Stimme

Was ist meine Stimme wert?

Die Bibel sagt, dass das Leben und der Tod  in der Gewalt der Zunge sind. Also kann man mit einem Wort töten oder auch zum Leben erwecken.
Als Gott Mose berufen hat, sagte Er ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht ihn stumm oder taub oder sehend oder blind? Bin ich es nicht, der HERR?  So geh nun hin: Ich will mit deinem Mund sein und dich lehren, was du sagen sollst! Leider hat Mose auf Gott nicht gehört und wollte Ihn überzeugen, dass er kein guter Redner sei. Da Gott aber niemanden zwingt, hat Er ihm den Aaron als Redner zur Seite gestellt. Diese Geschichte zeigt mir, dass Gott immer einen findet, der bereit ist, Sein Sprachrohr zu sein, wenn wir zu feige oder zu faul sind, uns dafür zur Verfügung zu stellen.
Auch wenn ich mich am besten mit geschriebenen Worten ausdrucken kann und eigentlich keine Gabe des Redens habe, habe ich vor vielen Jahren angefangen zu beten: “Herr, sprich durch mich!”
Zu meinem Erstaunen begann ich mutiger zu werden und mit fremden Menschen über meinen Glauben zu reden. Das hat mich damals auf den Gedanken gebracht, dass ich als Evangelist berufen sein könnte, doch bestätigt wurde diese Vermutung nicht. Dennoch nutze ich die Gelegenheiten, die Gott mir schenkt, um mit Ungläubigen über meinen Glauben zu reden und ihnen das Evangelium persönlich und aufgrund meiner Zeugnisse nahe zu bringen.
Als ich 2018 meinen ersten Vortrag halten sollte, dachte ich, dass ich es vergeige, weil ich noch nie vor großen Menschenmengen länger als 10 Minuten gesprochen habe. Doch zu meinem Erstaunen hatte ich an dem Abend überhaupt keine Aufregung gespürt und konnte eine ganze Stunde lang Zeugnisse aus meinem Leben fließend erzählen. Wie ich an dem Abend merkte, ist es gar nicht so schwer, seinen Mund für Gott aufzumachen, wenn Er durch mich sprechen will.
Du musst keine Bibelschule oder Rhetorik-Kurs besucht haben, um Gottes Sprachrohr zu sein. Gott hat viel durch Dich zu sagen und das nicht nur in Form eines Blogbeitrags oder einer WhatsApp-Nachricht. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es ein großes Vorrecht ist, für und mit Gott zu sprechen, sogar auch wenn Du stotterst.  Für Gott ist Deine Stimme wertvoller als Gold! Stelle sie Ihm zur Verfügung.

PS: Morgen habe ich Geburtstag und als Geschenk, würde ich mich über die Einladung zu einem Vortrag freuen:

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Pixabay.com und Viktor Schwabenland | andererseits.at

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