Neues Jahr, neues Glück?

Der Jahreswechsel 2019/2020 steht an.

Heute um 0:01 Uhr beginnt das neue Jahr. Das Jahr 2020. Viele werden es groß feiern, mit Freunden, auf Partys, mit einem ausladenden Feuerwerk. Wir nicht. Wir bleiben zu Hause und werden wahrscheinlich (ich zumindest), relativ schnell nach Mitternacht zu Bett gehen. Vor 20 Jahren freute ich mich auf den Jahrtausendwechsel und feierte mit Freunden und dachte, was das doch für ein ereignisreicher Jahreswechsel sei. Heute, zwanzig Jahre später, kommt es mir nur wie eine sehr weit entfernte Erinnerung vor, die ich nur noch schemenhaft wahrnehme. Was sind schon zwanzig Jahre? Klar, als Vierzehnjährige waren das Welten, aber heute als Vierundreißigjährige weiß ich, dass zwanzig Jahre nichts sind. Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich kann mich noch an den Jahreswechsel 2018/2019 erinnern, als wäre es gestern gewesen. Ein Jahr ist nichts. Und doch ist es viel. 365 Tage, im Schaltjahr 366 Tage, ein Jahr. 2020 ist übrigens ein Schaltjahr. Seitdem ich Mutter bin, vergeht die Zeit noch viel schneller. Die Tage vergehen im Fluge, sie rinnt dahin, gnadenlos. Es gibt keine Zeit mehr, in der ich mich langweilen könnte, keine Zeit mehr, in denen ich überlegen müsste, was ich denn mit meiner freien Zeit anstellen könnte, weil es keine freie Zeit mehr gibt. Jeder Tag ist gleich und doch anders. Es gibt eine Art Tagesstruktur, die ich für mich auserkoren habe, damit ich zu meinen Hobbies wie zum Beispiel diesen Blog hier zu führen komme, was jedoch nicht heißt, dass ich die Zeit nicht auch ohne weiteres mit anderen Dingen füllen könnte. Es gibt viel, was ich anstatt dessen tun könnte oder sollte und nichts davon wäre sinnlos, eher das Gegenteil. Alles Dinge, die ich bewusst zur Seite lege, die jedoch eigentlich erledigt werden müssten.

Für das Jahr 2020 haben wir, habe ich, viele Ziele. Vieles hängt mit unserer Zukunftsplanung zusammen, mit der Zukunftsplanung meines Mannes und wir beten, dass Gott Gnade walten lässt und uns endlich einen Schritt weiterführt. Wir fühlen uns ruhelos und rastlos. Obwohl dieses Denken eigentlich falsch ist, denn es hat sich bisher jedes Jahr etwas verändert. Manche Dinge waren von außen sichtbar, wie die Geburt eines neuen Kindes, aber die meisten waren unsichtbar, weil es unsere Persönlichkeiten betraf. Mit jedem Jahr durften wir reifen, neue Erkenntnisse legten sich auf unser Herz und wir gerieten in der ein oder anderen Situation an unsere eigenen persönlichen Grenzen. Da weder mein Mann noch ich Grenzen mögen, versuchen wir diese auf die ein oder andere Art und Weise zu bearbeiten, sie zu verstehen und aufzuarbeiten. Grenzen sind kein Grund, um nicht weiterzumachen! Wir möchten mutig voranschreiten und mit Gottes Hilfe unsere Grenzen und Brücken überwandern und überwinden. Viele innere Blockaden, Zweifel und Nöte hindern uns an einem erfüllten Leben und die müssen weg! Da wir beide Christen sind und wissen, wer für diese inneren Zwistigkeiten verantwortlich ist, bringt es nichts, das alles alleine überwinden zu wollen. Das geht nur mit Gottes Hilfe! Falls du dich auf irgendeine Weise angesprochen fühlst, weil du innerlich auch etwas hast, was dich bedrängt, nötigt, verzweifeln lässt- geh zu Jesus! Er ist der Einzige, der dir damit helfen kann!

Ich habe viele Träume für mein Leben. Große Träume. Hatte ich schon immer. Ich war immer schon eine Träumerin und was leider im Sprachgebrauch sehr negativ ausgelegt wird, empfinde ich als wunderschön. Was wird aus dem Menschen, wenn er keine Träume mehr hat? Keine Visionen, keine Ziele? So findet man die Kraft und den Mut weiterzumachen, auch wenn man weiß, dass vieles wohl nie eintreffen wird. Allerdings durfte ich die Erfahrung machen, dass es doch irgendwie eintrifft. Bei mir zum Beispiel, ich liebte schon immer schreiben und lesen. Und nun blogge ich seit 2016 regelmäßig. Wo ich früher ein sehr introvertierter Mensch war, der nie viel von sich nach außen trug aus Angst verletzt zu werden (noch mehr verletzt zu werden, als ich ohnehin schon war), bin ich heute oft komplett das Gegenteil. Denn mir wurde bewusst: Ich mach mich selbst krank, wenn ich alles in mich hineinfresse. Bloggen war meine Befreiung um endlich Abstand davon zu nehmen, indem ich mein Innerstes nach außen kehrte. Meine Sorgen, meine Nöte, meine Gedanken die ständig durch meinen Kopf kreisen über die Welt und auch über Gott. Natürlich muss nun nicht jeder zu bloggen beginnen, es gibt auch andere Möglichkeiten sich innerlich zu verändern. Das muss jeder selbst für sich persönlich herausfinden. Andere finden es im Sport, in der Musik, in der Kunst … jeder hat andere Gaben und Fähigkeiten von Gott bekommen. Alles ist jedoch ein Ausdruck dafür, wie es einem innerlich geht. Meine Texte sind eigentlich immer sehr ernst. Selten lustig. Das ist mein innerstes. Nach außen wirke ich jedoch völlig anders- unbeschwert und fröhlich. Wenn ich mich mit Menschen umgebe möchte ich nicht diese innere Schwere, die ich häufig mit mir herumtrage, zeigen, dann möchte ich Freude und Spaß am Leben haben. Denn das Leben ist schön! Das lasse ich nur übers Schreiben raus. Und sobald es aufgeschrieben ist, ist es für mich erledigt. Wie ein Sportler, der einen Dauerlauf macht und am Ende, nachdem er sein Zeil erreicht hat, den Kopf frei hat und glücklich ist (es gab Zeiten, da machte ich gerne Sport- was zum Leidwesen meines Mannes heute nicht mehr so ist…).

Für das neue Jahr wünsche ich mir für meinen Kopf, für meine Gedanken, für meine Sehnsüchte, mehr Frieden. Und ja, ich weiß, dass nur Jesus allein diesen inneren Frieden geben kann. Ich möchte an meinem Glauben und Vertrauen an Gott arbeiten. Mein tiefster Wunsch: eine beste Freundin. Dafür muss ich jedoch auch etwas tun und wieder rausgehen, was sich mit drei Kindern, die ich größtenteils alleine betreue, weil mein Mann einen neun Stunden Arbeitstag hat und ich deswegen zeitlich und räumlich extrem eingeschränkt bin, gar nicht so einfach ist. Daher bete ich schon länger zu Jesus, dass er mir einfach irgendjemand schickt. Klingt wahrscheinlich albern und vielleicht muss ich einfach noch ein paar Jahre warten, bis die Kinder größer sind und ich wieder die Möglichkeit bekomme, mich alleine mit erwachsenen Menschen zu treffen.

Ich wünsche euch liebe Leser, dass ihr euren Träumen und Visionen für das Jahr 2020 näherkommen dürft und eine immer innigere Beziehung zu Jesus findet. Jesus ist der Einzige, der es immer gut mit einem meint, er hilft und unterstützt einen. Oft nicht so, wie wir uns das denken und wollen, aber im Nachhinein sehen wir die liebevolle Führung. Für viele Wünsche und Ziele muss man wachsen, man ist nicht von heute auf morgen bereit, diese auszuführen. Dieses Wachsen und Gedeihen kann nur gut gehen, wenn man Jesus mit einbezieht und bereit ist, seine Korrektur und Veränderung für sich persönlich anzunehmen.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Bild von Alain Audet auf Pixabay

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