12 Rules For Life – ein Fazit

Unglaublich wie schnell diese 12 Wochen nun um waren. Es hat mir Spaß gemacht, Jordan Petersons Buch für euch zusammenzufassen. Viele meiner persönlichen Überzeugungen wurden darin bestätigt und meist auch noch verstärkt.

Und vieles hilft mir wirklich auch sehr praktisch im Alltag, gerade in der Kommunikation (Regel 8-10) und in zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich hinterfrage und beobachte mein eigenes Verhalten viel mehr und versuche, auch das Verhalten anderer besser zu verstehen. Zwischen den Zeilen zu lesen. Bewusster zuzuhören.

Ich bin zwar eher ein ehrlicher Mensch, werde aber in Zukunft noch öfter sagen, was ich denke – und vor allem dann, wenn ich es runterschlucken will, “um niemandem auf den Schlips zu treten”. Die letzten Tage habe ich das schon ausprobiert, unter anderem mit meinen Arbeitskollegen, und hab eigentlich nur positive Reaktionen bekommen. Auch wenn wir zu einem Thema komplett gegensätzliche Meinungen vertraten.
Interessanterweise fällt mir das viel leichter bei Menschen, die mir nicht so nahe stehen. Bei Familien und Freunden kostet es mich unglaublich viel Überwindung. Aber ich arbeite daran.

Dank Petersons Buch habe ich auch wieder mehr in meiner Bibel gelesen. Das tat mir zusätzlich gut und ich habe eines meiner Andachtsbücher rausgekramt, um wieder täglich darin zu lesen und zu beten.

Zwei Wahrheiten ziehen sich wie ein roter Faden durch Jordan Petersons Buch:

1) Das Böse existiert – Leid gehört zum Leben dazu

Wir sind nicht mehr im Paradies. Diese Welt ist nicht gerecht. Wir Menschen tragen eine Bosheit in uns, deren Abgründe man kaum begreifen kann (siehe die Gräuel des 20. Jahrhundert’s).
Und eigentlich ist es ein Wunder, dass sich die Mehrheit tagtäglich dazu entscheidet, trotzdem das Richtige zu tun. Auf ihr Gewissen und/oder Gottes Gebote zu hören.

2) Sich damit abzufinden hilft uns, unser Leben erfolgreich zu gestalten

Wenn wir begreifen, dass Leiden und das Böse zu unserem Leben dazugehört, dass diese Welt ungerecht ist – wenn wir diese Tatsachen anerkennen und unser Leid (unser “Kreuz”) im wahrsten Sinne des Wortes “schultern” (Regel 1) lebt es sich leichter. Man wird nicht mehr aus der Bahn geworfen, wenn man schon darauf vorbereitet ist, dass man mit Schwierigkeiten zu rechnen hat.

Und dabei ist aber auch sehr wichtig, sich nicht zu viele Sorgen zu machen, was alles schief gehen könnte. Im Alltag, der uns heutzutage fest im Griff hat und oft recht stressig werden kann, ist es wichtig, sich immer wieder kleine positive Auszeiten zu nehmen (Regel 12)

Ich bin nach wie vor begeistert und fasziniert von Jordan Peterson und kann jedem nur empfehlen, seine Bücher zu lesen oder – wenn man gut Englisch kann – am besten direkt seine Uni-Vorlesungen auf YouTube anzusehen. Früher hielt ich nicht viel von Psychologie und empfand es als Humbug. Heute weiß ich es besser und bin immer wieder fasziniert von der Wissenschaft dahinter und wie sich ihre Erkenntnisse mit Gottes Wort decken.

Vielleicht konnten meine Beiträge euch ein bisschen weiterhelfen. Das hoffe ich jedenfalls.
Jetzt mache ich aber erstmal eine kleine Schreibpause, die Vorweihnachtszeit wird etwas stressig für uns. Vielleicht finde ich ja wieder mal ein Thema, das mich fasziniert und von dem ich euch dann gerne erzähle. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen der Beiträge der anderen Autoren.

Seid gesegnet!

Bild mit freundlicher Genehmigung von Tami
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