Die biblischen Ordnungen und der Feminismus

Derzeit boomt die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau unter den christlichen Frauen. Es scheint, als ob das Thema nun auch endlich Beachtung in den christlichen Gemeinden findet und etliche Autorinnen, Bloggerinnen und Speakerinnen widmen sich dem Thema. Lange Jahre wurde Feminismus als etwas Schlechtes dargestellt, da dies, so laut den Verfechterinnen des Anti-Feminismus, die göttliche Ordnung von Eheleuten in Frage stellt und aushebelt. Laut Bibel ist der Mann das Oberhaupt der Familie, was auf den ersten Blick das Patriarchat ist und wie wir wissen, sind das Patriarchat und der Feminismus Todfeinde.

Ihre Kinder sind stolz auf sie und ihr Mann lobt sie. Sprüche 31,28

Das christliche (Schlacht-)Feld

Eine derzeit aufstrebende Autorin, Veronika Schmidt, brachte vor kurzem ein neues Buch heraus über die Gleichberechtigung von Mann und Frau und auch die Autorin Inka Hammond beschäftigte sich schon in einem ihrer Bücher mit dem Thema. Das Buch von Veronika Schmidt las ich noch nicht, aber das von Inka Hammond stellte ich schon einmal in einem Blogbeitrag vor. Ich bin mir sicher, es gibt noch mehr Autorinnen aus dem christlichen Bereich die sich mit dem Thema beschäftigen, die ich jedoch derzeit nicht kenne. Auch diverse Youtuberinnen widmen sich dem Thema, eine bekannte ist die Influencerin Jana. Wer mich kennt, schon mal mit mir über das Thema gesprochen hat und schon mal mit dem Thema mit mir diskutiert hat, der weiß, dass ich vieles in dem Bereich in Frage stelle. Auf der weltlichen, sowie auf er christlichen Seite, wobei die christliche Seite mich im Moment mehr interessiert, da sich dort zur Zeit viel tut. Ob es nur heiße Luft ist, wird die Zeit zeigen.

So zieht es ihn nach zwei Seiten. Ebenso ist es mit der Frau: Wenn sie unverheiratet ist, ist sie darum besorgt, mit ihrem ganzen Tun und Denken dem Herrn zu gehören. Wenn sie dagegen verheiratet ist, sorgt sie sich um die Dinge der Welt, nämlich wie sie ihrem Mann gefällt. 1.Korinther 7,34

Die christliche Frau untersteht, solange nicht verheiratet, Jesus. Eine Frau, die es wirklich ernst meint mit dem Glauben an dem Gott der Bibel, gibt sich ganz Jesus hin und lässt sich von IHM führen und leiten. Die Bibel ist ein Werkzeug um Gott besser kennenzulernen und SEINEN Willen zu erfahren. Sobald verheiratet, untersteht sie zudem ihrem Mann. Der Mann ist das Oberhaupt der Familie und hat dafür zu sorgen, dass es der Familie gut geht. Er ist das Vorbild für seine Frau und seine Kinder. Ja mehr noch, er ist verantwortlich für seine Frau und seine Kinder! Der Mann allerdings untersteht wiederum Gott. Das Verhältnis ist also im geistlichen Bereich: Gott – Mann – Frau – Kinder. Soweit mein Bibelverständnis.

Ich muss euch aber auch noch dies sagen: Jeder Mann ist unmittelbar Christus unterstellt, die Frau aber dem Mann; und Christus ist Gott unterstellt. 1.Korinther 11,3

Denn der Mann steht über der Frau, so wie Christus über der Gemeinde steht. Christus als dem Haupt verdankt die Gemeinde, die sein Leib ist, ihre Rettung. Epheser 5,23

Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! So gehört es sich – gerade in der Gemeinschaft mit dem Herrn. Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht rücksichtslos gegen sie. Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem! So ist es richtig – gerade in der Gemeinschaft mit dem Herrn.  Ihr Väter, behandelt eure Kinder nicht zu streng, damit sie nicht entmutigt werden! Kolosser 3,18-21

Eine Frau soll Kinder zur Welt bringen; dann wird sie gerettet. Sie muss aber auch an Glauben und Liebe festhalten und in aller Besonnenheit ein Leben führen, wie es Gott gefällt. 1.Timotheus 2,15

So müssen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Körper. Denn ein Mann, der seine Frau liebt, liebt sich selbst. Epheser 5,28

Es gilt aber auch für euch: Jeder von euch muss seine Frau so lieben wie sich selbst. Die Frau aber soll ihren Mann achten. Epheser 5,33

Wer die Bibel kennt, der hat auch schon die vielen Ermahnungen an Mann, Frau und Kinder gelesen, die ebenfalls nicht ohne sind! Jeder muss seinen Beitrag dazu leisten, damit Ehe und Familie funktioniert! Sobald ein Glied in der Kette ausbricht, geht alles zu Bruch. Und da sind wir bei dem weltlichen Feminismus, bei der Zerstörung. Die Frau ist das Glied in der Kette, welches ausgebrochen ist.

Ich erlebte den Feminismus bisher so, dass die Frau sich gegen den Mann aufbegehrt. Es ist kein miteinander, sondern ein gegeneinander. Die Frau muss gleich werden wie der Mann, damit sie stark ist, als stark wahrgenommen wird. Dafür wird die Männlichkeit abgewertet. Was logischerweise auch sein muss, denn Frauen und Männer sind unterschiedlich und keine Frau kann ein Mann sein. Ebenso wenig wie ein Mann eine Frau sein kann. Es gibt männliche Frauen und weibliche Männer, ja, das liegt dann an unterschiedlichen Hormonkonzentrationen im Körper, wie ich gelernt habe. Trotzdem bleibt eine Frau eine Frau und ein Mann ein Mann. Frauen wollen also so sein wie ein Mann und damit sie es schaffen, müssen sie die Männlichkeit eliminieren.
Hardcore Feministinnen, deren Interviews ich in den letzten Jahren sah (u.a. auf ARTE) und die einen Jungen zur Welt brachten, waren fassungslos, weil sie keinen Jungen wollten und berichteten, sie würden ihrem Jungen quasi die Männlichkeit schon austreiben, indem sie ihn wie ein Mädchen behandelten, beziehungsweise dem Kind die „freie Entscheidung“ über das Geschlecht überließen. Wo wir nun dann auch voll bei der Gendertheorie sind und den darauffolgenden Geschlechtsumwandlungen wären, die bei den Kindern heute in besorgniserregende Höhe schießen. Diese hardcore Feministinnen haben demzufolge ihr Ziel erreicht und Verwirrung bezüglich des biologischen Geschlechtes geschaffen, um ihren Hass auf das männliche Geschlecht ausleben zu können.  Auch las ich einmal in einem Interview, wie eine Feministin berichtete, die Jungs abzutreiben. Sie wolle nur Mädchen zur Welt bringen. Männlichkeit als Feindbild der Frau, auch unter dem Begriff „toxische Männlichkeit“ erkennbar und wenn von CIS Männern und Frauen in abwertendem Kontext gesprochen wird. Frauen, die Mannsein und Frausein ausleben und verteidigen, sind ebenso ein Feindbild.  Nur blöd, dass sie mit ihrem Hass eine ganze Generation zerstören und das vollkommen absichtlich. Es ist ein Krieg gegen den Mann. „Lustigerweise“ gibt es auch einen Gegentrend, nämlich, dass die jungen Leute bezüglich Ehe und Familie wieder vermehrt konservativer werden. Man könnte auch sagen, die Natur gleicht den ganzen Irrsinn von alleine wieder aus.

Eine überhebliche Frau macht ihrem Mann wie ihrem Vater Schande; keiner von beiden kann noch Achtung vor ihr haben. Jesus Sirach 22,5

Sorry, aber wenn man so etwas hört und liest, könnte man eigentlich nur zur Anti-Feministin werden. Allerdings hat mir dann mal jemand gesagt, dass dieser Begriff aus der rechten Seite der Politik kommt und man diesen deswegen nicht benutzen sollte. Da ich nichts als rechts tituliert werden möchte, vermied ich dann folgend den Begriff. Aber was dann tun?

In den drauffolgenden Jahren machte ich mir immer wieder Gedanken bezüglich des Feminismus. Und ein entscheidender Gedanke machte sich breit: Auch wenn eine Frau den Feminismus in unseren Breitengraden ablehnt, ist sie dennoch Feministin. Denn jede Frau, die in diesem Jahrhundert lebt, baut ihr Leben auf die Errungenschaften der ersten Feministinnen auf. Wir kennen es gar nicht mehr anders! Wir dürfen frei unsere Berufe ausüben, benötigen keine Männer mehr um versorgt zu sein, können wählen gehen, uns in der Politik miteinbringen, können uneingeschränkt eine Schulbildung absolvieren, können uns frei für oder gegen Kinder entscheiden, und und und … All das konnten die Frauen vor über hundert Jahren nicht! So gesehen ist auch die christliche Frau eine Feministin.

In Einklang bringen mit der Bibel

Jetzt gilt es nur noch, die Worte der Bibel mit dem in Einklang zu bringen, wie wir heute leben. Für manche gibt es diesbezüglich massive Widersprüche, für andere gar keine. Ich für meinen Teil möchte das Mittelmaß finden, denn ich halte nichts von feministischer Theologie oder der historisch-kritischen Methode um die Bibel auszulegen. Das klingt für mich so, als ob nur Menschen, die intellektuell genug sind, sich da hineinzulesen, die Bibel verstehen könnten. Ich glaube, JEDER Mensch auf dieser Welt, der lesen kann und den heiligen Geist in sich trägt, kann die Bibel und deren Worte verstehen! Und selbst wenn jemand nicht lesen kann, offenbart sich Gott, wenn man ihn darum bittet. Darüber las ich schon einige Erweckungsberichte aus der dritten Welt. Gott ist so viel mehr, als unser doch sehr stark eingeschränkter Verstand!

Wie der Feminismus heute ausgelebt wird, mit seinen Auswüchsen, sehe ich keine Übereinstimmungen mit den göttlichen Ordnungen. Im Gegenteil, es bekämpft Gott mit seinen Ordnungen für den Menschen. Und vor allem hat es rein gar nichts mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu tun. Denn Feminismus bedeutet für mich auch, die Frau möchte sich über den Mann stellen, anstatt neben ihn.

Ich hoffe und bete, dass diese nun aufstrebenden christlichen Autorinnen es schaffen, das alles für den christlichen Bereich in Einklang zu bringen und nicht noch mehr Unfrieden und Uneinigkeit schaffen. Wenn dies der Fall wäre, was ich irgendwie mit meinem kritischen Geist vermute, muss ich es so beurteilen, dass die Worte dieser Frauen nicht von Gott kommen. Allerdings lasse ich mich gerne überraschen! Inka Hammond hat mich schon positiv überrascht, aber sie ging zum Großteil nur auf die geistliche Welt ein. Sobald ich meinen aktuellen Lesestoff fertig habe, werde ich mir auch das aktuelle Buch von Veronika Schmidt noch zu Gemüte führen. Anhand einer Diskussion via Facebook, bekam ich schon einen Vorgeschmack bezüglich ihrer Thesen.

Definition Feminismus im Duden:

Fe¬mi¬nis¬mus, der

Wortart: Substantiv, maskulin

Bedeutungen:

1.            Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt

Grammatik         ohne Plural

2.            das Vorhandensein oder die Ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkmale beim Mann oder bei einem männlichen Tier; Verweiblichung

Gebrauch            Medizin, Zoologie

https://www.duden.de/rechtschreibung/Feminismus

Auch ich profitiere natürlich sehr von den Errungenschaften des Feminismus, was ich nicht vergessen darf. Ohne diesen könnte ich diesen Blog hier nicht eigenständig führen und keine Ehe auf Augenhöhe mit meinem Mann führen. Ich bin eine Frau, die ziemlich stur ist, die ihren eigenen Weg gehen möchte, unabhängig davon, was andere Menschen über mich denken. Nicht immer einfach, das gebe ich zu, denn ich erfuhr deswegen auch schon viel Ablehnung, meist von meinem eigenen Geschlecht. Seitdem ich jedoch meinen Mann an meiner Seite habe, ist es um einiges einfacher, da er mein Potenzial erkannt und mich mit meinen Gaben und Talenten fördert und unterstützt. Im Gegenzug handhabe ich es umgekehrt ebenso. Trotzdem geht keiner von uns beiden egoistisch seinen eigenen Weg. Bei allem was wir tun, was wir vorhaben, halten wir Rücksprache miteinander. Denn sobald einer von uns aus der Reihe tanzt, betrifft es unsere ganze Familie, ganz besonders die Kinder. Trotz allem ist mir bewusst, dass mein Mann, wenn er eines Tages vor Gott steht, sich dafür verantworten muss, wenn er mit mir und den Kindern Mist gebaut haben sollte. Das gilt auch, wenn die Frau meint, den Mann aus dieser Verantwortung entlassen zu können. Gott ist die oberste Instanz. Und wer sich Gott ganz hingibt, der schadet keinem Menschen absichtlich. Ein Mann, der fest auf Gott baut und vertraut, schadet seiner Frau nicht. Die Frau, die voller Liebe für Jesus ist, schadet ihrem Mann nicht.

Zwar wurde die Frau aus dem Mann geschaffen; aber der Mann wird von der Frau geboren. Und beide kommen von Gott, der alles geschaffen hat. 1.Korinther 11,12

Bild mit freundlicher Genehmigung von Bild von Zhivko Dimitrov auf Pixabay

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