Weiter Raum

Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Seit 1988 begleitet uns ein bekannter Werbeslogan eines großen deutschen Bankenverbandes: „Wir machen den Weg frei!“ In unterschiedlichsten Bildern wurde uns ständig neu vor Augen geführt, dass es immer irgendwie weitergeht, auch wenn sich vor uns Hindernisse und Abgründe auftun. Alles kein Problem, so die Aussage der Bank. Doch unser Leben sieht oft ganz anders aus, nicht alles läuft nach Plan. Und am Ende steht der Tod als das letzte große Hindernis, für viele Menschen eine beängstigende Perspektive. Wer hilft uns dann?

Vergessen wir mal die Versprechen der Bank und wenden wir uns direkt an den Schöpfer allen Lebens selbst: Gott macht den Weg frei! Das ist der Kern der biblischen Botschaft. Gott hat einen Weg heraus aus den Zwängen und Belastungen des Lebens, hin zu sich. Sünde, Tod und Teufel sollen keine Macht mehr über uns haben. Wer sich auf diesen Weg begibt, dem eröffnet sich das weite Land des Glaubens.

Der Psalmbeter preist Gott für seine Erlösung und seine Güte. Er hat Gott als jemanden erfahren, der ihn entlastet und befreit. Darum kann er auch andere Menschen auffordern, Gott zu lieben. Wir können uns diesem Gott der Liebe anvertrauen und mit ihm leben. Die Bibel berichtet lauter solche Lebensgeschichten. Menschen werden frei von den Mächten der Sorge und Angst, weil Gott zusichert: „Ich kenne dich. Du bist nicht allein. Ich sorge für dich!“ Jesus sagt: „Ich vergebe dir. Nun gestalte dein Leben anders als bisher.“ Menschen werden frei von der Angst vor dem Tod, weil Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Der Tod hat nicht das letzte Wort. Wer zu Jesus gehört, der hat das ewige Leben. Darauf kannst du dich verlassen! Jesu stellt deine Füße auf einen weiten Raum, er richtet dich auf, er schenkt dir Leben!

Aber manche Menschen trauen weder den Banken noch dem Gott der Bibel. Sie verlassen sich auf niemanden. Vielleicht liegt das daran, dass sie auf die eine oder andere Weise enttäuscht wurden. Sie fühlten sich ausgenutzt und betrogen, sie sind falschen Versprechungen gefolgt und das Einzige, was geblieben ist, war ein bitterer Beigeschmack. Kein Wunder, wenn sie sich abwenden.

Ich habe irgendwann begriffen: „Gott will nichts von mir – er will mich beschenken!“ Gott gibt reichlich, und was er mir gibt, kann sonst keiner geben. Nur durch ihn bekommt mein Leben einen Sinn, festen Halt und Orientierung. Jesus schenkt mir das Leben, er stellt meine Füße auf einen unendlich weiten Raum. Seine Liebe macht mein Leben wertvoll – und deshalb möchte ich, dass andere Menschen diese Liebe auch erfahren.

„Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben.
Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben,
wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht!“
(Christian Fürchtegott Gellert, 1757)

Alexander Märtin

Bild mit freundlicher Genehmigung von Andreas Sach

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