divers examining old sunken plane

Von Krisen und einer gottlosen Gesellschaft

Zurzeit ist bei mir nicht mehr viel mit Bloggen. Obwohl viel auch relativ ist, denn andere BloggerkollegInnen blogg(t)en weitaus weniger oft als ich. Bis vor dem Sommer hatte ich noch eine Frequenz von etwa ein bis zwei Beiträgen pro Woche plus den Freitagsbeitrag von Viktor. Derzeit dümpelt der Blog seit mehreren Wochen (Monaten) vor sich hin und es gibt wenig neue Beiträge von mir, was natürlich auch der Sommerferien-Situation geschuldet war und dem daraus resultierenden hohen Kinderbetreuungsaufwand. Auch davor waren die Betreuungseinrichtungen schon länger geschlossen, aufgrund von Corona. Kurzum, dieses Jahr war bisher für Eltern ein sehr Kinder-intensives Jahr. Was für mich als sogenannte Selbstbetreuerin nicht weiter schlimm war, haute es andere Eltern ganz schön in die Pfanne. Besonders diejenigen mit Schulkindern waren häufig vollkommen überfordert und überlastet, mit dem Unterricht zu Hause plus manchmal noch Job, der nicht in allen Fällen auf Kurzarbeit gesetzt wurde. Trotzdem war es auch anstrengend für mich, denn 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche die Kinder zu Hause, das zerrte dann schon an den Nerven, besonders während der Quarantäne, wo keine Oma oder sonstigen Verwandten, Freunde oder Bekannten besucht werden durften. Ist Gott sei Dank nun vorüber und wir hatten angenehme Sommerferien, auch wenn sie mit ihren neun Wochen definitiv zu lang sind. Aber nun gut, Österreich kann ja nicht nur Vorteile haben… Alles in allem lebe ich weiterhin sehr gerne hier und bin auch mit unserer Regierung zufrieden. Wollte ich nur mal nebenbei anmerken… 😉

Wie soll es weitergehen?

In den letzten Wochen überlegte ich mir lange und viel, wie es mit diesem Blog hier weitergehen soll. Zweifel schlichen sich ein, ob der Kurs richtig ist und ich eröffnete einen zweiten Blog, in dem ich nur meine ganz persönlichen Gedanken aufschrieb, weil ich das Gefühl hatte, das passt hier nicht mehr rein. Aber ehrlich? Irgendwie ist mir das zu viel. Ich habe drei Kinder, einen großen Haushalt, einen (nur einen… 😉 ) Ehemann und alle wollen was von mir. Dann noch mein Hobby: Lesen, auch sehr zeitintensiv. Es gab zuletzt einige Nächte, in denen ich mich nur herumgewälzt habe und nicht wirklich schlafen konnte. Mein Mann meinte, ich solle unter tags nicht so viel tun, denn ich würde versuchen viel zu viel parallel zu machen. Stimmt. Ich versuche in meinen Tag so viel wie möglich von dem hinzuquetschen, was ich gerne tue. Alles mitzunehmen, was geht und mich auch noch gut um meine Kinder zu kümmern, denen ich auch gerecht werden möchte. Ich möchte eine gute Mutter sein. Doch, wie das so ist, es ist gar nicht so einfach, wenn man selbst noch Bedürfnisse hat, die man sich stillen möchte. Mein Ruhebedürfnis wäre eines von ihnen. Seit einigen Jahren weiß ich, dass dies meiner Hochsensibilität geschuldet ist. Ein Puffer war in den Ferien für mich, dass ich mich in meine Bücher vergraben habe, um mir selbst Ruhe vor vorzugaukeln. Das Resultat? Alles war noch stressiger. Haushalt blieb liegen, die Kinder stritten sich zeitweise viel und ich war runter mit den Nerven.

Dann noch meine Passion, für Gerechtigkeit in der Welt sorgen zu wollen und beschäftige mich wieder viel mit Prostitution, Abtreibung und vielen anderen Dingen, die meiner Meinung nach in dieser Welt komplett schieflaufen. Die Menschen machen sich selbst kaputt, völlig freiwillig und mit voller Absicht, weil sie denken, das sei Freiheit und Selbstbestimmung. Das macht mich unglaublich traurig und auch wütend. Die wahre Freiheit, nämlich den Lebensweg mit Jesus Christus zu gehen, lehnen sie ab, weil sie Gottes Ordnungen und Gebote als Gefängnis ansehen. Schlimm! Wahrscheinlich wird es darüber demnächst noch einige Blogbeiträge geben.

Gottlose Gesellschaft

Eine Grafik, die ich auf Facebook sah:

Quelle: Facebook

Hier erkenne ich deutlich, dass je reicher die Länder sind, desto weniger wollen sie mit Gott zu tun haben. Woran liegt das? Nun, womöglich weil in den ärmeren Ländern den Menschen nichts geschenkt wird. Sie müssen jeden Tag hart arbeiten, um sich und ihre Familie versorgen zu können und trotzdem reicht es nicht jeden Tag. Sie MÜSSEN einer höheren Macht vertrauen, dass die für sie sorgt.
Wir hier in Westeuropa leben in Sozialstaaten. Finanziell gesehen geht es uns nicht schlecht. Klar, es gibt Arme, aber selbst unsere Armen sind oft reicher, als die Armen in den wirklich armen Ländern. Die Versorgungsleistung in Krisen übernimmt bei uns der Staat. Wir benötigen keinen Gott, dem wir vertrauen müssen, dass er uns täglich das Essen auf den Tisch stellt, uns mit einem Dach über dem Kopf versorgt, oder mit Kleidung und so weiter. Der Mensch bei uns denkt, er schafft ALLES aus eigener Kraft und falls das nicht der Fall ist, wird der Staat angebettelt und für ihre Miseren verantwortlich gemacht.

Ich denke da gerade auch an den Generationenvertrag. Dieser funktioniert nicht mehr, weil wir Jungen nicht mehr unserer Verantwortung nachkommen Kinder in die Welt zu setzen und sie zu tüchtigen Erwachsenen heranzuziehen, die wiederum ihre Verantwortung wahrnehmen können. Gut, ich habe meine Verantwortung mit drei Kindern erfüllt, aber wer will das heutzutage noch? Wenn man die extremen Meinungen in den sozialen Netzwerken liest, sind Kinder absolut schädlich. Man will sie abtreiben, damit die eigene Selbstbestimmung nicht flöten geht. Man will keine Kinder mehr, weil sie Klimakiller wären und man will Kinder am besten ganztags in Betreuungseinrichtungen unterbringen, damit die Eltern ihrer „Verantwortung“ nachgehen können, nämlich ihrem Job in der Wirtschaft. Kurzum, Kinder nerven, Kinder stören und am besten wäre es, wenn wir keine mehr bekämen. Aber trotzdem eine ordentliche Rente vom Staat kassieren wollen und wenn man arbeitslos wird, gutes Arbeitslosengeld einstreichen. Jobs werden nicht mehr angenommen, weil sie unter der persönlichen Würde des Menschen sind. Oder auch: Es gibt zu viele hochqualifizierte Menschen in den falschen Berufen, während Fachkräfte in anderen Berufen fehlen, die jedoch aufgrund körperlicher Belastung nicht mehr gemacht werden wollen. Ein Job muss Spaß machen und man muss sich darin wohlfühlen: Ein Anzeichen von einer verwöhnten und reichen Gesellschaft.
Zuletzt hatte ich einige Diskussionen bezüglich des bedingungslosen Grundeinkommens, die mich den Kopf schütteln ließen. Nicht wegen der Idee an sich, sondern wegen den Menschen, die diese für sich einfordern.

Sei’s drum, geht uns in Österreich im Grunde nichts an. Hier sind die Förderungen für Arbeitslose und Familie höher und auch die Rente ist mehr. Uns geht es gut! Aber die Frage ist, wie lange noch?

Wie lange wird es dauern, bis unser System zusammenbricht? Eine Frage, die ich mir schon mal öfter stelle, nicht aus Angst, sondern weil die letzten Jahre so viel auf uns einprasselt, was Geld und (persönliche) Ressourcen kostet. Wie lange kann der Staat, unsere Regierungen, das noch auffangen? Coronakrise, Flüchtlingskrise, Klimakrise, das viele Leid in dieser Welt, an dem wir westlichen Staaten mit unserer Dekadenz hauptverantwortlich sind. Das alles kostet unglaublich viel Geld und wir als Gesellschaft sind mit vielen neuen und alten Problemen konfrontiert, die wir nicht auf die Reihe bekommen (werden). Wir leben in einer gottlosen Gesellschaft, die aber nach christlicher Nächstenliebe schreit, wenn es darum geht, Menschen helfen zu müssen. Dabei denke ich ganz besonders an die Situation derzeit in Griechenland und wie ich weiter oben schon schrieb, bin ich auf der Seite der derzeit amtierenden politischen Partei in Österreich. Die Probleme in Europa sind jetzt schon zu hoch und wer den Zusammenbruch beschleunigen möchte, der nimmt weiterhin Flüchtlinge auf ohne konkreten Integrationsplan und Forderungen an die Flüchtlinge, wie sie sich bei uns zu verhalten haben.
Die Gefahr der Parallelgesellschaften wird von der Bevölkerung größtenteils weiterhin unterschätzt, derweil haben wir so viele negative Beispiele aus den USA, England oder Frankreich und zum Teil auch schon in Deutschland. Im Untergrund brodelt es und ich meine, es wird früher oder später zu einem Bürgerkrieg kommen, wenn er nicht schon begonnen hat…

Ohne Gottvertrauen wäre ich schon lange verzweifelt an dem ganzen Mist auf dieser Welt.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Anni Side | andererseits.at

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.