guten Menschen. Ebenso ist mit Wissenschaft und menschlichem Verstand nicht alles erklärbar und wird es auch nie sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.