Glauben und Gutes tun

Neulich las ich einen Beitrag in einer Facebook-Gruppe, in dem der Autor meinte, dass man nur in den Himmel kommt, wenn man in seinem Leben viel Gutes getan hat und in der Liebe gelebt hat. Das widerspricht aber total dem, was Jesus sagt: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Also, er sagt nicht: “Tut viel Gutes und seid lieb zu allen, dann könnt ihr in das Reich Gottes eingehen!”
Nun, einerseits sind die Werke nicht das Entscheidende, sondern der neue Geist. Aber ganz ohne Werke geht’s nun auch nicht, wenn es um Glauben geht. Denn der Glaube ist ohne Werke tot.
Wie jetzt? Wenn man durch Glauben errettet werden sollte, aber keine Werke dafür braucht, dann kann der Glaube doch nicht lebendig sein, wenn die Werke fehlen. Klingt ein wenig verwirrend. Oder? Aber ich versuch’s so zu erklären. Wenn man noch keinen neuen Geist hat, glaubt man an die Existenz Gottes und man ist auch in der Lage Gutes zu tun, doch das allein bringt keine Erlösung. Wenn man aber einen neuen Geist hat und Gott in seinem Leben als lebendigen Vater erlebt, dann tut man Gutes aus dem Glauben heraus, aber nur um den Auftrag Gottes zu erfüllen und nicht, um erlöst zu werden. Wenn ich jemandem was Gutes tun will, dann brauche ich auch den Glauben, dass es mir gelingen wird und Gott mein Werk zu Seiner Ehre gebrauchen kann. So bleibt mein Glaube lebendig. Wenn ich aber etwas Gutes tun will, weil es sich so gehört oder weil es von mir erwartet wird, dann tue ich das nur zu meiner eigenen Ehre.
Wenn ich zuhause eine Frau gebraucht hätte, die sich nur um meinen Haushalt kümmert und mich gut bedient, dann hätte ich mir eine Putzfrau einstellen können. Weil ich aber eine Frau gesucht habe, zu der ich eine Beziehung haben kann, habe ich eine gefunden, die ich geheiratet habe und mich so mit ihr vereint habe. So ist es auch in der Beziehung zu Jesus, dessen “Braut” wir sind. Er will an erster Stelle eine intime Beziehung zu uns haben und freut sich, wenn wir aus dieser Beziehung heraus Ihm dienen. Er braucht keine Sklaven, die durch ihre treue Arbeit einen Freibrief bekommen, sondern will für immer mit Seiner Braut verbunden bleiben, die Er über alles liebt.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Pixabay.com

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