Erzwungene Pause

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

zur Zeit geht es rund auf dieser Welt, alle halten den Atem an und wissen nicht, wie es weitergeht. Der Coronavirus ist für viele wie eine erzwungene Pause vom alltäglichen Leben. Besonders hier in Österreich sind die Einschnitte scharf. Schulen, Kindergärten, Gaststätten, Spielplätze und Sportplätze wurden geschlossen. Alle öffentlichen Orte sollen gemieden werden, Freizeitaktivitäten existieren de facto nicht mehr. Die Menschen werden aufgefordert zu Hause zu bleiben und sich nur in kleinen Gruppen von maximal fünf Personen aufzuhalten. Ja, mehr noch, es wurde ein Maßnahmenkatalog vorgestellt, unter welchen Voraussetzungen man das Haus verlassen darf:

https://apa.liveblog.pro/apa/blogs/5e538d6ee24d534cd974409e/index.html?liveblog

Wer sich nicht daran hält, dem drohen zum Teil empfindliche Geldstrafen. Alles, damit das Virus eingedämmt werden kann und täglich folgen neue Anweisungen. Die Polizei ist auf den Straßen unterwegs, um die Einhaltung der Regelungen zu kontrollieren. Nur die für die Versorgung der Bevölkerung relevanten Berufe “dürfen” uneingeschränkt weiterarbeiten, alle anderen sollten wenn möglich zu Hause bleiben und von zu Hause aus arbeiten. Kleinere Betrieben fürchten nun um ihre Existenz und Angestellte aus den betroffenen Branchen, haben Angst um ihren Job. Die Familien behalten ihre Kinder zu Hause, nur noch ganz wenige Kinder sind in den Betreuungseinrichtungen.

Zudem hat Deutschland die Grenzen zu Österreich dicht gemacht und ist somit ziemlich wahrscheinlich nur Österreich zuvorgekommen. Ich denke an dieser Stelle meine Familie in Deutschland und hoffe, dass sich niemand ansteckt.

Entschleunigung

Alles in allem trägt es zur Entschleunigung es Alltags bei. Die Familie ist nun das Wichtigste, andere soziale Kontakte rücken in den Hintergrund. Wir nehmen es bisher recht gelassen, denn wir sind eine Familie, die ohnehin gerne zu Hause ist und wir haben auch flächentechnisch die Möglichkeit, viel Zeit zu Hause verbringen zu können, ohne uns “auf den Sack zu gehen”. Meine Kinder sind es somit gewohnt, für sie ist es keine großartige Umstellung. Von Nachbarn hörte ich, dass deren Kinder zum Teil sehr traurig sind und es nicht verstehen können. Für sie wurde von heute auf morgen ihr kompletter Alltag umgeworfen. Das ist natürlich hart für Eltern und Kinder, es ist eine enorme Umstellung für alle Beteiligten.
Ich denke nun an diejenigen, die mit ihren Kindern in einer kleinen Stadtwohnung festsitzen und zudem nicht mal die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu den Großeltern zu schicken, denn diese sollte man meiden, was natürlich auch für uns gilt. Ich wünsche euch viel Ausdauer und Kraft! Denn wir wissen alle nicht, wie lange diese Beschränkungen andauern werden. Es gibt schon Prognosen, die besagen, dass es sich auch noch bis in den Mai hinein ziehen könnte. Die Schülerinnen und Schüler sind jedoch gut mit Homescooling Material versorgt worden und es gibt ein Programm, eine App, fürs Fernlernen, allerdings sind die Server derzeit voll ausgelastet und es muss nachgerüstet werden, um dem Ansturm standhalten zu können, laut gestriger Nachrichten.

Beten wir doch alle miteinander, dass diese Krise ein baldiges Ende findet und vor allem, denken wir an diejenigen, die keine Möglichkeit haben, auf medizinische Hilfe zurückzugreifen, oder durch chronische Krankheiten und geschwächte Immunabwehr zu den Risikopatienten gehören. Davon hat bestimmt fast jeder einen in der Familie.

Aber wer weiß, für was das alles gut sein wird. Irgendeinen Sinn wird es haben. Welchen? Keine Ahnung. Vielleicht erfahren wir es irgendwann.
Ich habe für die nächste Zeit alle neuen Blogbeiträge nun mal hinten angestellt, irgendwie kommt mir keiner meiner Blogbeiträge derzeit passend vor. Das heißt, vielleicht werdet ihr eine Weile nichts mehr von mir lesen. In den sozialen Netzwerken werde ich immer mal wieder ältere Beiträge teilen und Viktor wird nach wie vor am Freitag seine Beiträge veröffentlichen.

Trotz allem, gute Zeit euch und bis bald!

Liebe Grüße, eure Anni

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Bild von David Mark auf Pixabay und Anni Side | andererseits.at

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