Schlecht über andere reden

Immer wieder kommt es zu Situationen im Leben, in denen ein anderer Mensch einfach nur noch nervt. Gesagtes oder Getanes einer anderen Person treiben einen zur Weißglut und wir wollen unsere innere Abneigung und Ablehnung einfach nur noch irgendwo loswerden.

Man sucht sich Gleichgesinnte und es wird über die Person geredet: Auf einmal finden die Anderen auch noch unzählige, negative Geschichten zu dieser Person und es schaukelt sich hoch. Am Ende ist diese Person ein absolut schlechter Mensch, obwohl es vielleicht ursprünglich nur eine Kleinigkeit war, die einen störte.

In der Bibel gibt es einiges dazu und nicht sehr schmeichelhaftes, über geschwätzige Menschen.

Wer verächtlich über andere redet, hat keinen Verstand; Verständige halten den Mund. Ein Mensch, der jedes Gerücht weiterträgt, plaudert auch Geheimnisse aus; ein vertrauenswürdiger Mensch behandelt sie vertraulich. (Sprüche 11, 12-13)

Was einer mit seinen Worten erreicht, entscheidet über seine Zufriedenheit. Die Zunge hat Macht über Leben und Tod. Wenn du an der Sprache Freude hast, kannst du viel durch sie erreichen. (Sprüche 18, 20-21)

Eine versöhnliche Antwort kühlt den Zorn ab, ein verletzendes Wort heizt ihn an. (Sprüche 15,1)

Der Herr verabscheut böse Pläne, aber freundliche Worte sind vor ihm recht. (Sprüche 15, 26)

Eure Worte sollen immer freundlich und mit dem Salz ´der Weisheit` gewürzt sein . Dann werdet ihr es auch verstehen, jedem, ´der mit euch redet,` eine angemessene Antwort zu geben. (Kolosser 4, 6)

Man sollte also seine Zunge hüten, man sollte genau überlegen, was man über andere Menschen spricht. Worte sollten ermutigend sein und nicht niederdrückend.

Was einer mit seinen Worten erreicht, entscheidet über seine Zufriedenheit. Die Zunge hat Macht über Leben und Tod. Wenn du an der Sprache Freude hast, kannst du viel durch sie erreichen. (Sprüche 18, 20-21)

Oft gar nicht so einfach, ich weiß! Wenn man die Wut und die Abneigung aus einem sprechen lässt, ohne inne zuhalten, wird es verletzend und gemein für das Gegenüber. Oder man spricht über eine andere Person schlecht. Zum Glück sind wir Menschen in der Lage, unser Verhalten zu analysieren und gegebenenfalls ändern zu können. Und auch wenn man immer wieder denselben Fehler macht und weiß, dass es nicht richtig war, Gott verzeiht! Trotzdem sind wir dazu angehalten, unser Verhalten zu ändern. Gerade wir Christen sollten Licht für unsere Mitmenschen sein. Wir sollten sie ermutigen und auferbauen und ihnen liebevoll den Weg in die Richtung Jesu weisen.

Ich selbst bin schon unzählige Male in die “schlecht-über-andere-sprechen-Falle” gestolpert. Man sitzt in einer heiteren Runde beisammen und irgendjemand fängt an über jemand zu motzen und es schaukelt sich hoch. Das ist menschlich. Was kann man dagegen tun? Wichtig finde ich es, dem Gespräch ein bisschen die Luft rauszunehmen. Nicht weiter befeuern, sondern den Brand eindämmen. Sich bei jedem Gespräch über andere Personen bewusst machen: was wäre, wenn diese Person jetzt hier mit uns sitzen würde? Würde ich das dann auch so sagen? Man kann über jemand reden, man kann sich über jemand austauschen, aber es sollte immer so sein, dass man demjenigen danach noch in die Augen sehen kann und keine Abneigung dem Menschen gegenüber im Raum steht. Gar nicht so einfach, ich weiß! In meinem Leben gibt es einige Menschen, denen ich nach einem oder mehreren Streitgesprächen nicht mehr in die Augen sehen kann und das ist nicht schön.

Es benötigt eine ordentliche Portion Weisheit, um in der Interaktion mit seinen Mitmenschen sich immer so zu formulieren, dass die Worte auferbauend und ermutigend sind und man trotzdem das sagt, was gesagt werden muss.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Photo by Ben White on Unsplash
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