Eine Krise verändert und es zeigt den wahren Menschen

Seit nun etwas mehr als einer Woche schrieb ich keinen Blogbeitrag mehr, mir fehlen die Worte und vor allem, meine Konzentration. Anfang vergangener Woche wusste keiner wie es weitergeht und nun folgten fast täglich neue Anweisungen, wie man sich die nächsten Wochen aufgrund der Corona Krise verhalten soll. Am vergangenen Freitag wurde mitgeteilt, dass die Maßnahmen in Österreich vorerst bis zum dreizehnten April weitergeführt werden. Manche Stimmen behaupten, dass es sogar noch länger dauern wird. Ganz pessimistische Stimmen vermuten, dass es sich bis in den Herbst hineinziehen wird.

Verschiedene Meinungen

Folgend beschäftigten sich viele mit dem Thema Angst und Panik, so auch ich, und las mir viele Artikel meiner BloggerkollegInnen durch, sah mir Videos von Experten, oder selbsternannten Experten an, und versuchte mich durch den Dschungel an Meinungen hindurchzukämpfen. Mein Anspruch an mich selbst ist häufig, dass ich einen Überblick über alle Meinungen haben möchte und daraus dann meine eigene Meinung konstruiere. Ich möchte das große Ganze verstehen können. Allerdings weiß ich auch, dass ich dazu, je nach Themengebiet wohl nie vollständig in der Lage sein werde, da mir in vielen Themenbereichen einfach das Fachwissen fehlt. Also versuche ich so viel zu erreichen, wie es mir möglich ist. In den Zeiten des Internets ist das mit ein bisschen Recherchearbeit und Geduld keine große Kunst.

Die Meinungen gehen zum Teil sehr weit auseinander. Da gibt es diejenigen, die Panik machen und vor einem möglichen Systemzusammenbruch warnen, was die Folge hatte, dass die Menschen wie gestört Massen an Lebensmitteln und Toilettenartikel horteten (hier in Österreich flaut es nun langsam ab- die Lager sind voll) und dann diejenigen, die beschwichtigen und sagen, dass man keine Angst haben muss. Dabei sind die Gründe, wie jeder zu seiner Meinung gelangt, jedoch sehr vielfältig. Manche wittern eine große Weltverschwörung, andere behaupten, dass alles gar nicht so schlimm sei, ja mehr noch, Systemgegner jüngerer Generationen begeben sich sogar absichtlich in Gefahr und rufen via sozialen Netzwerken zu Coronapartys und Challenges auf. Da fragt man sich schon, was in deren Erziehung falsch gelaufen ist…
Jeder hat seine ganz eigenen Quellen für seine Behauptungen. Christen berufen sich auf die Bibel und dass man vor nichts Angst haben muss, denn Jesus ist größer als jede Angst. Intellektuelle versuchen es unter anderem mit einer Analyse der verschiedenen Verhaltensmuster und etwas weniger Begabte freuen sich über den Ausbruch des Virus und organisieren Partys um den Virus zu verbreiten oder Husten absichtlich alte Leute an, damit diese in Folge erkranken und versterben. Ganz nach dem Motto: Die Alten müssen weg! Umwelt- und Tierschützer empfinden den Virus als Segen, da die Natur nun wieder durchatmen kann, was wahr ist, denn die Bilder oder auch was die eigenen Ohren vernehmen, wenn man spazieren geht, lügen nicht, und von einigen wird die Globalisierung und Industrialisierung in Frage gestellt. Etwas, worüber ich mir ebenfalls schon häufig Gedanken machte, auch schon vor dem Ausbruch des Virus. Viele Krankheiten oder Schädlinge kamen aus fernen Ländern in unsere Breitegrade wegen der Globalisierung, entweder mit Schiffscontainern, oder mit dem Flugzeug.

So versucht jeder mit seinen Möglichkeiten mit dem Ganzen fertig zu werden. Und solange eine Meinung keinem anderen Menschen schadet, kann jeder Mensch denken und glauben, was er möchte.

Christ sein in diesen Zeiten

Da ich mich Christ nenne, möchte ich mich an Jesu Worte halten, nämlich dass ich keine Angst haben muss. Der Tod ist nicht das Ende. Und wer keine Angst vor dem Tod hat, braucht auch keine Angst davor zu haben, was für Folgen so ein Virus für einen haben könnte. Trotz allem hat Gott uns ein Leben auf dieser Erde geschenkt und das nicht ohne Grund, sonst hätte er uns gar nicht erst erschaffen brauchen. Wir sollen Salz und Licht dieser Erde sein (Matthäus 5,13-14), was so viel bedeutet, wie dass wir Christen etwas sehr Wertvolles in dieser Welt sind und wir darauf achten sollen, dass wir unseren Geschmack, unsere Würze nicht verlieren und den Menschen Hoffnung bringen sollen. Wir sind auf dieser Erde, um den Menschen Jesus nahezubringen: Den Menschen helfen und sie mit dem wunderbaren Schöpfergott bekannt machen.

Viele Gemeinden starten in diesen Zeiten Gebetssessions, rufen online zum Gebet auf und halten Onlinegottesdienste ab. So kann das Wort Gottes auch in diesen Zeiten unter die Menschen gebracht werden, ohne dass sie ihre Häuser verlassen müssen. Das Internet kann so ganz bewusst für Gott benutzt werden. Ja, es hat viel Böses von den Menschen in sich (Illegale Geschäfte, Menschenhandel, Pornografie…), aber Gott kann aus allem etwas Gutes machen!
In den Städten sind viele Hilfeaktionen, um Menschen in Not- alte und kranke Menschen – mit allem Notwendigen zu versorgen, angelaufen. Die Solidarität ist hoch, auch wenn dies einige Meldungen nicht vermuten lassen. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie gerade die Menschen tatkräftig helfen, die selbst nicht viel haben. Auf die Frage hin, warum sie das tun, wurde mir schon häufig geantwortet: „Mir hat man auch schon oft geholfen, nun kann ich etwas davon zurückgeben und…, wenn ich anderen helfe, kann auch ich auf Hilfe hoffen, wenn ich mal etwas benötige.“ Hier gilt das Geben und Nehmen Prinzip. Bei Gott ist es nicht viel anders. Wir geben uns Gott ganz hin, mit all unserem Ist und Sein, und erhalten dafür ewiges Leben. Aber ER selbst brachte das größte Opfer, indem er schon sein Leben für uns gab, sich für uns töten ließ, in dem Wissen, dass viele Menschen sein Opfer und seine Hilfe gar nicht wollen. Ja mehr noch, indem sie ihn verspotten, beleidigen, als nicht existent beschimpfen. All das hielt und hält Jesus nicht auf, um für die da zu sein, die seine Hilfe benötigen und an ihn glauben und ihm vertrauen.

Wir leben in den Zeiten des möglichen baldigen Endes dieser Erde, wenn man die Zeichen der Bibel richtig deutet. Den Zeitpunkt kennt kein Mensch, den weiß nur Gott alleine und alle menschlichen Prognosen sind lediglich Vermutungen, denn kein Mensch kann in die Zukunft blicken. Lassen wir uns keine Angst machen vor Rechenmodellen und Prognosen die Zukunft betreffend. Die Vergangenheit hat schon mehrmals gezeigt, dass Prognosen häufig nicht eintreffen. Kann man derzeit ganz einfach am Benzinpreis sehen, der so günstig ist, wie die letzten zehn Jahre nicht mehr. In meiner Jugend wurde eine Ölkrise prophezeit und horrende Ölpreise und jetzt…? Der Mensch ist nicht allwissend.


http://www.gemeindeberater.com/salz_licht.htm

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