Ostern

Alle, die Jesus kannten und seine Wunder gesehen hatten, konnten nach Karfreitag nicht einfach in den Alltag zurückkehren. Das Leben in seiner Nähe hatte sie verändert. Sie waren nicht mehr dieselben wie vorher. Sie mussten einfach über das reden, was sie mit ihm erlebt hatten.

So ging es auch zwei Männern, die am Ostertag auf dem Weg von Jerusalem in ihr Heimatdorf waren. Unterwegs kommt der auferstandene Christus zu ihnen. Immer wieder hatten sie gehört, dass Jesus viel leiden und dann sterben müsste, aber am dritten Tag würde er auferstehen. Doch die beiden können das nicht glauben, darum erkennen sie ihn auch nicht. Jesus erklärt ihnen, dass alles, was passiert ist, so bereits vor langer Zeit prophezeit wurde. Aber sie verstehen es nicht, denn sie sind voll Trauer. Das Gespräch geht hin und her und endlich sprechen sie das aus, was sie eigentlich von Jesus erwartet haben: “Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde.” (Lukas 24,21)

Wir haben heute auch konkrete Vorstellungen, wer dieser Jesus Christus für uns sein soll: Ein starker Helfer in der Mühe unseres Lebens. Einer der unsere Krankheit besiegt und unsere Nöte beseitigt. Auch einer, der die Krisen der Welt, die Kriege und Auseinandersetzungen beendet und das Friedensreich Gottes heraufführt. Aber er will auch unseren Glauben. Er will, dass wir ihm vertrauen und hinter ihm her unseren Lebensweg gehen, über den Tod hinaus ins ewige Leben.

Die Männer nähern sich ihrem Dorf und bitten ihn: “Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.” Sie spüren, dass dieser Fremde eine besondere Ausstrahlung hat. Von ihm gehen Kraft, Trost und Geborgenheit aus. Und die können sie gerade jetzt brauchen.

Immer wieder hat Jesus auch für die Menschen heute eine unwiderstehliche Faszination. Es ist vielleicht noch nicht Glaube, wenn sie seine Nähe suchen. Es ist der Wunsch, dass einer wie er bei uns ist, bei uns bleibt und mit uns geht – durch alle Höhen und Tiefen unseres Lebens.

Als er dann mit ihnen am Tisch sitzt, nimmt er das Brot, dankt, bricht es und gibt es ihnen. Da begreifen sie, dass er der Christus ist, der Sohn Gottes. Daran können wir ihn erkennen: Er reicht uns Brot und Wein, mit dem er uns nährt und erhält. Und noch viel mehr: Brot und Wein bedeuten seinen Leib und sein Blut, die er für uns am Kreuz opfert, damit wir Vergebung erlangen und er uns erlöst von aller Schuld unseres Lebens und wir ihm folgen können zum Vater im Himmel.

Wir finden Jesus Christus heute in der Bibel, im Gespräch darüber mit anderen Christen und in der Predigt, die uns das Wort Gottes zeitgemäß auslegt. Und im Glauben können wir antworten, weil wir durch Jesus erfahren, dass unser Leben einen Sinn, ein Ziel hat. Jesus lebt, und wir sollen auch leben – schon hier und heute und einmal in Gottes Ewigkeit.

Alexander Märtin

www.schriftenmission.org

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