Pixabay

Ist die Welt noch zu retten?

Ich beschäftige mich zeitweise viel mit Umweltschutzthemen und auch über die negativen Auswirkungen des unseres Konsumverhaltens, auf Mensch und Natur. Es ist mir einfach wichtig. Nicht dass ich jetzt die perfekte Umweltschützerin bin, vieles weiß ich in der Theorie, in der praktischen Umsetzung hapert es noch. Allerdings ist es auch nicht mein Ziel “perfekt” zu werden, viel zu anstrengend.

Pixabay

Konsumgeilheit und Umweltschutz

Mein Beitrag an den Umweltschutz ist derzeit meine Bereitschaft, meine Kinder mit Stoffwindeln zu wickeln. Mehrweg statt Einweg. Müllberge reduzieren. Zudem achte ich vermehrt darauf, nach meinen Möglichkeiten, auf Plastik zu verzichten. Bin ich deswegen eine gute Umweltschützerin? Was bedeutet “gut”? Ich bin sicher nicht militant in meiner “Mission” und immer vollkommen geradlinig. 

Denn… voll und ganz auf Plastik zu verzichten? In meinen Augen in unserer modernen Industriewelt nicht möglich, denn dann müssten wir alle Elektroartikel aus unserem Haushalt verbannen: Keinen PC, kein Tablet, kein Smartphone, keine Kaffeemaschine, keinen TV, keinen Drucker, keinen Herd, keine Rührmaschine, keinen Kühlschrank… Die Liste lässt sich beliebig erweitern. Ihr wisst worauf ich hinaus will. 

Wenn wir also so Leben wollen, damit es für die Natur gut ist, müssten wir die Industrialisierung rückgängig machen.

Dazu wird wohl keiner bereit sein. Richtig? Noch dazu ist es gar nicht möglich. Selbst diejenigen, die immer ganz groß und breit davon reden, alles besser machen zu wollen, verzichten nicht auf alle Errungenschaften der Industrialisierung, denn dann hätten sie nicht mal Internet und somit auch keine sozialen Netzwerke, worüber sie ihre Botschaften verbreiten. Wäre vielleicht bei diversen Meinungen manchmal kein Schaden, aber es ist jedermanns gutes Recht!

Mit dem Pferd, oder zu Fuß durch die Prärie reisen und sich sein Essen selbst anbauen und ernten und jagen. Keiner könnte schnell zur Apotheke fahren, um sich seine Zusatzvitamine zu kaufen, welche durch diverse Ernährungsweisen dem Körper zugeführt werden müssen. Man müsste essen, was einem gerade vor die Linse kommt, von der Hand in den Mund. Sich täglich Gedanken darum machen, wo man heute sein Essen herbekommt. Wäre vielleicht gar nicht so schlecht, dann wäre der Mensch abgelenkt mit existentiellen Dingen und würde sich nicht mehr um vollkommen sinnlose Dinge verkopfen.

Viele lachen, wenn Menschen an ein höheres Wesen glauben. Wenn man jedoch mit der Natur lebt und merkt, dass der Mensch absolut keinen Einfluss auf die Vorgänge der Natur hat, auf Saat und Ernte, Kälte und Hitze, dann kommt man ganz automatisch darauf, dass es etwas Höheres geben muss.

Und genau DAS fehlt dem sogenannten Industriemenschen. Sie müssen sich keine Gedanken mehr um die Nahrungsbeschaffung machen. Sie gehen einfach in den nächsten Supermarkt und kaufen ein. Moderne, umweltbewusste Menschen achten darauf wo die Ware herkommt und wie diese produziert wurde, haben jedoch meist keinen blassen Schimmer, wie das wirklich vonstatten geht. Ich sage jetzt nicht, dass diese Menschen dumm sind, aber wie es wirklich ist, stundenlang auf einem Feld zu stehen und eine Frucht nach der anderen zu ernten und am Abend fix und alle und mit Rückenschmerzen ins Bett zu fallen…? Das wollen wir gar nicht! Sollen sich doch andere Menschen für uns krumm und buckelig arbeiten. Sie werden ja dafür bezahlt… Ich lache mal zynisch oder soll ich lieber doch gleich weinen?

Was würden wir sagen (ich bin ja ebenso ein moderner Industriemensch), wenn auf einmal die Supermarktregale leer stehen würden, weil es einfach keine Ernte mehr gibt? Oder alles so teuer wird, weil einfach zu wenig da ist? Wir wären aufgeschmissen! Wir könnten es uns nicht erklären und würden wahrscheinlich auf den Staat, die Bauern, die Wirtschaft oder auf was auch immer schimpfen. Klar, man kann es auch aus anderen Teilen dieser Welt importieren, aber was ist, wenn dies nicht mehr klappen sollte?

Eigentlich sollten wir auf uns selbst schimpfen, denn durch unsere Bequemlichkeit haben wir verlernt, was wirklich wichtig und richtig ist im Leben. Wir sichern uns ab mit zigtausend Versicherungen und sparen was das Zeug hält, damit wir es im Alter dann mal gut haben. Wir meinen, dass Wohlstand uns Zufriedenheit verschafft. Tut es nicht. Im Gegenteil, wir sind höchst unzufrieden und wollen immer noch mehr. Können den Hals nicht voll genug bekommen. Wir möchten uns alles kaufen können, was wir uns wünschen. Doch woher kommen diese Wünsche überhaupt? Brauchen wir das wirklich alles um glücklich sein zu können? Ganz klar: Nein! Dies wird uns suggeriert. Wodurch? Ganz klar, durch die Werbung in den Medien. Wir werden zugeballert mit Werbung. 

“Die Kaufkraft der Bevölkerung stärkt die Wirtschaft.” Klingt alles ganz toll, nur hat der Durchschnittsbürger nichts davon, außer vielleicht minus auf dem Girokonto. Zahlt sogar noch drauf, da man ja auch an die Überziehungszinsen denken muss, oder an die Kreditzinsen, wenn man sich den ganzen Konsum eigentlich gar nicht leisten kann und trotzdem meint mitmachen zu müssen. Wer macht was dagegen? Niemand. Alle die daran verdienen, reiben sich die Hände und wollen noch mehr. Denen ist es egal, wenn der Dreifachfamilienvater sich den Rücken buckelig arbeitet, damit seine drei Kinder jeweils ein Smartphone in den Händen halten dürfen, welches nach einem Jahr wieder out ist. Natürlich könnte man behaupten, der Familienvater ist doch blöd, wenn er jedem seiner Kinder ein Smartphone kauft. Aber was geschieht mit den Kinder, wenn sie die Einzigen in der Schule sind, die keines haben? Gruppendruck. Dies ist wahrscheinlich das Gefährlichste. Weil scheinbar alle etwas haben, muss man es auch haben.

Also nein, ich glaube nicht, dass der Mensch diese Welt retten kann. Was jedoch nicht heißen soll, dass sie nicht beschützt werden sollte. Jeder kann für sich seinen Beitrag für den Umweltschutz leisten, indem z.B. gewisse Dinge nicht mehr konsumiert oder teilweise sein Leben umstrukturiert, einfach weil die Natur und deren Geschöpfe schützenswert sind und wir für diese verantwortlich sind! Aber diese retten? Dafür ist es erstens zu spät, da bereits irreparable Schäden vorhanden sind und zweitens ist der Mensch nur Mensch und Menschen sind nicht allwissend. Wir wissen noch nicht mal was morgen passiert, geschweige denn heute Abend. 

Zuerst sollten wir dafür kämpfen, dass jeder Mensch auf dieser Welt auch als Mensch wahrgenommen wird. Als ein freies Individuum, welches jedes Recht auf freie Entfaltung und Entscheidungsfreiheit über sein eigenes Leben bekommt und hat. 


ARTE- 70 Jahre Menschenrechte 

Dies ist leider immer noch nicht die Norm. Nur wir hier in Europa haben dieses Vorrecht und dies nur allein durch unsere christlichen Wurzeln, welche leider immer mehr in Bedrängnis geraten, weil die Menschen das Christentum nicht mehr wollen. Ohne das Christentum und seine Gebote des Zusammenlebens, wird es den Menschen wieder schlechter gehen! 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.