Die Freude am Herrn ist unsere Stärke!

Der letzte Beitrag von Viktor, der mit der Frage startete: „Gott oder der Obrigkeit mehr gehorchen?“, löste viele Diskussionen aus. Es wurden Standpunkte ausgetauscht und manche waren angetan von dem Beitrag, während andere die Standpunkte bis aufs Schärfste kritisierten. Ich markierte Viktor unter einem der Antworten auf Facebook und er meinte nur, das habe er sich schon gedacht, dass die Leute so reagieren würden und für ihn war es erledigt. Ich mischte mich sowieso nicht in die Diskussionen ein, da ich mich nicht dazu berufen fühlte.

Ich schätze Viktor sehr für seine direkte, klare und einfache Art zu glauben, denn das fehlt meiner Ansicht nach vielen europäischen Christen. Die Europäer, speziell die deutschsprachigen Europäer, sind Kopfmenschen, es geht nichts über einen hohen Intelligenzquotienten. Wer intellektuell ist, einen hohen Schulabschluss hat, hat einen besseren Stand, auf den wird gehört. Und so versuchen viele die Bibel möglichst intellektuell auszulegen, damit der Glaube auch einem höheren IQ standhalten kann. Was herauskommt sind zum Teil sehr merkwürdige Dinge, die extrem davon abweichen, was ein einfach glaubender Mensch dort schwarz auf weiß liest.

Dazu fällt mir immer die Stelle ein, in der Jesus sagte: „Ich versichere euch: Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder, kommt ihr ganz sicher nicht in Gottes himmlisches Reich.“ Matthäus 18,3

Kinder denken nicht kompliziert, sie glauben alles, was man ihnen sagt. Sie vertrauen einfacher, sie hinterfragen nicht alles und wenn sie etwas Fragen, dann kann man häufig sehr einfach antworten. Wir Erwachsenen sollten also mehr werden wie die Kinder und mit einer naiven, kindlichen Art glauben lernen. Bedingungslos vertrauen, ohne uns Sorgen um morgen zu machen, ohne Angst vor dem Leben zu haben. Der Vater ist immer da und versorgt uns mit allem, was wir brauchen!

Bild von Jill Wellington auf Pixabay

Genauso ist es im Grunde auch mit dem Coronavirus und den Gläubigen. Auch wenn man noch so sagt, man vertraut auf Gott, trotzdem regieren die Ängste in den Menschen. Was ist, wenn ich meinen Mitmenschen anstecke und er daraufhin verstirbt? Was ist, wenn ich mich anstecke? Was muss ich alles tun, um mich zu schützen, um andere zu schützen, damit ja nichts geschieht? Ich sage nicht, dass das schlechte Fragen sind und wir sollen uns an das halten, was die Regierung uns an Verordnungen vorgibt, das ist absolut richtig, dennoch müssen wir keine Angst haben, uns speziell mit unseren Mitchristen zu treffen, wenn alle eines Geistes sind. Auch nicht in einer Kirche. Ja gut, man kann sich fragen, ob man dazu wirklich in eine Kirche gehen muss, aber die physische Gemeinschaft unter den Gläubigen war schon immer elementar, auch unter den Frühchristen.
Das Internet mit seinen Möglichkeiten kann die Gemeinschaft nur bedingt ersetzen. Es ist eine super Möglichkeit, sollte das Physische jedoch nicht ersetzen. Wer nun aus Angst vor einer möglichen Infektion die Gemeinschaft mit seinen Mitchristen meidet, ist dies ziemlich wahrscheinlich der richtige Weg für denjenigen, aber man kann sich fragen: vertraut dieser Mensch Gott wirklich genug? Was kann im allerschlimmsten Fall geschehen? Richtig, dass man sich ansteckt und in Folge verstirbt. Als Christ jedoch, ist der Tod nicht das Ende, sondern der Anfang. Ewiges Leben in Gemeinschaft mit unserem Vater. Demzufolge müssten wir uns nicht vor den Folgen von schweren Krankheiten fürchten und darauf vertrauen, dass Jesus uns auf unserem Weg begleitet.

Krankheit kommt nie von Gott. Leid, Not und Krankheit kommen vom Teufel, um die Menschen zu knechten und sie an ihrem Schöpfer verzweifeln zu lassen. Bei manchen hat der Widersacher Erfolg, manche werden geheilt und manche erliegen ihren Leiden irgendwann. Warum, weswegen und weshalb dies bei dem Einzelnen so unterschiedlich ausfällt, kann man von außen betrachtet nie sagen, aber es hat immer einen Grund. Man kann es auch als Glaubensprüfung und als Zeugnis sehen.

Dazu eine kurze Geschichte:

Als junge Frau kannte ich eine junge alleinerziehende Mutter mit ihrem damals sechsjährigen Sohn, der an Leukämie erkrankt war. Der kleine Junge überraschte uns Erwachsene immer wieder mit seiner überströmenden Freude und Liebe, denn er freute sich von ganzem Herzen, bald bei Jesus sein zu dürfen und erzählte jedem den er traf, von Jesus. Er versprühte überall wo er sich aufhielt eine ungeheure Leichtigkeit und Freude, während sich die Erwachsenen ein paar Tränen aus den Augen wischten. Im Krankenhaus war er der beliebteste Patient auf der Kinderstation, alle mochten ihn. Der Junge hatte bestimmt mal Schmerzen und es gab Tage, an dem es ihm absolut nicht gut ging, die Mutter erzählte es dann hin und wieder, aber der Junge glaubte fest daran, dass Gott einen Plan mit ihm hat und es einen Sinn und Zweck hat, warum er so leiden muss.
Es kam, wie es kommen musste, irgendwann verstarb der kleine Junge und die Mutter richtete die Beerdigung so aus, wie es sich der Junge gewünscht hatte. Es wurde ein Freudenfest und die Mutter gab Zeugnis von ihrem Jungen und seinem unerschütterlichen Glauben an seinen Herrn Jesus. An dem Tag der Beerdigung bekehrten sich einige Menschen.

Diese Zeit hat uns alle damals enorm beeindruckt und wird wohl immer im Gedächtnis bei allen bleiben. Jesus hat durch einen kleinen Jungen großes bewirkt, der einfach bedingungslos vertraute, dass der Herr Jesus ihn liebt und es gut mit ihm meint. Ich bin mir sicher, ich werde ihn eines Tages im Himmel wiedersehen dürfen und darauf freue ich mich sehr! Und ich finde, wir sollten alle so glauben lernen dürfen.

Die Freude am Herrn ist unsere Kraft!

Und nun geht nach Hause, esst und trinkt! Bereitet euch ein Festmahl zu und feiert! Gebt auch denen etwas, die sich ein solches Mahl nicht leisten können! Dieser Tag gehört unserem Gott. Lasst den Mut nicht sinken, denn die Freude am HERRN gibt euch Kraft!« Nehemia 8,10

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Bild von dana279 auf Pixabay und Bild von Jill Wellington auf Pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.