Angst und Panik als Instrument- Back zur Politikverdrossenheit?

Ganz ehrlich? Mich nervt Politik mittlerweile einfach nur noch. Ich lese, höre oder sehe mir seit einiger Zeit keine Nachrichten mehr an. Da ich reichlich in den sozialen Netzwerken unterwegs bin, bekomme ich ohnehin noch genügend mit, aber das war es dann für mich auch schon. Es gibt ein paar Blogs die ich regelmäßig lese und die sich auch zum Teil zu politischen Themen äußern. Manche Meinungen finde ich gut, manchen stehe ich kritisch gegenüber, aber das lamentiere ich demjenigen nie, bis ganz selten (nicht mehr). Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, auch auf eine politische eigene Meinung. Und wie ich aus eigener Erfahrung weiß, können sich Ansichten innerhalb von ein paar Jahren verändern. Wir müssen uns endlich wieder davon verabschieden, dass jemand ein Feind ist, nur weil dieser einer (anderen) Partei zujubelt! Es müssten eher deradikalisierende Maßnahmen getroffen werden, denn mir kommt es langsam aber sicher so vor, als ob es zwischen Politik und Religion nicht mehr viel Unterschied gäbe. Viele politischen Meinungen werden mit so einer Vehemenz vorgetragen, dass man es einer Ideologie zuordnen kann. Meine Generation, die dreißigjährigen plus minus, ist dabei ganz vorne mit dran. Von der ehemalig jugendlichen Politikverdrossenheit zur radikalen Politisierung.

Mein Mann hört auf Arbeit fast den ganzen Tag Radio und so bekommt er alles mit, was geschieht. Wenn er nach Haus kommt, fragt er mich dann, ob ich dieses oder jenes mitbekommen hätte und ich kann jedes Mal erleichtert sagen: Nein! Ich merke an seinen Erzählungen, an seinen Aussagen bezüglich politscher Dinge, wie sehr diese ständigen Schreckensmeldungen einen belasten können. Das ist gewiss nicht gesund! Da ist es doch logisch, wie man zu gewissen Themengebieten immer radikalere Meinungen einnimmt, weil man keine Lösung angeboten bekommt. Immer nur Negativität. Und es hat nun mal nicht jeder die Zeit, sich differenziert und intensiv mit jedem Thema zu beschäftigen, sodass eine nüchterne und sachliche Auseinandersetzung möglich ist. Durch die vielen Meinungen der Menschen, die öffentlich unqualifiziert mitlabern, haben Experten einen schweren Stand und werden häufig überhört und übertönt, was es zusätzlich noch schwerer macht.


Klar, dass da das menschliche Gehirn irgendwann nicht mehr mitkommt und solche Dinge geschehen, wie dass auf einmal alle Angst vor einem Virus haben, der grippeähnliche Symptome aufweist und aufgrund diesem ganze Kaufhausregale leer gekauft werden, den Apotheken das Händedesinfektionsmittel literweise aus der Hand gerissen wird und den Krankenhäusern Schutzmasken und Desinfektionsmittel geklaut werden. Die Industrie, die Großhandelsunternehmen, die reichen CEO’s dieser Welt freut es: Mehr Umsatz! Und die Müllunternehmen freut es in ein paar Monaten (oder auch nicht): Juhu! Mehr Müll zum Abtransportieren. Die Umweltschützer regen sich dann auf: Ressourcen Verschwendung! Lebensmittel sind wertvoll!
Im Hintergrund wird diese Angst ausgenutzt und zum Beispiel die Abschaffung des Bargeldes vorbereitet, da man jetzt einen Grund vorschieben kann, – die mögliche Infektion durch Anfassen eines Geldscheines- um das Bargeld aus dem Umlauf zu nehmen. Ein langegehegtes Ziel und nun scheint für die Drahtzieher der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein, dieses Anliegen durchzusetzen.

Angst und Panik geschürt durch Politik und Medien. Gezielt gesteuert, um der Bevölkerung irgendetwas als gut zu verkaufen, was sie vorher abgelehnt haben. Eine Taktik, die schon unzählige Male aufgegangen ist. Manipulation durch Angst. Die panische Bevölkerung schürt nun weiter und durch die sozialen Netzwerke nimmt es ein unkalkulierbares Ausmaß an. Politisch gesehen fallen die meisten nun nur noch weiter rechts oder links vom Pferd. Populisten aller politischer Ausrichtungen nützen und schüren Angst und Panik weiter und nutzen diese für ihre Zwecke. Entscheidungen, die aufgrund von Angst und Panik getroffen werden, sind nie gut! Es nützt häufig nur einem Teil der Bevölkerung und die Reichen werden durch solche Panikvorfälle noch reicher und die Armen um etliche Euro ärmer.

Ich muss ganz ehrlich sagen, mir geht es um einiges besser, seitdem ich diesen ganzen Mist nicht mehr tagtäglich aktiv mitverfolge. Ich bekomme sowieso noch genügend mit. Leider. Ich bleibe bei meinen Kernthemen, lese mich da weiter ein, und widme mich dem, was ich vor Augen habe, meine Ehe, meine Familie und mein Glaube an Gott.

Mir ist es ziemlich egal, welche Partei das Land regiert, in dem ich lebe, solange ich in meiner Individualität nicht eingeschränkt werde. Solange ich meine Meinung frei sagen kann, meinen Glauben frei leben kann und ich so leben darf, wie ich das möchte und als richtig empfinde.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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