Die Vergänglichkeit des Körpers

Die Frau und ihr Körper

Frauen und ihre Figurprobleme, wer kennt sie nicht? Manche mehr, manche weniger. Es soll tatsächlich Frauen geben, die zufrieden mit ihrer Figur sind! Unglaublich, aber wahr. Und nein, das hat nichts mit dem Gewicht oder den Körperproportionen zu tun, sondern mit der inneren Einstellung zu sich selbst- darauf gehe ich gleich noch ein. Man liest so viel, wie man es schaffen kann, zufrieden mit sich selbst zu werden und alles hat irgendwie mit Sport, Fitness und Diäten zu tun. „Du bist glücklich, wenn du DIESES Gewicht, oder JENE Figur erreicht hast.“ Frauen, die schon jahrelang nur von Fitness und Diäten leben und eben diese Vorgaben nicht schaffen, sind frustriert und noch unzufriedener mit sich selbst. Man bucht Fitnesskurse und Diätpläne, ladet sich dementsprechende Apps herunter, kauft sich Fitnessbänder, steht ständig auf die Waage, schaut sich im Spiegel an… und doch wird es nie so, wie erwünscht. Wann machen wir endlich mal Schluss mit dem ganzen Wahnsinn?

Wenn es an die Gesundheit durch Über- oder Untergewicht geht, muss man natürlich etwas tun, um sich selbst nicht zu zerstören! Am besten in Absprache mit seinem Arzt.

Ich kenne Frauen (und Männer), die sind ganz fitnessvernarrt, damit sie immer eine „perfekte“ Figur haben und halten können- sie sind stolz auf sich. Ich kenne Frauen, die machen ständig Diät- oft ohne langanhaltenden Erfolg, wodurch es oft wiederholt werden muss. Ich kenne Frauen, die sind nur am Meckern über ihre Figur, obwohl sie gut aussehen. Ich kenne mich und meine Unzufriedenheiten mit mir selbst.
Wusstet ihr, dass besonders die auffällig schlanken und hübschen Frauen am Unzufriedensten mit sich sind? Wahrscheinlich, weil sie über ihr Aussehen definiert werden und immer die Angst mitschwingt, dass wenn sie nicht mehr gut aussehen, sie nichts mehr sind, nichts mehr darstellen. Die zufriedensten Menschen sind die, denen es egal ist, wie sie aussehen oder wer sie sind, die einfach ihr Leben genießen und sich über ihre inneren Werte definieren. Unser Körper ist unser Erscheinungsbild nach außen. Die Mitmenschen sehen uns und entscheiden sich danach was sie sehen, ob sie einen mögen oder nicht. Was jedoch in keiner Weise an der Figur liegt, sondern an der Ausstrahlung. Ein fröhlicher, mit sich zufriedener Mensch ist anziehender, als ein Mensch der ständig nur meckert und unzufrieden ist.

Glücklich sein


Klar gibt es diese oberflächlichen Menschen, die wirklich nur anhand des Aussehens bewerten, aber diese haben selbst enorme Probleme mit sich selbst- meine Meinung. Aus diesem Blickwinkel heraus können sie einem nichts anhaben. Wer unzufrieden mit sich selbst ist, macht oft andere Menschen nieder um sich dadurch besser zu fühlen, dabei geht es um Macht über andere Menschen. Diese Macht kann uns nichts anhaben, wenn man sich auf solche Menschen einfach nicht einlässt, diese nicht an sich heranlässt und dafür muss man selbst ein Mensch sein, der seinen Wert nicht über Äußerlichkeiten zieht.

Wie er aus dem Leib seiner Mutter hervorgekommen ist, nackt wird er wieder hingehen, wie er gekommen ist, und für seine Mühe wird er nicht das Geringste davontragen, das er in seiner Hand mitnehmen könnte.

Prediger 5,14

Was hat der Schöpfergott damit zu tun?

Meine Gedanken schweifen nun zu Jesus. Würde Jesus wollen, dass wir unzufrieden mit uns sind? Er hat uns so gemacht, wie wir sind. Ich glaube, dass der Schöpfer traurig ist, wenn seine Schöpfung unzufrieden mit sich ist. Und genau dort setze ich an- bei Jesus.

es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, so gibt es auch einen geistlichen.

1. Korinther 15,44

Dieser irdische Körper, in dem wir uns befinden ist vergänglich. Er wird alt, krank und schwach und schlussendlich wird er sterben. Unsere Seele wandert im Idealfall in den Himmel und dort bekommen wir einen neuen Leib. Einen unsterblichen Körper, der nie alt, krank oder schwach wird.
Unsere Zeit hier auf der Erde ist stark begrenzt. Jeder Mensch lebt in etwa 80 Jahre, mal mehr, mal weniger. Das ist nicht lange auf das gesamte Erdenalter gesehen. Obwohl Jesus jeden von uns als wertvoll erachtet, sind wir vom Lauf der Erdengeschichte nicht relevant. In spätestens 200 Jahren wird uns keiner mehr kennen, sind im besten falle noch eine Name auf dem Familienstammbaum, außer wir schaffen es in die Geschichtsbücher, aber das erreichen nur wenige und selbst dann ist es fraglich, wie lange man dort drinbleibt. Vielleicht 500 Jahre? Was sind 500 Jahre im Hinblick auf das Erdenalter? Nichts, richtig.

Warum also nehmen wir uns alle so verflixt wichtig? Als würde sich die Erde nur um uns drehen? Wir sind ein minimal kleiner Teil dieser Erde und wichtig ist nur, was unsere direkten Liebsten von uns denken. Vater, Mutter, Ehepartner, Kinder und vielleicht noch die besten Freunde. Dieses Umfeld ist relevant, alle anderen sind egal. Warum streben wir so oft nach Anerkennung von außen? Macht uns das glücklich? Durch die sozialen Netzwerke wird das natürlich noch gefördert- je mehr Likes desto beliebter, hübscher, besser- meint man, doch wie schnell ist ein Bild geliked und im nächsten Moment schon wieder vergessen? Man kann dick, dünn, blond oder schwarzhaarig. hellhäutig oder dunkelhäutig sein, keinen wird das in Zukunft mehr jucken. Zudem kann keiner von uns in die Zukunft sehen. Alle Voraussagen sind Prognosen und wir wurden schon oft gelehrt, dass alles anders kam, als vermutet. Gott hat alles in der Hand, die Zukunft der Erde ist vorherbestimmt (kann man in der Bibel nachlesen, dort ist das Ende genau beschrieben und es wird definitiv irgendwann ein Ende geben, dessen sind sich auch atheistische Wissenschaftler sicher), aber wie, wo und wann, das weiß kein Mensch, das weiß nur Gott allein.

Ist es egal, was wir mit unserem Körper machen?

Das soll NICHT heißen, dass es völlig egal ist, was wir mit unserem Körper anstellen, nein. Denn es ist unser Gefäß hier auf Erden, welches uns von Gott geschenkt wurde. Das bedeutet, wir sollen achtsam mit diesem umgehen. Nicht absichtlich zerstören und krankmachen, was durch Missbrauch von Drogen geschehen kann, oder durch selbstzerstörerische Tätigkeiten wie den eigenen Körper anderen Menschen zu überlassen oder sich selbst zu verletzen, uvm.

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?

1. Korinther 6,19

Wir können und dürfen und sollen uns schön machen! Schöne Kleidung kaufen, regelmäßig zum Frisör gehen, Sport treiben, um die Figur zu definieren, vielleicht mal ab und an fasten, um den Körper zu entgiften. Wir sollen den Körper den wir haben hegen und pflegen. Gottes Geschenk an uns nicht vernachlässigen. Allerdings sollte sich nicht alles darum drehen. Sobald der Körper und sein Aussehen über allem stehen, machen wir diesen zu unserer Religion, unserem Gott. Und das ist nicht im Sinne des Schöpfers.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Auf jedem Teil dieser Welt gibt es andere Schönheitsideale und wahre Schönheit kommt von innen. Also in erster Linie sollten wir uns zuerst um uns innen drin kümmern, als um außen. Man könnte auch sagen: Was wir in unseren Körper rein geben, strahlen wir nach außen.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Bild von Sabine Mondestin auf Pixabay und Bild von Free-Photos auf Pixabay

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