Zurück zu mehr Leichtigkeit

Stell dir vor, du sitzt am Meer, die Wellen schwappen geräuschvoll ans Ufer. Es ist blauer Himmel mit ein paar weißen Schäfchenwolken und mittendrin segeln Möwen in der Meeresbrise. Sie legen sich ganz in den Wind. Hast du das Bild vor Augen- schwerelos im Wind segelnde Möwen – ein Bild für Freiheit und Leichtigkeit.

Nachdem das vergangene halbe Jahr für viele von uns ein richtiger Einschnitt und Belastung war, steht fast greifbar das Bedürfnis nach Leichtigkeit im Raum, obwohl die Krise ja noch nicht vom Tisch ist.
Zusätzlich gibt es in deinem Leben an vielen Ecken Herausforderungen und Baustellen, die dich fordern. Da stellt sich fast automatisch die Frage wie sich in schwierigen Zeiten ein Weg zu mehr Leichtigkeit finden lässt. Was fördert und erhält Leichtigkeit?

Loslassen pusht Leichtigkeit – Leichtigkeit durch Selbstwert

Öffne einmal deine Hände. In dem Moment, in dem sie offen und locker sind, kehrt Entspannung ein. Merkst du es? Die Anspannung deines Lebens spiegelt sich in der Spannung deines Körpers. Auch wenn du deine inneren Hände öffnest, kehrt genauso Entspannung ein.

Offene Hände Gott gegenüber geben ihm Raum zum Handeln.
Offene Hände können dann gefüllt werden.

Welcher innere Stress hindert dich immer wieder daran?

  • Ich muss die Kontrolle über mein Leben, meine Kinder, mein Geld, meine Gesundheit behalten…
  • Ich muss Erfolg haben…
  • Ich muss immer für andere da sein…
  • Ich muss wissen, dass es in meinem Leben gut weiter geht…

Dieser Stress erzeugt einen Druck in dir. Du meinst erst, wenn z.B. alles gut läuft darfst du dich entspannen. Erst dann ist dein Selbstwert gesichert.
Dieser Druck lässt dich rennen.
Du merkst jetzt, das ist nicht wahr, dass du nur wertvoll bist, wenn alles gut läuft!
Du bist nicht nur wertvoll, wenn du gesund bist, dein Wert ist unabhängig von deinem Einkommen und deinem Erfolg. Egal wie diese Pandemie verläuft, du bist geliebt und geschützt in Gottes Hand. Gott ist unabhängig von Umständen! Dein Wert ist deshalb unabhängig von Umständen!
Wenn dein Selbstwert stark und sicher ist, fällt es dir leicht loszulassen und zu vertrauen, dann ist der Stress, Druck und die Anspannung weg.

Deshalb formuliere deine momentane Sorge. Was ist im Moment deine Befürchtung?
Löse den Ausgang dieser Sorge von deinem Wert. Du bist nicht nur wertvoll, wenn… (es gut ausgeht), sondern dein Wert ist davon unabhängig!
Lass diese Sorge bei deinem himmlischen Vater los. Gib ihm die Erlaubnis zu handeln wie er es für richtig hält- auch anders als du dir wünschst. Weil er vertrauenswürdig ist und weil er gute Gedanken über dich hat. Deshalb lass los!

Leichtigkeit durch slow down

Du hast dein individuelles Lebenstempo, das für dich gut ist und dir richtig erscheint.
Dein Tempo hat zum Ziel, deine Lebensaufgabe gut zu bewältigen.
Also ist dein Tempo mit dem Thema Lebensaufgabe und Werterhalt verknüpft.

Wenn du nun mehr Leichtigkeit in deinem Leben möchtest, verlangsame dein Tempo.
Zum Beispiel im Urlaub lebst du langsamer. Das sind doch immer Zeiten von mehr Leichtigkeit.

Wenn du langsamer unterwegs bist, nimmst du mehr um dich herum wahr, deine Mitmenschen, die Vögel, die Jahreszeit, Gottes Möglichkeiten, deine eigene Bedürfnislage…
Es sinkt die Anspannung, du lebst intensiver.

Konkret: Überlege dir, wann möchtest du bewusst langsamer unterwegs sein?

Rufe den Sonntag als Tag der Langsamkeit aus: Du kannst langsam essen, langsam reden, langsam gehen und fahren. Nimm dich, Gott und deine Umgebung bewusst wahr.

Oder gehe zweimal die Woche langsam spazieren.

Nun baue dir diese Hilfe in deinen Alltag ein.

Zuerst wird es sich komisch anfühlen und man muss es richtig trainieren, das ist normal. Probiere es aus!

Ich persönlich baue mir beispielsweise immer wieder stille Tage in meinen Jahresplan ein. Da gelingt es mir mein sonst hohes Tempo auf Knopfdruck herunterzufahren. Dadurch habe ich auch Gottesbegegnungen, die sehr intensiv und nahe sind.

Sorge gut für dich und es wird leichter!

In der Krise neigst du dazu zu funktionieren. Denk mal an den Lockdown.

Das täglich Notwendige bestimmt dein Denken und Leben. Innerlich stellst du dich zurück und funktionierst. Das ist dein Überlebensmodus.

Wenn dir das bewusst ist, dass du dich in schwierigen Zeiten zurücknimmst, kannst dem entgegenwirken, indem du bewusst deinen höchst persönlichen Bedürfnissen eine Wahrnehmung und einen Raum gibst.

Beginne zum Beispiel Tagebuch zu schreiben: trag ein, welche Bedürfnisse du spürst. Welchen hast du entsprochen, welche zurückgestellt.

Wenn du deine Bedürfnisse wahrnimmst, müssen sie sich nicht einen anderen Weg suchen: Beispiel Kopfschmerzen. Wenn du Kopfschmerzen hast, beginnst du für dich zu sorgen- erst die Wahrnehmung der Schmerzen, dann gönnst du dir Ruhe, Rückzug, Auszeit….

Wenn du deine Bedürfnisse wahrnimmst, tust du deinen Mitmenschen Gutes; wenn du mit dir im Gleichgewicht bist, bist du wohltuend für deine Umgebung.

Wenn du dir Gutes tust, ehrst du Gott, weil du ein Werk seiner Hände bist!

Beginne in normalen stressfreien Zeiten wahrzunehmen, mit was du dir selber Gutes tun kannst. Was fördert das Gefühl von Wohlbefinden, Entspannung, Freude und Leichtigkeit?

Beginne wahrzunehmen, wann du in den Krisen-Funktionier-Modus wechselst. Dann sei hellwach und suche Wege, wie und wann deine Bedürfnisse Raum bekommen können. Werde kreativ, neue Wege zu suchen.

Merkst du: Du kannst auf die Leichtigkeit deines Lebens Einfluss nehmen!
Keine Pandemie dieser Welt kann dir deinen Gestaltungsraum klauen.
Welcher Punkt hat dich angesprochen? Wie willst du ihn an einer konkreten Stelle ausprobieren? Nimm die Leichtigkeit deines Lebens in die Hand!

Bild mit freundlicher Genehmigung von Anni Side | andererseits.at

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