Wie kommt die Flucht aus der Mann Frau Verbindung zustande? Eine Theorie.

Heute eine etwas schräge Theorie meinerseits, aber sie ist, wenigstens in meinem Kopf, wohlüberlegt. Wie ihr wisst, lesen wir derzeit Sex-Ehebücher auf christlicher Basis und dort ist auch viel von biblisch-menschlichen Verhältnis zwischen Mann und Frau zu lesen: Mann und Frau passen perfekt zusammen, bilden eine Einheit und wenn alles passt, ergänzen sie sich perfekt.

Wenn es aufgrund zwischenmenschlicher Probleme und Befindlichkeiten allerdings nicht klappt, kann es zu schweren Differenzen kommen, was auch oft an der Unterschiedlichkeit der Geschlechter liegt. Mann und Frau sind verschieden, jeder ist für sich ist einzigartig und zusammen können sie die Welt verändern. Die Frau wurde aus der Rippe des Mannes erschaffen, sie ist ein Teil von ihm. Gemeinsam wären sie ein unschlagbares Team, wenn sie sich aufeinander einlassen und ihre Unterschiedlichkeiten zu schätzen wissen und sinnvoll einsetzen würden.

Das wissend überlegte ich mir folgend, warum es dann überhaupt Homosexualität gibt, wenn das Mann-Frau Verhältnis so perfekt sein könnte.

Adam (= der Mensch) wurde direkt von Gott erschaffen. Er fühlte sich einsam und Gott erschuf ihm aus seiner Rippe eine Frau (= die Männin). In der gesamten Bibel liest man immer wieder über diese einzigartige und tolle Verbindung. Gott hat den Ehepaaren dieser Welt quasi die Welt zu Füßen gelegt, sie sind die kleinste Einheit einer Gemeinde, wenn sie diese Macht, dieses Privileg, nur zu schätzen wüssten. Stattdessen regen sie sich über ihre Unterschiedlichkeiten auf, folgen dubiosen Regelwerken (egal, ob gesellschaftlich, staatlich oder religiös), tun nicht mehr das, was Gott für sie erdacht hat. Sie lehnen sich gegeneinander auf, immer fragend, wer das Sagen hat. Zwischenmenschliche Machtkämpfe, die einen mürbe machen und folgend durch Trennung oft Kinder, die nur mit einem Elternteil aufwachsen und gar nicht mehr wissen, was zumeist ein Mann (der überwiegende Teil der Kinder von Alleinerziehenden lebt bei der Mutter) so macht oder tut. Keine Rollenvorbilder mehr, wird auch gar nicht mehr gewollt, die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau soll kein Thema mehr sein. Die Frau soll ihren Mann stehen, und der Mann soll seine Frau stehen.

So kann das alles nicht funktionieren!

Meine Behauptung:

Wenn man die Ehepaare in den Gemeinden ordentlich (be-)stärken würde, hätte man auch intakte Gemeinden und der Geist Gottes könnte ungehindert wirken, was Aufbruch und Erweckung bedeuten würde.

Störungen im Mann Frau Verhältnis

Da das Verhältnis zwischen Mann und Frau durch viele gesellschaftliche Entwicklungen (zuerst die Unterdrückung der Frau und jetzt der Feminismus und weiterführend der Genderismus, der die Männlichkeit untergräbt.) zunehmend gestört wird, können gar keine gesunden Ehen mehr entstehen und reifen. Zudem der Stress, den viele Familien heute haben, mit Einkommen erwirtschaften und berufliche Selbstverwirklichung von Frau und Mann, was oft mehr wiegt, als ein intaktes und harmonisches Familienleben.

ZDF.de | Umfrage: Ständige Erreichbarkeit setzt Eltern unter Stress– Konflikte, Haushalt, Erreichbarkeit- Was Eltern stresst.

Oft ziemlich wahrscheinlich nicht bewusst, denn die Menschen sehnen sich nach Liebe, Annahme und Harmonie, aber sie dürfen es nicht können. Wenn die Frau ein halbes Jahr nach der Entbindung gefragt wird, ob sie schon einen Betreuungsplatz für das Baby hat, wann sie wieder zu arbeiten beginnen kann und den Frauen gesagt wird, dass es mit ihre Aufgabe ist, für das Familieneinkommen zu sorgen, da sie sonst von ihrem Mann unterdrückt werden, ist das bestimmt nicht förderlich für ein harmonisches Familienleben! Babys und Kleinkinder werden in komplett überfüllte Kinderbetreuungstagesstätten gesteckt, die Erzieher dort sind alle am Anschlag und unterbesetzt, sollen trotzdem qualitativ hochwertige Betreuung anbieten. Die Eltern am Rande des Wahnsinns, da sie merken, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr Schein als Sein ist und sie trotzdem dem System gerecht werden wollen, weil es so von ihnen verlangt wird. Kinder, die weder in der Kinderbetreuungseinrichtung, noch zu Hause, einen ruhigen und gelassenen Ansprechpartner haben und sich allein gelassen fühlen. Frauen, die gepuscht werden, dass sie so sein sollen wie der Mann und Männer die angehalten werden, weibliche Aufgaben zu übernehmen, alles im Sinne der Gleichberechtigung. Ich nennen das Gleichheitswahn.

Wie soll in diesem System noch eine gesunde und gleichwertige Mann-Frau Beziehung entstehen, wenn Mann und Frau selbst nicht mehr wissen, wer sie eigentlich sind? Wenn sie ihre Wünsche und Bedürfnisse durch das passende gegengeschlechtliche Gegenüber nicht mehr gestillt sehen und es nur zum Kampf und Krampf wird? Wenn Stress und Disharmonie jegliches Liebesbedürfnis killt? Dann sucht man sich eventuell das eigene Geschlecht, da man es versteht und es einem die Harmonie schenkt, die man sich so sehr sehnlichst wünscht und auch dieselben Bedürfnisse z.B. bezüglich Sexualität vorhanden sind. Es ist eine Flucht. Ein „es-sich-einfacher-wünschen-im-Leben“. Geborgenheit, Nähe, Liebe, Annahme, Harmonie, Liebe. Ein Christ weiß, müsste es wissen, dass das nur allumfassend bei Gott zu finden ist.

Ich weiß, das widerspricht der Theorie: „von Geburt an am anderen Ufer“, aber das glaube ich ohnehin nicht. Ich glaube, dass Homosexualität durch Erziehung, Enttäuschung und falsche gesellschaftliche Definition von Mann und Frau hervorgerufen wird, was es durchaus in allen Jahrhunderten gab. Frauen, die von Männern enttäuscht sind, die bemerken, dass ein Mann ihre Bedürfnisse, oder sie selbst allgemein, nicht versteht. Männer, die bemerken, dass Frauen ihnen suspekt sind, oder auch vielleicht durch die Erziehung einer alleinerziehenden Mutter geschädigt sind, sich immer einen Vater gewünscht hätten. Oder wenn ein Vater vorhanden war, dieser sich nicht wirklich für ihn interessiert hat, sich nicht um ihn persönlich gekümmert hat und flüchtet dann in die Arme eines Mannes. Und ja, das kann sich durchaus schon im Kindesalter entwickeln.

Klar, alles ist dadurch nicht erklärbar, das ist mir bewusst und das kann, soweit ich weiß, bisher niemand ausführlich erklären und darlegen, es sind alles nur Vermutungen. Fakt ist jedoch, dass es in unserer heutigen Jugend einen starken Anstieg von Teenagern gibt, die sich ihres Geschlechts nicht mehr sicher sind und das liegt ganz klar auch an dieser Überinformation des Genderismus, welches das identitätsunsichere Teenageralter ausnutzt.

Allein in Großbritannien stieg die Zahl der Minderjährigen, die sich zwischen 2009 und 2017 einer Transgender-Behandlung unterzogen, von 97 auf 2.519 Fälle, was einer 25-fachen Steigerung gleichkommt. 

https://de.catholicnewsagency.com/story/studie-alarmierender-anstieg-von-transgender-wunschen-bei-jugendlichen-3868

Teenager die einen Halt im Leben haben- entweder durch eine intakte und gesunde Familie im Hintergrund, oder einen starken Glauben (meistens beides zusammen)- werden ziemlich wahrscheinlich dort ihre Identität finden und ein gesundes Verhältnis zu sich und zu ihrem geschlechtlichen Gegenüber aufbauen können.

Religion als Hindernis

Auch überstrenge religiöse Regeln können sehr förderlich sein für eine Flucht, z.B. in die Arme eines gleichgeschlechtlichen Partners. Dabei spielen mehrere Gründe eine Rolle.
Eine überstrenge Mutter, die umfassende Liebe verweigert hat, immer nur mit dem mahnenden Zeigefinger kam und die Tochter sich nur nach Liebe und Annahme einer Frau sehnte. Der Junge, dem Sexuelles als Sünde dargestellt wird, vielleicht sogar sein Sexualorgan abwertend dargestellt, und die ersten körperlichen Veränderungen als böse abgetan wurden, sich für seinen Sexualtrieb schämt und nie ein gesundes Verhältnis zu sich und folgend einer Frau aufbauen konnte.
Und diese Kinder wollen dann aus diesem System ausbrechen, sie möchten ihren Eltern wehtun, sich rächen für die strenge Erziehung, für die lieblose Erziehung. Ihnen zeigen, dass sie im Unrecht waren und sind. Wissend, dass die Eltern so einen Lebenswandel nie gutheißen würden und sie sogar aufgrund dessen verstoßen könnten. Manchmal geschieht es vielleicht sogar unbewusst. (Diese Schilderung entspricht einer wahren Geschichte, die Gründe sind von mir interpretiert.)

Ich behaupte, ein Mensch müsste mit sich selbst vollkommen ins Reine kommen, seine Kindheit aufarbeiten, sich innerlich regenerieren und alles ausheilen lassen, erst dann könnte er eine gesunde Mann-Frau Beziehung führen. Und das geht nur mit Gottes Hilfe! Wer allerdings von seinen Eltern enttäuscht wurde, kann in der liebenden Vaterfigur Gott keinen Halt finden, denn dieser Mensch weiß nicht, was allumfassende Liebe und Annahme bedeutet. Hier können gute geistliche Vorbilder helfen, die diese Rolle bis zur Annahme der Liebe Gottes ausfüllen können.

So gesehen könnte Homosexualität auch eine Flucht sein, in die Einfachheit: Weg von der oft so konfliktgeladenen Mann Frau Beziehung.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.