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Was ist alles notwendig, um einen Blog erfolgreich zu bewerben?

Im Januar diesen Jahres startete ich diesen Blog mit eigener Domain. Mein ehemaliger Blog war zeitweise auch schon gut besucht, je nach Beitrag, aber es kamen lediglich fünf Stammleser mit in die Neuauflage und ich musste somit meine Leserschaft komplett neu aufbauen.

Da ich dann ab Januar für den Blog zahlte- eine eigene Domain muss man kaufen- überlegte ich mir, warum ich das tue. Denn, Geld verdiene ich mit meinem Blog nicht! Könnte ich vielleicht, mit viel Anstrengung und einer Gewerbeanmeldung, aber wahrscheinlich würde ich meine Arbeit nie 1:1 auf meinem Konto zu sehen bekommen. Mit Schreiben wird man nicht reich! Warum tue ich es dann? In erster Linie aus Ehrgeiz irgendwas Tolles erschaffen zu können, was für Menschen hilfreich sein kann und aus Experimentierfreude. Ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren, mit meinem Tempo, meinen Vorgaben und Möglichkeiten. Ich lasse mir nicht gerne in meine “Geschäfte” hinein reden und möchte meine Optionen frei und selbstständig ausloten können.

Mein Selbstversuch: Welchen Bekanntheitsgrad kann ich innerhalb eines Jahres erreichen?

Das Experiment läuft noch, bisher bin ich sehr zufrieden! Die Aufrufzahlen sind in den letzten sieben Monaten so hoch, wie mit meinem alten Blog in drei Jahren.

Jeder Blog muss um seine Leserschaft buhlen. Zu Beginn meiner “Blogger-Karriere” war ich eher noch ziemlich verschämt und wollte gar nicht unbedingt, dass meine Sachen von Außenstehenden gelesen werden, daher wurde jeder Beitrag höchstens dreimal aufgerufen und das waren meistens meine Mutter und meine beiden besten Freundinnen. Facebook hatte ich dazumal noch nicht. Gab es wohl schon, aber nur auf Englisch und es war einfach noch nicht so bekannt. StudiVZ war das Netzwerk der Wahl, oder dann auch SchülerVZ. Aber geteilt wurde dort nichts, auf die Idee kam ich gar nicht. Heute ist das anders. Ich bin gut vernetzt und viel in den verschiedensten Social Media Kanälen aktiv unterwegs.

Was tue ich alles, um meine Inhalte unter die Leute zu mischen?

Das Hauptwerkzeug ist ganz klar Facebook, so sehr es mich auch stört. Dort betreibe ich eine Seite, auf der die Beiträge geteilt werden und bin Mitglied in den verschiedensten Gruppen zu den Themen, mit denen sich der Blog beschäftigt und ich teile neue Beiträge dann zusätzlich zur Facebookseite zielgerichtet in diese Gruppen.

Inzwischen kann ich auch Positives über Twitter berichten. Durch kontinuierliche Präsenz, zwei Accounts und steigende Followerzahlen, erreiche ich über Twitter nun auch einige Leser.

Über persönliche Empfehlung z.B. via WhatsApp bzw. einen ähnlichen Messengerdienst bekommt man auch einiges hin.

Mein Instagram Account ist nicht zu 100% für die Blogbewerbung geeignet, dort poste ich viele private Bilder, daher ist es für mich nicht nicht das Mittel der Wahl um großflächig für meine Blogbeiträge zu werben. Zudem ist es ein geschützter Account- ich muss jeden Follower bestätigen, bevor er meine Inhalte zu sehen bekommt. Da man in den Instagramtexten zum Bild keine Links setzen kann, ist es auch eher ungeeignet, wie ich finde. Ab und an bewerbe ich einen Beitrag und somit sind die Zugriffszahlen da drüber für mich auch nicht relevant. Instagram ist für mich die total persönliche Ebene, da auf der Plattform viele Menschen vertreten und aktiv sind, die ich persönlich kenne.

WordPress bietet zudem die Möglichkeit der Emailabos, was jedoch nur sehr zögerlich wahrgenommen wird. Das wäre mir persönlich am Liebsten, da es Netzwerk-unabhängig ist. Angemeldete WordPress Nutzer können via WordPress abonnieren und bekommen die neuesten Beiträge ihrer abonnierten Blogs, in ihrem Account angezeigt.

Sonst sind wohl Verlinkungen in anderen Blogs, durch Gastbeiträge, noch sehr relevant, was mir andere Blogger als Tipp gaben, was ich jedoch aus Zeitgründen bisher noch nicht wahrgenommen habe. Ich nehme eher lieber selbst Gastbeiträge an, die ihre Inhalte dann wiederum in ihren Accounts teilen und so für Aufrufe sorgen. Das funktioniert recht gut. Aber allein darauf kann man sich eben nicht verlassen.

Mein neuester Tipp ist Pinterest. Dort die Beitragsbilder verlinken und kategorisieren, damit sie gut gefunden werden. Wie das ankommt, kann ich noch nicht sagen, da ich meinen Account erst vor zwei Tagen erstellte und noch nicht die Zeit hatte, alle relevanten Beiträge zu verlinken.

Auf Tumblr eröffnete ich ebenfalls vor kurzem einen Account, in den die Beiträge geteilt werden. Denke jedoch, der Account wird nicht lange bestehen bleiben, da sich bisher kein Nutzen zeigt.

Was ich immer mal wieder ändere ist das Aussehen des Blogs, das ist laut einem Beobachter jedoch eher schädlich, da die Leser sich an etwas gewöhnen und wenn es ständig anders aussieht, ist kein Gewöhnungseffekt vorhanden. Aber ich kann ich kann mich halt nicht für ein Theme entscheiden. Ich benötige ständig Veränderung, einfach weil ich was neues ausprobieren möchte. Es gibt so viele schöne gratis Oberflächen auf WordPress! Vielleicht wisst ihr, was ich meine. Eine Bloggerkollegin beschrieb es als Perfektionismus, da sie das auch von sich kenne. Leider ist an den vorgefertigten Designs immer irgendwas nicht so, wie man es sich wünscht und vorstellt. Man müsste selbst programmieren können. Kann ich aber leider nicht.

Jeder Blogger hätte wohl am Liebsten viele Stammleser, die er über die Jahre hinweg kennen lernen kann, denn dann weiß man auch, welche Beiträge gut ankommen und welche nicht und man müsste seine Beiträge nicht ständig überall bewerben. Die Werbung für einen Beitrag ist, jedenfalls für mich, das aufwendigste am Bloggen. Leider habe ich das Gefühl, durch unsere schnelllebige Zeit erreicht man neue Stammleser nur sehr schwer und zögerlich. Das Internet ist überfüllt mit Informationen und man erlangt nur Aufmerksamkeit, wenn man krasse Themen behandelt, wie ich schon des Öfteren sehr erfolgreich testete. Mit 0815 Bloggeschreibsel, wie der Tag war, was man so gemacht hat und wie die Kinder sind, erreicht man mit einem eigenem Blog nicht mehr viele Menschen. Dies hat sich komplett direkt in die Social Media Kanäle verlagert. Allen voran Instagram, so mein Gefühl. #instablog ist ein Hashtag, der sehr beliebt ist.

Wer also heute einen erfolgreichen Blog betreiben möchte, muss neben guten Bloginhalten auch noch aktiv in den verschiedensten sozialen Netzwerken sein, dort ein “gutes Bild” von sich abgeben, sich mit anderen Bloggern vernetzen bzgl. Gastbeiträgen und genügend Zeit mitbringen. Was bloggen kostet ist, in erster Linie viel Zeit, wenn man Erfolg haben möchte.

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