Blogrückblick 2016 bis 2019

Gerade kam von WordPress die Meldung rein, dass ich mich heute vor drei Jahren bei WordPress registriert habe und bekam Glückwünsche.

Bald sieht und liest man überall die Rückblicke auf das Jahr 2019 und auch ich möchte eine Art Jahresrückblick für diesen Blog schreiben, auch wenn es noch ein bisschen früh ist, aber der Anlass ist gerade passend.

Im Januar 2019 startete ich diesen Blog neu, damals mit Tamara als meiner Co-Autorin, die zum damaligen Zeitpunkt gerade eine Schreibpause machte. Der Blog, der vorher unter der Webadresse www.gegendenstrom.wordpress.com lief, wurde in www.andererseits.at umbenannt und somit auch mit einer eigenen Domain versehen. Ich wollte selbst Herr, bzw. Frau über meine Einstellungen und Speicherdaten sein, sowie ein professionelles Auftreten generieren und daher entschloss ich mich für diesen Schritt, meinen Blog komplett selbst zu hosten. Mein Schwiegervater empfahl mir dafür www.all-inkl.com und ich bin bis jetzt mit diesem Anbieter mehr als zufrieden. Ich habe diesen Schritt bisher nicht bereut! Wahrscheinlich kommt der erste Knick, wenn ich im Januar die Jahresrechnung für diese Domain bekomme. Mal sehen!

Die Anfänge

Als ich 2016 mit dem Bloggen begann, war es noch recht holprig und ungeschickt. Zuerst wollte ich eine Art Mamablog schaffen, denn das war das, was ich im Jahre 2016 zum zweiten Mal erwarb: Meine Mutterschaft. Und diese war seit 2013 ganz und gar nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Also begann ich zu bloggen, auch um meine Gedanken und Gefühle verarbeiten zu können. Allerdings merkte ich relativ schnell, dass das nichts für mich ist. Ein paar Beiträge über mein Mutterdasein sind geschrieben worden, aber die sind zum Teil schon lange nicht mehr online. Auch weil ich erlebte, dass Mütter untereinander ganz schön heftig sein können. Da konnte man nicht einfach schreiben, was man fühlt und erlebt, ohne dass irgendjemand antwortet, dass das falsch sei, wie man fühlt, oder wurde sogar beschimpft und beleidigt. Alles erlebt.
Heute weiß ich, dass alle jungen Mütter, die sich so im Netz aufhalten und über ihr Mutterdasein schreiben, im Grunde nur gesehen und gehört werden wollen. Sie wollen ihren Frust irgendwo loswerden, sie möchten anerkannt werden und viele benötigen Hilfe, Zuwendung. Nun ja, das funktioniert nur leider übers Netz nicht. Da muss man sich an real existierende Menschen im Umfeld wenden, sich dort Hilfe suchen. Nichtsdestotrotz ist es besser seinen Frust, seinen Ärger und seine Sorgen im Netz loszuwerden, als es in sich hineinzufressen. Nur ich für meinen Teil, konnte diese Reaktionen und zum Teil persönlichen Angriffe auf mein Leben nicht aushalten. Das war dazumal zu viel für mich, da ich selbst vollkommen erschöpft und psychisch instabil war.

Aktueller Blog

Ich hatte eine Vision für diesen Blog, ich wollte etwas Großes schaffen, eine Art Magazin, ein Blogazin, und dafür benötigte ich noch mehr Autoren und Leser! Und so konzentrierte ich mich erst einmal sehr intensiv auf die Bewerbung meiner Beiträge in den sozialen Netzwerken, sowie begab ich mich immer wieder auf Autorensuche. Als ich nach ein paar Monaten dachte, da meldet sich ohnehin keiner und schon enttäuscht war, trudelten die ersten Anfragen für Gastbeiträge ein und ich durfte immer mal wieder einen Gastbeitrag veröffentlichen. Danke an dieser Stelle an Ulrike, Markus, Eveline und auch an alle, die ihren Namen nicht nennen wollten und die dieses Jahr Gastbeiträge für diesen Blog verfasst haben!

Im Frühling fragte Alexander an, ob er Andachten von sich veröffentlichen dürfe, was ich sehr freudig annahm und somit ein paar Wochen lang, jeden Sonntag, eine Andacht von ihm veröffentlicht wurde.
Vor einigen Wochen kam Florian hinzu, der anfragte, ob er Blogbeiträge von sich auch auf meinem Blog veröffentlichen dürfe. Da ich ihn und seinen Blog schon seit einer Weile über Twitter kannte, sagte ich gerne zu! Er meinte, ich könne mir gerne aussuchen, welchen Beitrag ich nehmen mag und so durchforstete ich seine ansehnliche Sammlung an Blogbeiträgen auf seinem Blog. Es ist von mir geplant, das ich Laufe der nächsten Zeit noch welche übernehme, wenn er nichts dagegen hat.
Kurz darauf stieß noch Viktor zu uns, der ebenfalls als Blogger, mit vielen eigenen Blogs, sehr aktiv ist und nun seit ein paar Wochen fix jeden Freitag, vollkommen selbstständig, einen kurzen Input schreibt und diesen auch eigenständig veröffentlicht.

Wow! Es ist echt Wahnsinn, was da die letzte Zeit alles passiert ist. Zudem noch Tamara, die jetzt insgesamt 13 Wochen lang, jeden Montag, eine Buchblogserie schrieb und veröffentlichte.

Danke euch allen!

Manchmal fragte ich mich die letzten Wochen, ob ich überhaupt noch was schreiben soll… Haha.

Zukunft?

Nun beginnt bald die Weihnachtszeit, der Jahreswechsel steht folgend an und ich überlegte, wie ich diesen Blog nun in Zukunft weiter gestalten möchte. Autoren sind derzeit genügend vorhanden, alle ehrenamtlich. Wie lange sie mir bleiben werden? Keine Ahnung. Es steht jeden frei, sich jederzeit wieder zurückzuziehen, oder zu pausieren.
Mein Ziel wäre es, mit diesem Blog ein paar Euro zu verdienen. Aber wie? Darüber mache ich mir seit geraumer Zeit Gedanken. Es gäbe einige Möglichkeiten. Durch Werbeeinblendungen von Google wäre eine Option, hatte ich testweise auch schon mal, aber ich mag selbst nicht auf einen Blog gehen, auf dem ständig Werbung eingeblendet wird, das stört beim lesen, wie ich finde. Und wie sagt man so schön: “Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.”

Dann natürlich der Weg mit Kooperationen, aber diese müssten auch erst einmal reinkommen. Und ich denke, der Blog ist nicht so einfach in eine Sparte zu stecken, da viele unterschiedliche Themen behandelt werden. Auf einem Mamablog zum Beispiel wäre es einfacher, da kann jemand anfragen, ob man Werbung für Kinderkleidung oder Spielsachen machen möchte, denn das Thema des Blogs ist klar definiert. Bei mir hingegen nicht. Zudem sind viele Themen äußerst umstritten bzw. kontrovers, sodass ein potentieller Kooperationspartner auch nachsehen müsste, ob er diese Inhalte in Verbindung mit seinem Produkt vertreten kann. Alles nicht so einfach!

Was ich machen werde und auch schon ab und an tue ist, wohl immer mal wieder Amazon Affiliatelinks mit einbauen, wenn ich z.B. ein Buch vorstelle. Wenn der Leser dann darauf klickt und über diesen Link das Produkt kauft, bekomme ich in etwa 3% des Kaufpreises. Ist nicht die Welt und um einigermaßen etwas daran verdienen zu können, müsste ich noch um einiges mehr an Leserschaft für diesen Blog anwerben und diese Leserschaft müsste dann auch noch über diesen Link das angeworbene Produkt käuflich erwerben. Vielleicht wäre es ein Anfang, aber sicher keine umfassende Lösung. Muss mal nachforschen, ob es noch mehr so Affiliateprogramme gibt und für welche Produkte.

Dann natürlich die Sache mit den Steuern. Wer Geld einnimmt, muss Steuern zahlen, so funktioniert unser System. An diesem Punkt bin ich allerdings nun sehr froh, in Österreich leben zu dürfen, da es der Staat Österreich so einem kleinen Blogger wie mir, sehr leicht macht. Bevor ich nicht € 730,– im Jahr eingenommen habe, muss ich mich nicht beim Finanzamt melden. Danke Österreich! Und der Betrag ist für einen kleinen Blog wie diesen verflixt viel! (Dazu folgt in Kürze ein Blogbeitrag)

Ich wünsche euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit, nehmt es nicht zu stressig und genießt die Zeit!

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Pixabay und Anni Side | andererseits.at
1+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.